Drittmittelprojekt

Altbauaktivierung - Strategien und Erfahrungen

Forschungsabteilung: Regenerierung von Städten

Forschungsthemen: Formen und Implikationen raumbezogener Governance

Projektleitung: Dr. Anja Nelle

Externe Mitarbeiter: Felix Matthes (Forum Bremen) Heike Liebmann (Brandenburgische Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung mbH)

Förderorganisation: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Laufzeit: 01/2016 - 08/2017

unsplash.com/@daniel_von_appen
HannMünden 087_altstadt
P1010831
384_lüdenscheid_altstadt
HannMünden 077
P1020300_pößneck-altstadt
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Die Stärkung der Innenstädte ist von besonderer Bedeutung für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Gerade in den innerstädtischen Quartieren stellen Altbauten, die leer stehen oder sanierungsbedürftig sind, einen städtebaulichen Missstand dar. Sie wirken sich negativ auf das Image sowohl als Wohnquartier als auch als Einzelhandelsstandort aus.

Die Gründe für den Leerstand und Sanierungsbedarf von Altbauten sind vielfältig und überlagern sich: Sie können u. a. mit der Bautypologie, dem Zustand der Gebäude und ihrer Lage oder auch mit den fehlenden Handlungsstrategien bzw. -möglichkeiten der Eigentümer verbunden sein. In den Gründerzeitquartieren stellen leergefallene Fabrikations-, Verwaltungs- und Infrastrukturgebäude eine besondere Herausforderung dar, da es sich oft um große Immobilien handelt, für die eine neue Nutzung nicht auf der Hand liegt und deren Umbau hohe Investitionen erfordert. Der Umgang mit bisher noch nicht sanierten Altbauten stellt gerade stagnierende und schrumpfendeKommunen vor große Herausforderungen.

Ziel des Ressortforschungsvorhabens war, die aktuelle Situation, die Altbaustrategien und die wesentlichen Trends in der Entwicklung von innerstädtischen Altbaubeständen darzustellen und zu bewerten. Anhand einer Literaturrecherche und dem Erfahrungswissen aus der Begleitforschung im Stadtumbau wurden zunächst Thesen für die Typisierung von Quartieren mit vergleichbaren Herausforderungen und Entwicklungstrends erarbeitet. Diese wurden im Rahmen von Falluntersuchungen und Expertenworkshops in den vier Städten Lüdenscheid, Hann. Münden, Plauen und Pößneck vertieft, diskutiert und teilweise modifiziert. Zudem wurden Strategien, Akteurskonstellationen und Instrumenteneinsätze aufgearbeitet. Der Auftraggeber übermittelte die im Endbericht präsentierten Ergebnisse und Empfehlungen den für Stadtentwicklung und Stadtumbau zuständigen Ländervertretungen.

Im März 2017 wurden zwei Fachveranstaltungen in Hann. Münden und in Plauen durchgeführt. Es nahmen insgesamt 160 Personen, überwiegend aus Stadtverwaltungen, Zivilgesellschaft und der Wohnungswirtschaft an den beiden Veranstaltungen teil. Das IRS stellte die Ergebnisse vor und Akteure aus den beteiligten Fallstudienstädten berichteten von den Herausforderungen, Strategien und Erfolgen der Altbauaktivierung

 

Fotos: unsplash.com/@daniel_von_appen; Anja Nelle (IRS)

Publikationen

Nelle, A., Liebmann, H., & Haller, C. (2017). Umgang mit Leerstand: Lokale Experten berichten aus der Praxis im Stadtumbau. Berlin: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.