Projekte

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IRS forschen in haushalts- sowie drittmittelfinanzierten Forschungsprojekten zu Themen der Raumbezogenen Sozialforschung. Die unterschiedlichen Projekttypen sind rechts erläutert. Im folgenden ist eine Auswahl der laufenden und abgeschlossenen Projekte in drei Sortierungen dargestellt.

nach Projektbeginn

Laufende Projekte

2017

In dem abteilungsübergreifenden Drittmittelprojekt „MedPlan“ untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IRS, wie sich städtebauliche Planungsprozesse mit dem Einsatz neuer Medien verändern. Dazu integrieren sie kommunikations- und planungswissenschaftliche Forschungsansätze mit einer historischen Perspektive auf Mediatisierungsprozesse in der Planung im 20. Jahrhundert. Darüber hinaus erprobt das Projekt ein neues Format der Doktoranden- und Postdoktoranden-Ausbildung und wird daher in der Förderlinie „Nachwuchsförderung“ im Rahmen des SAW-Verfahrens der Leibniz-Gemeinschaft gefördert. Es startete im April 2017 und hat eine Laufzeit von drei Jahren. mehr info

Städte verursachen weltweit etwa 70 Prozent der Treibhausgasemissionen, sind aber auch besonders stark von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Insbesondere extreme Wetterereignisse wie Starkregen, Hochwässer und Hitzewellen haben hohe Sachschäden zur Folge und wirken sich – aufgrund inadäquater Verhaltensweisen in Gefahrenlagen und mangelnder Vorsorge – negativ auf die Gesundheit der Bewohnerinnen und Bewohner aus. Das BMBF-Forschungsprojekt „Urbane Resilienz gegenüber extremen Wetterereignissen - Typologien und Transfer von Anpassungsstrategien in kleinen Großstädten und Mittelstädten“ (ExTrass) verfolgt das Ziel, die Resilienz der Städte in enger Zusammenarbeit mit Stadtverwaltungen, Strukturen des Bevölkerungsschutzes und der Zivilgesellschaft messbar zu stärken. mehr info

Das ReNEW-Projekt ist das zentrale Forschungsprojekt des Leibniz-Forschungsverbundes Energiewende (LVE). Es ist darauf gerichtet, drei Spannungsfelder der Energiewende zu systematisieren und zu erkunden und die jeweiligen Ergebnisse für die Fachöffentlichkeit zu vermitteln: zentrale versus dezentrale Energiesysteme, öffentliche versus private Interessen und globale versus lokale Wirkungen. mehr info

Stadtquartiere sehen sich immer stärker einem Wandlungsdruck ausgesetzt, der durch Entwicklungen von Warenproduktion, -konsumption und -transport erzeugt wird. Die Bestellung und Lieferung von Waren hat enorm zugenommen und umfasst neben klassischen Waren des mittel- und langfristigen Bedarfs auch immer stärker die Versorgung mit Lebensmitteln. Die dadurch entstehenden kleinteiligen Sendungsstrukturen, aber auch das Mengenwachstums des Sendungsvolumens stellen eine Herausforderung für die Städte dar. Auf der einen Seite entstehen Umweltbelastungen durch Schadstoffausstoß der Lieferfahrzeuge, zum anderen hemmen diese den Verkehrsfluss und erzeugen Gefahrensituationen. Das BMBF-Forschungsprojekt „Stadtquartier 4.0“ soll Auswege und Lösungsmöglichkeiten für Städte und Stadtquartiere aufzeigen und erproben. mehr info

2016

Die Europäische Kommission konstatiert in ihrem Bericht „Social innovation research in the European Union“ (EU 2013) einen Mangel an Forschungen zu sozialen Innovationen in ländlichen Regionen. RurAction füllt diese Forschungslücke. Das Forschungs- und Ausbildungsnetzwerk bringt renommierte Wissenschaftler und erfahrene Praktiker aus Bereichen der sozialwissenschaftlichen Raumforschung, der sozialen Innovationsforschung und des sozialen Unternehmertums zusammen, um zu erforschen, wie in strukturschwachen ländlichen Regionen sozial-innovative Lösungen für bestehende Problemlagen entwickelt werden. mehr info

In seinem Dissertationsvorhaben untersucht Lukas Vogelgsang den Einfluss von Routinen und Improvisation auf Organsationsprozesse. Die Arbeit, im Schnittfeld von Management und Wirtschaftsgeographie angesiedelt ist, hinterfragt damit den Zusammenhang zwischen Routinisierungen und Unsicherheit. Vogelgsang argumentiert, dass manche Routinen Unsicherheiten nicht verringern, sondern reproduzieren. Als Ergebnis des Qualifizierungsprojekts soll das Konzept einer Offenen Routine stehen. mehr info

Anhand vieler Beispiele untersuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Varianten des Architekturexports der DDR und die Wechselwirkungen mit Entwicklungen in Westdeutschland. Neben der Erfassung von ausgeführten Objekten stehen die Gestaltungsparadigmen der Bauten, die Anpassungsleistungen und Konflikte im Verhältnis zu den Partnerländern sowie die Rückwirkungen der Auslandsvorhaben auf DDR-Akteure und –debatten im Fokus. mehr info

Die Zahl der Asylbewerber und Flüchtlinge ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen, mit einem Höchststand in 2015. Für die Städte und Gemeinden ergeben sich hieraus neue Herausforderungen und Integrationsanforderungen. Im Fokus der Studie steht eine angemessene Wohnraumversorgung der Flüchtlinge als wichtige Komponente der Integration. Es wird untersucht, inwieweit es gelingt, dass sich die Flüchtlinge auf dem regulären Wohnungsmarkt versorgen. Darüber hinaus werden die regionale Verteilung und die Unterbringungsformen während und nach dem Asylverfahren untersucht. mehr info

Die Projektpartner erarbeiten quantitative und qualitative Grundlageninformationen zur aktuellen Dynamik des Arbeitsmarktes auf nationaler und regionaler Ebene in Europa. Dabei stehen die Schlüsselentwicklungen und die wesentlichen Faktoren – etwa lokale und regionale Bedingungen und Politiken – für die räumlichen Verteilungsmuster der Beschäftigung in Europa im Mittelpunkt. Einen besonderen Schwerpunkt bilden Fragen nach den damit verbundenen Wanderungsbewegungen (Abwanderung, jedoch die Rückwirkungen von Auslandscommunities auf die Ausgestaltung der lokalen Arbeitsmärkte) und den Konsequenzen für den territorialen Zusammenhalt. mehr info

Das Ziel des Projekts ist es zu untersuchen, inwiefern Umgangsweisen mit aquatischen Phänomenen wie zum Beispiel Fluten in Flussregionen von kulturspezifischem Wissen beeinflusst werden. Dabei liegt der Untersuchungsschwerpunkt auf Wahrnehmungen potenzieller Verwundbarkeit (Vulnerabilitätskonstruktionen) und lokalen Praktiken zur Minderung von Risiken (Resilienzkonstruktionen). mehr info

Das Forschungsprojekt ist Teil der interdisziplinären, DFG-Forschergruppe „Organisierte Kreativität: Praktiken der Induktion von und Umgang mit Unsicherheit“. Die empirische Analyse eines ästhetischen und eines wissenschaftlichen Feldes – Musik- und Pharmaindustrie – ermöglicht die Zusammenarbeit innerhalb der Forschergruppe auch über verschiedene Projekte hinweg. Das Projektteam am IRS legt den Fokus auf die verschiedenen Modi von Governance und die damit verbundenen Typen von Unsicherheit in kreativer pharmazeutischer Arbeit. mehr info

Ziel der ARL-Arbeitsgruppe ist es, Innovationen im Planungssystem zu eruieren, die sich aus den praktischen Erfahrungen mit regionaler Steuerung der Energiewende in Nordostdeutschland in den letzten Jahren ergeben haben. mehr info

In weiten Teilen Europas sind strukturschwache ländliche Regionen mit ähnlichen Problemen konfrontiert. Die wirtschaftliche Produktivität ist gering, ebenso das Angebot an qualifizierten Arbeitsplätzen. Bildungs- und kulturelle Angebote können in diesen Regionen nicht in dem Maße vorhanden sein wie in Agglomerationsräumen. RurInno setzt an dieser Stelle an. Es bringt Forscher und Praktiker aus zwei Forschungseinrichtungen und aus vier – in ländlichen Räumen arbeitenden – Sozialunternehmen zusammen, die gemeinsam drei Ziele verfolgen: Zum ersten den Wissensaustausch zwischen Forschung und Praxis zu fördern, zum zweiten das empirische Wissen über Bedingungen für soziale Innovationen im ländlichen Raum zu verbessern und zum dritten die Sichtbarkeit der Arbeit der sozialen Unternehmen in Politik und Gesellschaft zu erhöhen. mehr info

Der Umgang mit bisher noch nicht sanierten Altbauten ist gerade in stagnierenden und schrumpfenden Kommunen noch immer eine der wesentlichen Herausforderungen für die Verbesserung der Attraktivität innerstädtischer Quartiere, obwohl in den vergangenen Jahren schon eine Reihe von Instrumenten für deren Aktivierung entwickelt und erprobt wurde. Ziel dieses Ressortforschungsvorhabens ist es deshalb, die aktuelle Situation, die Altbaustrategien und die wesentlichen Trends in der Entwicklung von innerstädtischen Altbaubeständen darzustellen und zu bewerten. mehr info

Das Habilitationsprojekt befasst sich mit Energieräumen und neuen Geographien der Energiewende auf regionaler Ebene. Diese geographische Perspektive auf Energieräume bezieht sich sowohl auf materielle Phänomene wie Energieinfrastrukturen und Energielandschaften als auch auf soziale und politische Phänomene wie Formen raumbezogener Energie-Governance mit ihren Akteurskonstellationen, Machtbeziehungen und Subjektivierungen. mehr info

2015

In his dissertation project, Andreas Kuebart researches the phenomenon of seed accelerators from the perspective of relational economic geography. The project aims to study seed accelerators as interfaces between newly created business on the one hand and specialized expertise mobilized in dense local and trans-local communities, social capital that resides in strategic networks and sub-sequent venture capital investments on the other. The rapid spread of the concept of seed accelerators itself show the relevance of establishing new ventures for the digital age, while this topic has been missing on the radar of economic geography so far. mehr info

Während des letzten Jahrzehnts ist vor allem in westlichen Industrieländern aber auch drüber hinaus eine große Bandbreite von Orte für kreatives Arbeiten, Basteln und Experimentieren aber auch für freischaffendes Arbeiten gegründet worden. Ziel des 2015 gestarteten BMBF-Projekts „Open Creative Labs in Deutschland“ ist, diese Orte in den Metropolregionen Deutschlands zu identifizieren und hinsichtlich ihrer Typisierung, räumlichen Verteilung und Bedeutung für Städte und Regionen zu analysieren. mehr info

Die Diskussion über den Erhalt, Abriss oder Umbaumaßnahmen des gebauten Erbes der ‚autogerechten Stadt‘ erfährt gerade unter den sich verändernden Mobilitätsentwicklungen in den Städten eine neue Aktualität und wird auch breit in den Medien debattiert und illustriert. Ziel des Dissertationsvorhabens von Lisa Kreft ist es, den widersprüchlichen und komplexen historischen Fachdiskurs mit seinen Ebenen vergleichend zu analysieren, um Argumentationspfade zu identifizieren und damit ein besseres Verständnis für die aktuellen Debatten zu gewinnen. mehr info

Das Forschungsvorhaben untersucht Prozesse der sozialen Konstruktion von Werten am Beispiel der Pelzindustrie aus räumlicher Perspektive. Das Forschungsvorhaben soll einen konzeptionellen Beitrag zum Verständnis der sozialen Konstruktion von Werten leisten, in dem assoziative und dissoziative Praktiken gleichgewichtig behandelt werden. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verfolgen Prozesse der Werterzeugung entlang der gesamten Wertschöpfungskette zurück. mehr info

Das Forschungsprojekt widmet sich am Beispiel von Regionen in Ghana und Indonesien aktuellen Umweltveränderungen, die auf die Küstengebiete ein- und rückwirken und setzt diese in Beziehung zu den sich ebenfalls verändernden Migrations- und Mobilitätsmustern. Ein besonderes Forschungsinteresse des Teilprojektes am IRS liegt in der Betrachtung von migrant trajectories, die unter anderem durch migration industries gespeist werden. mehr info

Die Entwicklung europäischer Städte nach 1945 wurde entscheidend von den Raumansprüchen des Automobilverkehrs und den damit verbundenen Mobilitätsmustern bestimmt. Dabei kam es zu einer widersprüchlichen Entwicklung: Während das planerische Leitbild der „autogerechten Stadt“ spätestens seit den 1970er Jahren zunehmend an Wirkungskraft verlor, nahmen Mobilität und insbesondere der städtische Autoverkehr vielerorts weiterhin zu. Das Leitprojekt untersucht in mehreren Fallstudien zentrale, bisher nicht erforschte Widersprüche innerhalb dieser Entwicklung in historischer Perspektive. Zentrale Analyseperspektiven betreffen die Rolle kommunaler Akteure, Planer und der Öffentlichkeit, die Überformung des Gebäudebestands durch Ausbauprojekte von Straßen sowie den Zusammenhang zwischen Autoverkehr und städtischer Freiraumgestaltung. mehr info

Die europäischen Städte, seit den 1990er Jahren durch den wirtschaftlichen Strukturwandel mit zunehmenden sozialräumlichen Ungleichentwicklungen konfrontiert, mussten sich mit der Globalisierung neu erfinden. Übergreifend ist dabei ein starkes Interesse an der Generierung von Zuwanderung. Dabei kommt es vielfach zu einer Diskrepanz zwischen dem gewünschten Zuzug Hochqualifizierter, sozial bessergestellter Schichten und kreativer Klassen und zum Teil ungeplanter Zuwanderung durch Arbeitsmigranten, temporären Bewohnern und Flüchtlingen. Im Leitprojekt untersuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, inwieweit diese Diskrepanz auf die Stadtentwicklungsprozesse zurückwirkt. mehr info

Das Leitprojekt erforscht Landgemeinden in strukturschwachen ländlichen Regionen, in denen Bürger sowie gesellschaftliche Akteure aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft kreative Projekte zur Lösung ihrer lokalen Problemlagen entwickelt haben. Ziel der Forschung im Leitprojekt ist die Analyse solcher innovativen Projekte. Das Spektrum des bürgerschaftlichen Engagements in den ausgewählten Landgemeinden umfasst die Bereiche regenerative Energien, Nahversorgung sowie Kunst und Kultur. mehr info

Die Energiewende in Deutschland verändert – wie auch vergleichbare Transformationen in anderen Staaten – bisherige Raumnutzungen und -strukturen und stellt zugleich eine Herausforderung für die raumbezogene Politik dar. Die räumliche Gestaltung von sogenannten „energy transitions“ durch Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ist eine gesamtgesellschaftliche Problemstellung. Das Leitprojekt lenkt den Fokus auf einen Aspekt der Energiewende, der politisch wie wissenschaftlich besonders vielversprechend ist: neue Energieräume. mehr info

Gegenstand des Leitprojekts sind neue, offene Orte kreativer Wissensarbeit, die gegenwärtig unter verschiedenen Namen, wie z.B. Fab Labs, Coworking Spaces oder Maker Spaces, firmieren. Sie haben gemeinsam, dass sie dauerhafte Organisationen sind, die Arbeitsräume und technische Infrastrukturen temporär an Nutzer vergeben und dabei eine hohe soziale (und kuratierte) Offenheit aufweisen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen solche Orte als „lokale Anker“, da Ideen in ihnen für eine bestimmte Zeit weiterentwickelt werden, ohne diese zwangsläufig langfristig an den Ort zu binden. mehr info

2014

Windenergie wird als eine zentrale Technologie zur Verwirklichung von Klimaschutzzielen und der Förderung ländlicher Regionen gesehen. Viele Länder unterstützen daher den Bau von Windenergieanlagen. Die Literatur zur sozialen Akzeptanz der Windenergie hat bislang vielzählige Aspekte untersucht, jedoch besteht Unklarheit über die Rolle von Macht und energiepolitischen Diskursen in diesen neu entstehenden Energieräumen. Welche Rolle Diskursdynamiken in Auseinandersetzung um Windenergieanlagen spielen, ist daher Fokus des Dissertationsvorhabens. mehr info

In Deutschland werden Zwischennutzungen in unterschiedlichen funktionalen und räumlichen Kontexten strategisch in Prozesse der Stadtentwicklung eingebunden, um neue Entwicklungsperspektiven für leerstehende Flächen, Gebäude und schließlich ganze Quartiere zu initiieren. Wie kommt es zur Entstehung, Verbreitung und schließlich zur Etablierung solch neuartiger Planungsansätze? In seiner Dissertation untersucht Thomas Honeck diese Fragen anhand des empirischen Gegenstandes der Zwischennutzung im deutschen Planungssystem. mehr info

While the German energy transition, Energiewende, is often portrayed as a rural phenomenon, it is widely recognised that the reconfiguration of urban energy systems is a key strategy of climate change mitigation. Thus, there has been a politics revolving about issues how to readjust these systems both technologically and organisationally. In many German cities, debates about to which end urban energy grids should be run, resulted in conflicts about deprivatising urban energy systems – either through state or cooperative ownership. This dissertation project focusses on the cities of Berlin and Hamburg both of which have experienced major conflicts about the future of the city's energy grid and provision. mehr info

Das Promotionsvorhaben von Oliver Koczy befasst sich mit Innovationsprozessen in der Planung. Anhand des Stadt- und Quartiersentwicklungsverfahrens „Quartiersmanagement“ wird untersucht, wie sich vormals neuartige Verfahren und Instrumente in der Planungspraxis nach ihrer Durchsetzung und Institutionalisierung in Normen und Rechtsgrundlagen weiterhin transformieren. Es sollen Prozesse nachgewiesen werden, bei denen Innovationen bzw. ihre Elemente in andere Kontexte ausstrahlen. mehr info

Migration und Mobilität sind seit langem ein Mittel sozialer Organisation in vielen Regionen. Diese Migrationsbewegungen speisen sich aus Migrationserfahrungen früherer MigrantInnen, sind eine Reaktion auf ökonomische und politische Entwicklungen, kulturelle und soziale Einflüsse und basieren auf (Migrations)netzwerken und Migrationsnarrativen. Der Fokus des Dissertationsvorhabens von Usha Ziegelmayer liegt auf der Analyse der migrant trajectories in zwei Forschungsregionen sowie deren Theoretisierung im Kontext von Umweltwandel. mehr info

Im Habilitationsprojekt "Public Policy and Gentrification in London, Berlin and St. Petersburg" untersucht Dr. Matthias Bernt von 2014 bis 2017 vergleichend Regenerierungspolitiken und Gentrifizierungsprozesse in Berlin, London und St. Petersburg. Er analysiert dabei, welchen Einfluss verschiedene institutionelle Kontexte, Planungspolitiken und Eigentumsverhältnisse auf Verläufe und Dynamiken von Gentrifizierungsprozessen haben. mehr info

Abgeschlossene Projekte

nach Forschungsabteilungen und Bereichen

Direktorat

Befunde aus der empirischen Raumforschung wie auch Alltagsbeobachtungen über Raumentwicklung zeigen, dass es oft ganz bestimmte Akteure sind, die als Triebkräfte in Raumentwicklungsprozessen wirken, indem sie Neues ausprobieren, bisherige Pfade verlassen, wichtige Anstöße für einen institutionellen Wandel geben, Lösungsansätze für sozialräumliche Problemlagen entwickeln und damit an der Konstruktion neuer (Raum)wirklichkeiten mitwirken. Ziel des abteilungsübergreifenden Projekts war es, die differenzierten Wissensformen, Handlungspraktiken und Kooperationsstrategien von Schlüsselakteuren bei der Katalyse raumbezogener Entwicklungsprozesse herauszuarbeiten und ihre Rolle für Transformationen und institutionellen Wandel zu begreifen. mehr info

Vulnerabilität und Resilienz sind keine neuen Begriffe in jenen Wissenschaften, die sich mit Gefahren für die Funktionsweise von komplexen Systemen beschäftigen. Aus der Humanökologie und Psychologie kommend, wurden die dahinter stehenden Konzepte später auch von den Sozialwissenschaften zu Eigen gemacht. Diese suchen Antworten darauf, wie Menschen die vielfältigen Risiken ihrer Existenzen wahrnehmen und verarbeiten. In den Jahren 2010 bis 2012 hat das IRS an der theoretischen Fundierung der Begriffe gearbeitet und sie für den Einsatz in sozialen, politischen oder ökonomischen Kontexten weiterentwickelt. mehr info

Dynamiken von Wirtschaftsräumen

In seinem Dissertationsvorhaben untersucht Lukas Vogelgsang den Einfluss von Routinen und Improvisation auf Organsationsprozesse. Die Arbeit, im Schnittfeld von Management und Wirtschaftsgeographie angesiedelt ist, hinterfragt damit den Zusammenhang zwischen Routinisierungen und Unsicherheit. Vogelgsang argumentiert, dass manche Routinen Unsicherheiten nicht verringern, sondern reproduzieren. Als Ergebnis des Qualifizierungsprojekts soll das Konzept einer Offenen Routine stehen. mehr info

Das Forschungsprojekt ist Teil der interdisziplinären, DFG-Forschergruppe „Organisierte Kreativität: Praktiken der Induktion von und Umgang mit Unsicherheit“. Die empirische Analyse eines ästhetischen und eines wissenschaftlichen Feldes – Musik- und Pharmaindustrie – ermöglicht die Zusammenarbeit innerhalb der Forschergruppe auch über verschiedene Projekte hinweg. Das Projektteam am IRS legt den Fokus auf die verschiedenen Modi von Governance und die damit verbundenen Typen von Unsicherheit in kreativer pharmazeutischer Arbeit. mehr info

In his dissertation project, Andreas Kuebart researches the phenomenon of seed accelerators from the perspective of relational economic geography. The project aims to study seed accelerators as interfaces between newly created business on the one hand and specialized expertise mobilized in dense local and trans-local communities, social capital that resides in strategic networks and sub-sequent venture capital investments on the other. The rapid spread of the concept of seed accelerators itself show the relevance of establishing new ventures for the digital age, while this topic has been missing on the radar of economic geography so far. mehr info

Während des letzten Jahrzehnts ist vor allem in westlichen Industrieländern aber auch drüber hinaus eine große Bandbreite von Orte für kreatives Arbeiten, Basteln und Experimentieren aber auch für freischaffendes Arbeiten gegründet worden. Ziel des 2015 gestarteten BMBF-Projekts „Open Creative Labs in Deutschland“ ist, diese Orte in den Metropolregionen Deutschlands zu identifizieren und hinsichtlich ihrer Typisierung, räumlichen Verteilung und Bedeutung für Städte und Regionen zu analysieren. mehr info

Das Forschungsvorhaben untersucht Prozesse der sozialen Konstruktion von Werten am Beispiel der Pelzindustrie aus räumlicher Perspektive. Das Forschungsvorhaben soll einen konzeptionellen Beitrag zum Verständnis der sozialen Konstruktion von Werten leisten, in dem assoziative und dissoziative Praktiken gleichgewichtig behandelt werden. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verfolgen Prozesse der Werterzeugung entlang der gesamten Wertschöpfungskette zurück. mehr info

Gegenstand des Leitprojekts sind neue, offene Orte kreativer Wissensarbeit, die gegenwärtig unter verschiedenen Namen, wie z.B. Fab Labs, Coworking Spaces oder Maker Spaces, firmieren. Sie haben gemeinsam, dass sie dauerhafte Organisationen sind, die Arbeitsräume und technische Infrastrukturen temporär an Nutzer vergeben und dabei eine hohe soziale (und kuratierte) Offenheit aufweisen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen solche Orte als „lokale Anker“, da Ideen in ihnen für eine bestimmte Zeit weiterentwickelt werden, ohne diese zwangsläufig langfristig an den Ort zu binden. mehr info

Das Promotionsvorhaben von Oliver Koczy befasst sich mit Innovationsprozessen in der Planung. Anhand des Stadt- und Quartiersentwicklungsverfahrens „Quartiersmanagement“ wird untersucht, wie sich vormals neuartige Verfahren und Instrumente in der Planungspraxis nach ihrer Durchsetzung und Institutionalisierung in Normen und Rechtsgrundlagen weiterhin transformieren. Es sollen Prozesse nachgewiesen werden, bei denen Innovationen bzw. ihre Elemente in andere Kontexte ausstrahlen. mehr info

Das DFG-Forschungsprojekt „Innovationen in der Planung: Wie kommt Neuartiges in die räumliche Planung?“ (InnoPlan) untersuchte den Prozess der Entstehung, Verbreitung und Durchsetzung neuer Planungsverfahren und -instrumente. Dabei übertrug es das sozialwissenschaftliche Konzept der „gesellschaftlichen Innovation“ auf Handlungsfelder der Stadt- und Regionalplanung. Die untersuchten Handlungsfelder waren „Planung und Bau neuer Stadtteile“, „Zwischennutzungen und Raumpioniere“, „Lernende Region“ sowie „Quartiersmanagement in benachteiligten Stadtgebieten“. mehr info

Das IRS erstellte in Zusammenarbeit mit dem Geographischen Institut der Humboldt-Universität zu Berlin im Auftrag der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung eine umfassende Aufstellung der Berliner Lab-Szene. mehr info

Große Forschungsinfrastrukturen, wie etwa ein Elektronensynchroton oder ein Forschungsreaktor, sind für viele experimentelle Zweige der Grundlageforschung notwendig. Ihre sehr kostspielige Unterhaltung lässt sich jedoch immer weniger allein durch ihren Nutzen für die Grundlagenforschung legitimieren, vielmehr wird vermehrt gefordert, sie sollen auch gesellschaftlichen Nutzen bringen, etwa indem sie Europäische Unternehmen dabei unterstützen, innovativer und damit wettbewerbsfähiger zu werden. In diesem Projekt evaluierte das IRS die Kooperationen von Großforschungseinrichtungen im Ostseeraum im Hinblick auf die dezentrale, verteilte Nutzung der Forschungsinfrastruktur. mehr info

Dieses Leitprojekt zielte auf einen systematischen Vergleich von Innovationsverläufen ab, die unterschiedliche Quellen für Innovation in Wert setzen. Zur Erfassung unterschiedlicher Innovationsverläufe haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler qualitative Fallstudien in Form von Innovationsbiographien erhoben. Die Forschungen haben deutlich gezeigt, dass Innovationsprozesse einen ausgeprägt multi-lokalen Charakter haben. In keiner der Fallstudien ist der Prozess im Rahmen territorialer Grenzen geblieben. Vielmehr konnte gezeigt werden, dass unterschiedliche Phasen im Innovationsprozess unterschiedliche räumliche Anforderungen stellen. mehr info

Technologieparks wird heute eine wichtige Rolle für die Stadt- und Regionalentwicklung zugeschrieben. In ihnen sollen durch die räumliche Nachbarschaft zwischen Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen einerseits und wissensintensiven, technologisch orientierten Unternehmen andererseits wirtschaftlich relevante Synergien entstehen. Im Zentrum des vom IRS in Leadpartnerschaft durchgeführten Projektes stand die Verbesserung des Wissensnetzwerkmanagements in Technologieparks in sechs Europäischen Regionen. Durch den inter-regionalen Austausch und Vergleich von Konzepten, Erfahrungen, Politikinstrumenten sowie Ideen sollte sich das Management von Technologieparks in allen Regionen verbessern. mehr info

Institutionenwandel und regionale Gemeinschaftsgüter

Städte verursachen weltweit etwa 70 Prozent der Treibhausgasemissionen, sind aber auch besonders stark von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Insbesondere extreme Wetterereignisse wie Starkregen, Hochwässer und Hitzewellen haben hohe Sachschäden zur Folge und wirken sich – aufgrund inadäquater Verhaltensweisen in Gefahrenlagen und mangelnder Vorsorge – negativ auf die Gesundheit der Bewohnerinnen und Bewohner aus. Das BMBF-Forschungsprojekt „Urbane Resilienz gegenüber extremen Wetterereignissen - Typologien und Transfer von Anpassungsstrategien in kleinen Großstädten und Mittelstädten“ (ExTrass) verfolgt das Ziel, die Resilienz der Städte in enger Zusammenarbeit mit Stadtverwaltungen, Strukturen des Bevölkerungsschutzes und der Zivilgesellschaft messbar zu stärken. mehr info

Das ReNEW-Projekt ist das zentrale Forschungsprojekt des Leibniz-Forschungsverbundes Energiewende (LVE). Es ist darauf gerichtet, drei Spannungsfelder der Energiewende zu systematisieren und zu erkunden und die jeweiligen Ergebnisse für die Fachöffentlichkeit zu vermitteln: zentrale versus dezentrale Energiesysteme, öffentliche versus private Interessen und globale versus lokale Wirkungen. mehr info

Ziel der ARL-Arbeitsgruppe ist es, Innovationen im Planungssystem zu eruieren, die sich aus den praktischen Erfahrungen mit regionaler Steuerung der Energiewende in Nordostdeutschland in den letzten Jahren ergeben haben. mehr info

Das Habilitationsprojekt befasst sich mit Energieräumen und neuen Geographien der Energiewende auf regionaler Ebene. Diese geographische Perspektive auf Energieräume bezieht sich sowohl auf materielle Phänomene wie Energieinfrastrukturen und Energielandschaften als auch auf soziale und politische Phänomene wie Formen raumbezogener Energie-Governance mit ihren Akteurskonstellationen, Machtbeziehungen und Subjektivierungen. mehr info

Die Energiewende in Deutschland verändert – wie auch vergleichbare Transformationen in anderen Staaten – bisherige Raumnutzungen und -strukturen und stellt zugleich eine Herausforderung für die raumbezogene Politik dar. Die räumliche Gestaltung von sogenannten „energy transitions“ durch Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ist eine gesamtgesellschaftliche Problemstellung. Das Leitprojekt lenkt den Fokus auf einen Aspekt der Energiewende, der politisch wie wissenschaftlich besonders vielversprechend ist: neue Energieräume. mehr info

Windenergie wird als eine zentrale Technologie zur Verwirklichung von Klimaschutzzielen und der Förderung ländlicher Regionen gesehen. Viele Länder unterstützen daher den Bau von Windenergieanlagen. Die Literatur zur sozialen Akzeptanz der Windenergie hat bislang vielzählige Aspekte untersucht, jedoch besteht Unklarheit über die Rolle von Macht und energiepolitischen Diskursen in diesen neu entstehenden Energieräumen. Welche Rolle Diskursdynamiken in Auseinandersetzung um Windenergieanlagen spielen, ist daher Fokus des Dissertationsvorhabens. mehr info

While the German energy transition, Energiewende, is often portrayed as a rural phenomenon, it is widely recognised that the reconfiguration of urban energy systems is a key strategy of climate change mitigation. Thus, there has been a politics revolving about issues how to readjust these systems both technologically and organisationally. In many German cities, debates about to which end urban energy grids should be run, resulted in conflicts about deprivatising urban energy systems – either through state or cooperative ownership. This dissertation project focusses on the cities of Berlin and Hamburg both of which have experienced major conflicts about the future of the city's energy grid and provision. mehr info

Das internationale Projekt UrbanRain, finanziert durch den schwedischen Forschungsrat Formas, untersuchte Chancen und Herausforderungen bei der Planung dezentraler Technologien der Regenwassernutzung in europäischen Großstädten. mehr info

Das Forschungskonsortium „Post-Carbon Cities of Tomorrow – foresight for sustainable pathways towards liveable, affordable and prospering cities in a world context (POCACITO)“ mit Beteiligung des IRS entwickelt im Zeitraum von 2014 bis 2016 eine Roadmap für den Übergang zu einem nachhaltigen, post-fossilen Wirtschaftsmodell für europäische Städte. Darunter subsummieren sich Veränderungen in den Energiesystemen, der Wasserversorgung, dem Verkehr, der Abfallwirtschaft, den regionalen Wirtschaftskreisläufen, dem Wohnen, dem Umweltschutz und der politischen Steuerung und Bildung. mehr info

Das Ziel des BMBF-Verbundprojekts war es, die Realisierung neuer gemeinwohl-orientierter Institutionen im Energiebereich wissenschaftlich vorzubereiten, in der Praxis zu begleiten und die gewonnenen Erkenntnisse zielgruppengerecht der interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. mehr info

Im dritten Teil des Gemeinsamen Raumordnungskonzepts Energie und Klima für Berlin und Brandenburg stand die Frage im Mittelpunkt, wie Kulturlandschaften im Zeichen des Klimawandels und der Energiewende zukünftig gestaltet werden können. Im Rahmen des Projekts wurden in zwei ausgewählten Beispielräumen – dem Barnim als Kulturlandschaft im Klimawandel und der Energielandschaft Prignitz – Dialogprozesse durchgeführt und in einem Gutachten ausgewertet. mehr info

In der Studie im Auftrag der Rosa-Luxemburg-Stiftung wurde der Begriff „Energiedemokratie“ theoretisch genauer bestimmt und in Bezug zu Debatten um Gemeinwohl und gesellschaftliche Teilhabe gesetzt. Hierfür wurden ausgewählte Ansätze aus der sozialwissenschaftlichen Energieforschung kritisch diskutiert und ein Kriterienkatalog für eine Definition von Energiedemokratie und die Verankerung von Gemeinwohlzielen im Energiebereich entwickelt. mehr info

Die Umstellung der Energiesysteme von fossilen und atomaren Energieträgern zu erneuerbaren Energien und zu mehr Energieeffizienz ist raumpolitisch von hoher Brisanz. Die Energiewende vollzieht eine räumliche Rekonfiguration der Energieerzeugung, -versorgung und -nutzung. Sie führt zu neuen Anforderungen an institutionelle Arrangements und Governance-Formen der Infrastruktur-, Kulturlandschafts- und Regionalpolitik. Die Aufgabe dieses Leitprojekts bestand darin, Materialität und Macht hinsichtlich ihrer Relevanz für die Erforschung regionaler Gemeinschaftsgüter theoretisch-konzeptionell anhand des Handlungsfelds „Energie“ zu erschließen. mehr info

Beispiele für aktuelle Trends in der Energiewirtschaft sind die Debatten um die Rekommunalisierung von Energieversorgungsunternehmen bzw. Netzen oder auch die Entwicklung und Umsetzung regionaler Energie- und Klimaschutzkonzepte. Am Ende der Studie für die Rosa-Luxemburg-Stiftung stand eine Zusammenstellung aktueller Herausforderungen für die lokale und regionale Energiepolitik sowie ein Ausblick auf weitere Forschungsbedarfe. mehr info

Ausgangspunkt für das BMBF-Verbundprojekt ELaN war die bisherige Praxis, gereinigtes Abwasser über Oberflächengewässer abzuleiten, womit es der Landschaft verloren geht. Angesichts zunehmender Trockenheit, sinkender Grundwasserstände und des Nährstoffbedarfs der Böden bietet sich die Nutzung von gereinigtem Abwasser als Bestandteil eines nachhaltigen Wasser- und Landmanagements in der Region Berlin-Brandenburg an. mehr info

Der Erfolg von Initiativen zur Stärkung eines integrierten Wasserresourcen-Managements (IWRM) ist in hohem Maße davon abhängig, inwieweit die jeweiligen Interventionen den konkreten institutionellen Kontext berücksichtigen, in dessen Rahmen diese Maßnahmen umgesetzt werden sollen. Insbesondere IWRM-Projekten in Entwicklungs- und Transformationsländern wird oftmals vorgeworfen, die vorherrschenden politischen und institutionellen Rahmenbedingungen auf lokaler, regionaler, nationaler und transnationaler Ebene nicht ausreichend zu berücksichtigen. Zukünftige Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich IWRM sollten deshalb eine fortlaufende Analyse institutioneller Möglichkeiten und Zwänge als einen Kernbestandteil ihrer Arbeitsprogramme verstehen. Um diesen Prozess zu befördern bedarf es geeigneter analytischer Instrumentarien. mehr info

Das IRS führte im Rahmen des BMBF-Forschungsverbundes „Verlust der Nacht“ zwei Teilprojekte mit sozial- bzw. geschichtswissenschaftlicher Ausrichtung durch. Das sozialwissenschaftliche Teilprojekt analysierte gegenwärtige Interessenslagen und Problemwahrnehmungen zur „Lichtverschmutzung“ sowie Handlungsmöglichkeiten der relevanten Stakeholder für eine Reduzierung der Lichtverschmutzung. Die geschichtswissenschaftliche Studie nahm die historischen Gründe für die Attraktivität und Verbreitung des künstlichen Lichts in den Blick. Dabei wurden insbesondere seine gesellschaftlichen Funktionen – und damit die Interessenlagen der Akteure – beleuchtet. mehr info

Mit der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) hat sich die Regulation von Wasserressourcen in räumlicher Hinsicht stark verändert: Zum einen haben europäische, nationale und subnationale Akteure begonnen, ebenenübergreifende Formen der Zusammenarbeit zu entwickeln; zum anderen wurde mit der „Flussgebietseinheit“ quer zu den bestehenden politisch-administrativen Einheiten eine neue Maßstabsebene der wasserwirtschaftlichen Planung in Deutschland geschaffen. Im Fokus des DFG-Projekts RESCALE standen staatliche und gesellschaftliche Akteure, die durch das Agieren auf verschiedenen räumlichen Maßstabsebenen bei der Umsetzung der WRRL versuchten, ihre Einflussmöglichkeiten zu erhöhen. mehr info

Durch den Klimawandel werden Niedrigwasserphasen an Flüssen – ebenso wie Hochwasserereignisse – in Zukunft weiter an Häufigkeit und Intensität gewinnen. Als Folge dessen ist im Raum Berlin-Brandenburg mit der Entstehung neuer und einer Verschärfung bereits bestehender Wasser- und Flächennutzungskonflikte zwischen Flussanrainern zu rechnen. Ziel des BMBF-Verbundprojektes INKA BB war es, räumliche Anpassungsstrategien an den Klimawandel im Raum Brandenburg-Berlin exemplarisch zu entwickeln und umzusetzen. mehr info

In raumentwicklungspolitischen und raumwissenschaftlichen Debatten hat der Begriff „Kulturlandschaft“ zuletzt hohe Aufmerksamkeit erfahren. Das Dissertationsprojekt von Dr. Ludger Gailing widmete sich daher der Aufgabe, die bisherige Raum- und Landschaftsforschung zu Kulturlandschaften um sozial- und insbesondere um politikwissenschaftliche Aspekte zu erweitern. Gailing kam zu dem Ergebnis, dass Kulturlandschaften gesellschaftlich konstruiert sind. Bestimmend sind dabei sowohl Institutionen, etwa Rechtsverordnungen, Förderprogramme, Raumbilder sowie Symbole der Kulturlandschaft, als auch Governance-Formen, also Handlungs- und Steuerungsmodi der beteiligten Akteure. mehr info

Das Vorhaben ist innerhalb des DFG-Bündelantrags „KULAKon – Konstituierung von Kulturlandschaft“ angesiedelt und fokussiert auf die sektoralen Institutionensysteme sowie auf Formen einer kulturlandschaftsbezogenen Governance, die Beiträge zu deren Koordination und Interaktion leisten. Es werden Forschungsstränge der sozialwissenschaftlichen Institutionen- sowie der Governanceforschung mit empirischen Untersuchungen zur Konstituierung von Kulturlandschaften als Handlungsräumen verbunden. Im Mittelpunkt der Untersuchungen steht die Gewinnung grundlegender Erkenntnisse zur inneren Systemlogik ausgewählter sektoraler Institutionensysteme sowie zu ihrem Beitrag für die Konstituierung einzelner Kulturlandschaften und für Formen kulturlandschaftsbezogener Governance. mehr info

Kommunikations- und Wissensdynamiken im Raum

In dem abteilungsübergreifenden Drittmittelprojekt „MedPlan“ untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IRS, wie sich städtebauliche Planungsprozesse mit dem Einsatz neuer Medien verändern. Dazu integrieren sie kommunikations- und planungswissenschaftliche Forschungsansätze mit einer historischen Perspektive auf Mediatisierungsprozesse in der Planung im 20. Jahrhundert. Darüber hinaus erprobt das Projekt ein neues Format der Doktoranden- und Postdoktoranden-Ausbildung und wird daher in der Förderlinie „Nachwuchsförderung“ im Rahmen des SAW-Verfahrens der Leibniz-Gemeinschaft gefördert. Es startete im April 2017 und hat eine Laufzeit von drei Jahren. mehr info

Stadtquartiere sehen sich immer stärker einem Wandlungsdruck ausgesetzt, der durch Entwicklungen von Warenproduktion, -konsumption und -transport erzeugt wird. Die Bestellung und Lieferung von Waren hat enorm zugenommen und umfasst neben klassischen Waren des mittel- und langfristigen Bedarfs auch immer stärker die Versorgung mit Lebensmitteln. Die dadurch entstehenden kleinteiligen Sendungsstrukturen, aber auch das Mengenwachstums des Sendungsvolumens stellen eine Herausforderung für die Städte dar. Auf der einen Seite entstehen Umweltbelastungen durch Schadstoffausstoß der Lieferfahrzeuge, zum anderen hemmen diese den Verkehrsfluss und erzeugen Gefahrensituationen. Das BMBF-Forschungsprojekt „Stadtquartier 4.0“ soll Auswege und Lösungsmöglichkeiten für Städte und Stadtquartiere aufzeigen und erproben. mehr info

Die Europäische Kommission konstatiert in ihrem Bericht „Social innovation research in the European Union“ (EU 2013) einen Mangel an Forschungen zu sozialen Innovationen in ländlichen Regionen. RurAction füllt diese Forschungslücke. Das Forschungs- und Ausbildungsnetzwerk bringt renommierte Wissenschaftler und erfahrene Praktiker aus Bereichen der sozialwissenschaftlichen Raumforschung, der sozialen Innovationsforschung und des sozialen Unternehmertums zusammen, um zu erforschen, wie in strukturschwachen ländlichen Regionen sozial-innovative Lösungen für bestehende Problemlagen entwickelt werden. mehr info

Das Ziel des Projekts ist es zu untersuchen, inwiefern Umgangsweisen mit aquatischen Phänomenen wie zum Beispiel Fluten in Flussregionen von kulturspezifischem Wissen beeinflusst werden. Dabei liegt der Untersuchungsschwerpunkt auf Wahrnehmungen potenzieller Verwundbarkeit (Vulnerabilitätskonstruktionen) und lokalen Praktiken zur Minderung von Risiken (Resilienzkonstruktionen). mehr info

In weiten Teilen Europas sind strukturschwache ländliche Regionen mit ähnlichen Problemen konfrontiert. Die wirtschaftliche Produktivität ist gering, ebenso das Angebot an qualifizierten Arbeitsplätzen. Bildungs- und kulturelle Angebote können in diesen Regionen nicht in dem Maße vorhanden sein wie in Agglomerationsräumen. RurInno setzt an dieser Stelle an. Es bringt Forscher und Praktiker aus zwei Forschungseinrichtungen und aus vier – in ländlichen Räumen arbeitenden – Sozialunternehmen zusammen, die gemeinsam drei Ziele verfolgen: Zum ersten den Wissensaustausch zwischen Forschung und Praxis zu fördern, zum zweiten das empirische Wissen über Bedingungen für soziale Innovationen im ländlichen Raum zu verbessern und zum dritten die Sichtbarkeit der Arbeit der sozialen Unternehmen in Politik und Gesellschaft zu erhöhen. mehr info

Das BMBF Forschungsprojekt „Crowd Production“ leistete einen Beitrag zur Entwicklung von Bischofswerda und zur Erforschung von Innovationsprozessen. Das IRS war für das Teilprojekt „Wissenschaftliche Konzeption und Begleitung der Zukunftswerkstatt Bischofswerda sowie Evaluation des Gesamtprozesses“ zuständig. mehr info

Das Leitprojekt erforscht Landgemeinden in strukturschwachen ländlichen Regionen, in denen Bürger sowie gesellschaftliche Akteure aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft kreative Projekte zur Lösung ihrer lokalen Problemlagen entwickelt haben. Ziel der Forschung im Leitprojekt ist die Analyse solcher innovativen Projekte. Das Spektrum des bürgerschaftlichen Engagements in den ausgewählten Landgemeinden umfasst die Bereiche regenerative Energien, Nahversorgung sowie Kunst und Kultur. mehr info

In Deutschland werden Zwischennutzungen in unterschiedlichen funktionalen und räumlichen Kontexten strategisch in Prozesse der Stadtentwicklung eingebunden, um neue Entwicklungsperspektiven für leerstehende Flächen, Gebäude und schließlich ganze Quartiere zu initiieren. Wie kommt es zur Entstehung, Verbreitung und schließlich zur Etablierung solch neuartiger Planungsansätze? In seiner Dissertation untersucht Thomas Honeck diese Fragen anhand des empirischen Gegenstandes der Zwischennutzung im deutschen Planungssystem. mehr info

Das Projekt befasste sich mit Raumpionieren, die in sozial benachteiligten Stadtquartieren versuchen, neuartige, sozial-innovative Projekte entweder selbst zu entwickeln oder aber neue Projekte von andernorts aufzugreifen, zu modifizieren und vor Ort mit dem Ziel der Verbesserung von Lebensqualität umzusetzen. Die Akteure sind mit ihrem sozial-innovativ und reflexiv angelegten Handeln potenzielle Motoren für die Quartiersentwicklung. Das Projekt knüpfte an Diskussionen um zivilgesellschaftliches Engagement und Konfliktbeziehungen zwischen Akteuren der Bottom-up- und Top-down-Ebene in der Raumentwicklung an. mehr info

Im Modellprojekt des Förderprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“ des Bundesministeriums des Innern, ging es darum, auf ländliche Räume angepasste, innovative Medienstrategien, Kommunikations- wie auch Interaktionsformen zu entwickeln, zu etablieren und zu verbreiten, um auf diesem Wege demokratisches Engagement, Partizipation und Kreativität zu wecken. Das IRS unterstützte die Projektdurchführung mittels der Aufarbeitung des Forschungsstandes zu zivilgesellschaftlichem Engagement, Teilhabe und Kommunikation in ländlichen Regionen. mehr info

In seinem Dissertationsprojekt ging Thorsten Heimann der Frage nach, wie sich kulturelle Unterschiede im Umgang mit Klimawandel an europäischen Küsten beschreiben und erklären lassen. Dazu entwickelte er das Konzept des relationalen Kulturraums, erarbeitete umweltsoziologische Erklärungsansätze und prüfte diese anhand einer Befragung von mehr als 800 Akteuren der Raumentwicklung europäischer Küstenstaaten. mehr info

Das Teilprojekt „Gesellschaftliche Verarbeitungen des Klimawandels“ des „Potsdamer Forschungsverbundes für Naturgefahren, Klimawandel und Nachhaltigkeit“ (PROGRESS) untersuchte mit sozialwissenschaftlichen Methoden, wie Klimaveränderungen im Nord- und Ostseeraum antizipiert, wahrgenommen und in Handeln übersetzt werden. Durch die Untersuchung von Mediendiskursen und Expertenaussagen konnten Grundsätze und Maßnahmen identifiziert werden, die für eine erfolgreiche klimawandelbezogene Planung entscheidend sind. mehr info

Regenerierung von Städten

Die Zahl der Asylbewerber und Flüchtlinge ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen, mit einem Höchststand in 2015. Für die Städte und Gemeinden ergeben sich hieraus neue Herausforderungen und Integrationsanforderungen. Im Fokus der Studie steht eine angemessene Wohnraumversorgung der Flüchtlinge als wichtige Komponente der Integration. Es wird untersucht, inwieweit es gelingt, dass sich die Flüchtlinge auf dem regulären Wohnungsmarkt versorgen. Darüber hinaus werden die regionale Verteilung und die Unterbringungsformen während und nach dem Asylverfahren untersucht. mehr info

Die Projektpartner erarbeiten quantitative und qualitative Grundlageninformationen zur aktuellen Dynamik des Arbeitsmarktes auf nationaler und regionaler Ebene in Europa. Dabei stehen die Schlüsselentwicklungen und die wesentlichen Faktoren – etwa lokale und regionale Bedingungen und Politiken – für die räumlichen Verteilungsmuster der Beschäftigung in Europa im Mittelpunkt. Einen besonderen Schwerpunkt bilden Fragen nach den damit verbundenen Wanderungsbewegungen (Abwanderung, jedoch die Rückwirkungen von Auslandscommunities auf die Ausgestaltung der lokalen Arbeitsmärkte) und den Konsequenzen für den territorialen Zusammenhalt. mehr info

Das Projekt zielt darauf ab, mittels einer Weiterbildungsreihe für Museumsmitarbeiterinnen und –mitarbeiter und für weitere Interessierte ein Diskussionsforum für Berlin und Brandenburg auf den Weg zu bringen. Im Fokus der drei Veranstaltungen in den Monaten Oktober, November und Dezember steht die Arbeit der Regionalmuseen im Kontext der Fluchtbewegungen nach Europa, die seit dem Jahr 2015 stark zunahmen. mehr info

Der Umgang mit bisher noch nicht sanierten Altbauten ist gerade in stagnierenden und schrumpfenden Kommunen noch immer eine der wesentlichen Herausforderungen für die Verbesserung der Attraktivität innerstädtischer Quartiere, obwohl in den vergangenen Jahren schon eine Reihe von Instrumenten für deren Aktivierung entwickelt und erprobt wurde. Ziel dieses Ressortforschungsvorhabens ist es deshalb, die aktuelle Situation, die Altbaustrategien und die wesentlichen Trends in der Entwicklung von innerstädtischen Altbaubeständen darzustellen und zu bewerten. mehr info

Vor dem Hintergrund der Erarbeitung eines neuen Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes beauftragte die Stadt Halle (Saale) das IRS mit der statistischen Analyse kleinräumlicher sozialräumlicher Veränderungen in Halle (Saale) für den Zeitraum 2011 bis 2014. Im Vordergrund der Analyse stand zum einen die Frage, ob bestimmte Teilgebiete Halles in besonderem Maße durch soziale Problemlagen geprägt sind. Zum anderen wurde untersucht, ob der Abstand zwischen diesen Gebieten und dem „Durchschnitt“ Halles zurückgeht oder wächst. mehr info

Das Forschungsprojekt widmet sich am Beispiel von Regionen in Ghana und Indonesien aktuellen Umweltveränderungen, die auf die Küstengebiete ein- und rückwirken und setzt diese in Beziehung zu den sich ebenfalls verändernden Migrations- und Mobilitätsmustern. Ein besonderes Forschungsinteresse des Teilprojektes am IRS liegt in der Betrachtung von migrant trajectories, die unter anderem durch migration industries gespeist werden. mehr info

Die europäischen Städte, seit den 1990er Jahren durch den wirtschaftlichen Strukturwandel mit zunehmenden sozialräumlichen Ungleichentwicklungen konfrontiert, mussten sich mit der Globalisierung neu erfinden. Übergreifend ist dabei ein starkes Interesse an der Generierung von Zuwanderung. Dabei kommt es vielfach zu einer Diskrepanz zwischen dem gewünschten Zuzug Hochqualifizierter, sozial bessergestellter Schichten und kreativer Klassen und zum Teil ungeplanter Zuwanderung durch Arbeitsmigranten, temporären Bewohnern und Flüchtlingen. Im Leitprojekt untersuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, inwieweit diese Diskrepanz auf die Stadtentwicklungsprozesse zurückwirkt. mehr info

Migration und Mobilität sind seit langem ein Mittel sozialer Organisation in vielen Regionen. Diese Migrationsbewegungen speisen sich aus Migrationserfahrungen früherer MigrantInnen, sind eine Reaktion auf ökonomische und politische Entwicklungen, kulturelle und soziale Einflüsse und basieren auf (Migrations)netzwerken und Migrationsnarrativen. Der Fokus des Dissertationsvorhabens von Usha Ziegelmayer liegt auf der Analyse der migrant trajectories in zwei Forschungsregionen sowie deren Theoretisierung im Kontext von Umweltwandel. mehr info

Im Habilitationsprojekt "Public Policy and Gentrification in London, Berlin and St. Petersburg" untersucht Dr. Matthias Bernt von 2014 bis 2017 vergleichend Regenerierungspolitiken und Gentrifizierungsprozesse in Berlin, London und St. Petersburg. Er analysiert dabei, welchen Einfluss verschiedene institutionelle Kontexte, Planungspolitiken und Eigentumsverhältnisse auf Verläufe und Dynamiken von Gentrifizierungsprozessen haben. mehr info

Die Studie „Potenziale ländlicher Kleinstädte in peripheren Lagen“ hatte zum Ziel, anhand von Recherchen und Fallstudien wesentliche Herausforderungen, denen sich periphere Kleinstädte in Deutschland aktuell und perspektivisch gegenüber sehen, differenziert darzustellen. Dabei wurden wirtschaftliche, soziale, demographische, finanzielle und kulturelle Entwicklungstrends sowie lokale Handlungsstrukturen berücksichtigt und die unterschiedlichen Potenziale peripherer Kleinstädte zur Stabilisierung ländlicher Räume herausgearbeitet. mehr info

Das Leitprojekt der Forschungsabteilung bildete den Abschluss der sechsjährigen Forschungen über die Peripherisierung von Städten. Peripherisierung wurde dabei als ein mehrdimensionales Konzept verwendet, das verschiedene sozialräumliche Prozesse umfassen kann: die Abkopplung von der Innovationsdynamik der Wissensökonomie und/oder von Infrastrukturnetzen, die Abhängigkeit von Entscheidungszentralen in Wirtschaft und Politik sowie die Abwanderung qualifizierter Arbeitskräfte. Das Leitprojekt hat den Umgang der Stadtpolitiken mit diesen Prozessen untersucht. Dabei standen folgende Fragen im Mittelpunkt: Wie beeinflussen sozialräumliche Peripherisierungsprozesse den Wandel von Steuerungsformen? Wie prägt der Wandel von Governance-Formen sozialräumliche Peripherisierungsprozesse? mehr info

Im Zusammenhang mit der strukturellen Neuausrichtung der Berliner Stadtentwicklung durch die "Rahmenstrategie Soziale Stadtentwicklung" hatte der Berliner Senat fünf großflächige "Aktionsräume plus" im Stadtgebiet festgelegt, in denen insgesamt etwa ein Viertel der Berliner Bevölkerung lebte. Das IRS übernahm in diesem Zusammenhang Aufgaben der Prozesskoordination und der begleitenden Evaluierung des Vorhabens, das im Rahmen der Innovationsklausel der Verwaltungsvereinbarung Städtebauförderung beim Bund angemeldet wurde. mehr info

Das Bund-Länder-Programm Stadtumbau Ost wurde im Jahr 2002 von der Bundesregierung im Rahmen der Städtebauförderung aufgelegt, zunächst mit einer Laufzeit bis 2009. Es hat sowohl die Stärkung der Innenstädte und erhaltenswerten Stadtquartiere durch gezielte Aufwertungsmaßnahmen als auch die Stabilisierung der städtischen Wohnungsmärkte durch den Abriss leer stehender, dauerhaft nicht mehr nachgefragter Wohnungen zum Ziel. Die Bundestransferstelle Stadtumbau Ost versteht sich als programmspezifisches Kompetenzzentrum zur wissenschaftlichen Begleitung des Programms und als vermittelnde Instanz, die zur weiteren Qualifizierung des Stadtumbauprozesses beiträgt. mehr info

Historische Forschungsstelle

Anhand vieler Beispiele untersuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Varianten des Architekturexports der DDR und die Wechselwirkungen mit Entwicklungen in Westdeutschland. Neben der Erfassung von ausgeführten Objekten stehen die Gestaltungsparadigmen der Bauten, die Anpassungsleistungen und Konflikte im Verhältnis zu den Partnerländern sowie die Rückwirkungen der Auslandsvorhaben auf DDR-Akteure und –debatten im Fokus. mehr info

In dem Projekt werden thematisch ergiebige, noch unerschlossene Bestände der Wissenschaftlichen Sammlungen des IRS Erkner zugänglich gemacht und damit für die künftige Forschung zu Bau- und Planungsprozessen in der DDR zur Verfügung gestellt. mehr info

Die Diskussion über den Erhalt, Abriss oder Umbaumaßnahmen des gebauten Erbes der ‚autogerechten Stadt‘ erfährt gerade unter den sich verändernden Mobilitätsentwicklungen in den Städten eine neue Aktualität und wird auch breit in den Medien debattiert und illustriert. Ziel des Dissertationsvorhabens von Lisa Kreft ist es, den widersprüchlichen und komplexen historischen Fachdiskurs mit seinen Ebenen vergleichend zu analysieren, um Argumentationspfade zu identifizieren und damit ein besseres Verständnis für die aktuellen Debatten zu gewinnen. mehr info

Die Entwicklung europäischer Städte nach 1945 wurde entscheidend von den Raumansprüchen des Automobilverkehrs und den damit verbundenen Mobilitätsmustern bestimmt. Dabei kam es zu einer widersprüchlichen Entwicklung: Während das planerische Leitbild der „autogerechten Stadt“ spätestens seit den 1970er Jahren zunehmend an Wirkungskraft verlor, nahmen Mobilität und insbesondere der städtische Autoverkehr vielerorts weiterhin zu. Das Leitprojekt untersucht in mehreren Fallstudien zentrale, bisher nicht erforschte Widersprüche innerhalb dieser Entwicklung in historischer Perspektive. Zentrale Analyseperspektiven betreffen die Rolle kommunaler Akteure, Planer und der Öffentlichkeit, die Überformung des Gebäudebestands durch Ausbauprojekte von Straßen sowie den Zusammenhang zwischen Autoverkehr und städtischer Freiraumgestaltung. mehr info

Das Projekt untersuchte die Funktion der DDR-Bezirksverwaltungen für das politische System der DDR und ihr Handeln im Spannungsfeld zentralstaatlicher Vorgaben, regionaler Eigeninteressen und der Machtausübung gegenüber Städten und Gemeinden. Es leistete damit einen Beitrag zur geschichtswissenschaftlichen Forschungsdebatte über das Verhältnis von diktatorisch-zentralistischen Strukturen und eigendynamischen Entwicklungen in staatlichen und gesellschaftlichen Subsystemen der DDR. mehr info

Das Leitprojekt analysierte die Fragen nach politischen Planungen, gesellschaftlichen Nutzungen und Aneignungsformen von Freiräumen in Ost- und Westdeutschland für die Zeit von 1945 bis 1989 in mehreren komparativen Fallstudien anhand von Fragenkomplexe zu Urbanisierungsstrategien, Planerpersönlichkeiten und Netzwerke sowie Herrschaft und Öffentlichkeit. Urbane Freiräume erfüllen eine Vielzahl gesellschaftlicher Aufgaben. Sie sichern städtische Lebens- und Umweltqualitäten und dienen sowohl als Orte staatlicher Repräsentation und Kontrolle wie auch als soziale Kommunikationsräume. Aufgrund dieser Multifunktionalität besitzen Freiräume in der Stadt- und Regionalentwicklung eine besondere strategische Bedeutung, z.B. in ihrer Funktion als Potenzial gegen eine (übermäßige) Verdichtung städtischer Siedlungsstrukturen. Umgekehrt spiegelt und beschleunigt die Aneignung städtischer öffentlicher Räume durch die Bürger gesellschaftliche Wandlungsprozesse – im Alltag wie auch speziell in Phasen politischer Mobilisierung. mehr info

Bildliche Darstellungen von Personen – zumeist in Form von Fotografien – stellen ein wichtiges Sammlungsgut von Archiven dar. Als Quellen erhalten sie zunehmend Beachtung in der geschichtswissenschaftlichen Forschung, etwa im Bereich der „visual history“ sowie in der Biographie-, Generationen- und Netzwerkforschung. Das Projekt hatte zum Ziel, die Porträtbestände des Archivs besser für die Forschung zu erschließen. Gemeinsam mit acht Partnerarchiven innerhalb des Arbeitskreises Archive der Leibniz-Gemeinschaft konnte im Leibniz-Wettbewerbsverfahren eine Finanzierung für die Digitalisierung von etwa 33.000 Porträts eingeworben wurden. mehr info

DigiPEER war das bislang aufwändigste Erfassungsprogramm der Wissenschaftlichen Sammlungen am IRS. Sein Anliegen bestand darin, den freien Online-Zugriff auf 5.000 großformatige Pläne jedes beteiligten Archivs zu ermöglichen und unter dem Dachthema der Raumaneignung in der Moderne in einem Internetportal zusammenzuführen. mehr info

nach Projekttyp

Leitprojekte

Die Entwicklung europäischer Städte nach 1945 wurde entscheidend von den Raumansprüchen des Automobilverkehrs und den damit verbundenen Mobilitätsmustern bestimmt. Dabei kam es zu einer widersprüchlichen Entwicklung: Während das planerische Leitbild der „autogerechten Stadt“ spätestens seit den 1970er Jahren zunehmend an Wirkungskraft verlor, nahmen Mobilität und insbesondere der städtische Autoverkehr vielerorts weiterhin zu. Das Leitprojekt untersucht in mehreren Fallstudien zentrale, bisher nicht erforschte Widersprüche innerhalb dieser Entwicklung in historischer Perspektive. Zentrale Analyseperspektiven betreffen die Rolle kommunaler Akteure, Planer und der Öffentlichkeit, die Überformung des Gebäudebestands durch Ausbauprojekte von Straßen sowie den Zusammenhang zwischen Autoverkehr und städtischer Freiraumgestaltung. mehr info

Die europäischen Städte, seit den 1990er Jahren durch den wirtschaftlichen Strukturwandel mit zunehmenden sozialräumlichen Ungleichentwicklungen konfrontiert, mussten sich mit der Globalisierung neu erfinden. Übergreifend ist dabei ein starkes Interesse an der Generierung von Zuwanderung. Dabei kommt es vielfach zu einer Diskrepanz zwischen dem gewünschten Zuzug Hochqualifizierter, sozial bessergestellter Schichten und kreativer Klassen und zum Teil ungeplanter Zuwanderung durch Arbeitsmigranten, temporären Bewohnern und Flüchtlingen. Im Leitprojekt untersuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, inwieweit diese Diskrepanz auf die Stadtentwicklungsprozesse zurückwirkt. mehr info

Das Leitprojekt erforscht Landgemeinden in strukturschwachen ländlichen Regionen, in denen Bürger sowie gesellschaftliche Akteure aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft kreative Projekte zur Lösung ihrer lokalen Problemlagen entwickelt haben. Ziel der Forschung im Leitprojekt ist die Analyse solcher innovativen Projekte. Das Spektrum des bürgerschaftlichen Engagements in den ausgewählten Landgemeinden umfasst die Bereiche regenerative Energien, Nahversorgung sowie Kunst und Kultur. mehr info

Die Energiewende in Deutschland verändert – wie auch vergleichbare Transformationen in anderen Staaten – bisherige Raumnutzungen und -strukturen und stellt zugleich eine Herausforderung für die raumbezogene Politik dar. Die räumliche Gestaltung von sogenannten „energy transitions“ durch Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ist eine gesamtgesellschaftliche Problemstellung. Das Leitprojekt lenkt den Fokus auf einen Aspekt der Energiewende, der politisch wie wissenschaftlich besonders vielversprechend ist: neue Energieräume. mehr info

Gegenstand des Leitprojekts sind neue, offene Orte kreativer Wissensarbeit, die gegenwärtig unter verschiedenen Namen, wie z.B. Fab Labs, Coworking Spaces oder Maker Spaces, firmieren. Sie haben gemeinsam, dass sie dauerhafte Organisationen sind, die Arbeitsräume und technische Infrastrukturen temporär an Nutzer vergeben und dabei eine hohe soziale (und kuratierte) Offenheit aufweisen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen solche Orte als „lokale Anker“, da Ideen in ihnen für eine bestimmte Zeit weiterentwickelt werden, ohne diese zwangsläufig langfristig an den Ort zu binden. mehr info

Drittmittelprojekte

In dem abteilungsübergreifenden Drittmittelprojekt „MedPlan“ untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IRS, wie sich städtebauliche Planungsprozesse mit dem Einsatz neuer Medien verändern. Dazu integrieren sie kommunikations- und planungswissenschaftliche Forschungsansätze mit einer historischen Perspektive auf Mediatisierungsprozesse in der Planung im 20. Jahrhundert. Darüber hinaus erprobt das Projekt ein neues Format der Doktoranden- und Postdoktoranden-Ausbildung und wird daher in der Förderlinie „Nachwuchsförderung“ im Rahmen des SAW-Verfahrens der Leibniz-Gemeinschaft gefördert. Es startete im April 2017 und hat eine Laufzeit von drei Jahren. mehr info

Städte verursachen weltweit etwa 70 Prozent der Treibhausgasemissionen, sind aber auch besonders stark von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Insbesondere extreme Wetterereignisse wie Starkregen, Hochwässer und Hitzewellen haben hohe Sachschäden zur Folge und wirken sich – aufgrund inadäquater Verhaltensweisen in Gefahrenlagen und mangelnder Vorsorge – negativ auf die Gesundheit der Bewohnerinnen und Bewohner aus. Das BMBF-Forschungsprojekt „Urbane Resilienz gegenüber extremen Wetterereignissen - Typologien und Transfer von Anpassungsstrategien in kleinen Großstädten und Mittelstädten“ (ExTrass) verfolgt das Ziel, die Resilienz der Städte in enger Zusammenarbeit mit Stadtverwaltungen, Strukturen des Bevölkerungsschutzes und der Zivilgesellschaft messbar zu stärken. mehr info

Das ReNEW-Projekt ist das zentrale Forschungsprojekt des Leibniz-Forschungsverbundes Energiewende (LVE). Es ist darauf gerichtet, drei Spannungsfelder der Energiewende zu systematisieren und zu erkunden und die jeweiligen Ergebnisse für die Fachöffentlichkeit zu vermitteln: zentrale versus dezentrale Energiesysteme, öffentliche versus private Interessen und globale versus lokale Wirkungen. mehr info

Stadtquartiere sehen sich immer stärker einem Wandlungsdruck ausgesetzt, der durch Entwicklungen von Warenproduktion, -konsumption und -transport erzeugt wird. Die Bestellung und Lieferung von Waren hat enorm zugenommen und umfasst neben klassischen Waren des mittel- und langfristigen Bedarfs auch immer stärker die Versorgung mit Lebensmitteln. Die dadurch entstehenden kleinteiligen Sendungsstrukturen, aber auch das Mengenwachstums des Sendungsvolumens stellen eine Herausforderung für die Städte dar. Auf der einen Seite entstehen Umweltbelastungen durch Schadstoffausstoß der Lieferfahrzeuge, zum anderen hemmen diese den Verkehrsfluss und erzeugen Gefahrensituationen. Das BMBF-Forschungsprojekt „Stadtquartier 4.0“ soll Auswege und Lösungsmöglichkeiten für Städte und Stadtquartiere aufzeigen und erproben. mehr info

Die Europäische Kommission konstatiert in ihrem Bericht „Social innovation research in the European Union“ (EU 2013) einen Mangel an Forschungen zu sozialen Innovationen in ländlichen Regionen. RurAction füllt diese Forschungslücke. Das Forschungs- und Ausbildungsnetzwerk bringt renommierte Wissenschaftler und erfahrene Praktiker aus Bereichen der sozialwissenschaftlichen Raumforschung, der sozialen Innovationsforschung und des sozialen Unternehmertums zusammen, um zu erforschen, wie in strukturschwachen ländlichen Regionen sozial-innovative Lösungen für bestehende Problemlagen entwickelt werden. mehr info

Anhand vieler Beispiele untersuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Varianten des Architekturexports der DDR und die Wechselwirkungen mit Entwicklungen in Westdeutschland. Neben der Erfassung von ausgeführten Objekten stehen die Gestaltungsparadigmen der Bauten, die Anpassungsleistungen und Konflikte im Verhältnis zu den Partnerländern sowie die Rückwirkungen der Auslandsvorhaben auf DDR-Akteure und –debatten im Fokus. mehr info

Die Zahl der Asylbewerber und Flüchtlinge ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen, mit einem Höchststand in 2015. Für die Städte und Gemeinden ergeben sich hieraus neue Herausforderungen und Integrationsanforderungen. Im Fokus der Studie steht eine angemessene Wohnraumversorgung der Flüchtlinge als wichtige Komponente der Integration. Es wird untersucht, inwieweit es gelingt, dass sich die Flüchtlinge auf dem regulären Wohnungsmarkt versorgen. Darüber hinaus werden die regionale Verteilung und die Unterbringungsformen während und nach dem Asylverfahren untersucht. mehr info

Die Projektpartner erarbeiten quantitative und qualitative Grundlageninformationen zur aktuellen Dynamik des Arbeitsmarktes auf nationaler und regionaler Ebene in Europa. Dabei stehen die Schlüsselentwicklungen und die wesentlichen Faktoren – etwa lokale und regionale Bedingungen und Politiken – für die räumlichen Verteilungsmuster der Beschäftigung in Europa im Mittelpunkt. Einen besonderen Schwerpunkt bilden Fragen nach den damit verbundenen Wanderungsbewegungen (Abwanderung, jedoch die Rückwirkungen von Auslandscommunities auf die Ausgestaltung der lokalen Arbeitsmärkte) und den Konsequenzen für den territorialen Zusammenhalt. mehr info

Das Ziel des Projekts ist es zu untersuchen, inwiefern Umgangsweisen mit aquatischen Phänomenen wie zum Beispiel Fluten in Flussregionen von kulturspezifischem Wissen beeinflusst werden. Dabei liegt der Untersuchungsschwerpunkt auf Wahrnehmungen potenzieller Verwundbarkeit (Vulnerabilitätskonstruktionen) und lokalen Praktiken zur Minderung von Risiken (Resilienzkonstruktionen). mehr info

Das Forschungsprojekt ist Teil der interdisziplinären, DFG-Forschergruppe „Organisierte Kreativität: Praktiken der Induktion von und Umgang mit Unsicherheit“. Die empirische Analyse eines ästhetischen und eines wissenschaftlichen Feldes – Musik- und Pharmaindustrie – ermöglicht die Zusammenarbeit innerhalb der Forschergruppe auch über verschiedene Projekte hinweg. Das Projektteam am IRS legt den Fokus auf die verschiedenen Modi von Governance und die damit verbundenen Typen von Unsicherheit in kreativer pharmazeutischer Arbeit. mehr info

Ziel der ARL-Arbeitsgruppe ist es, Innovationen im Planungssystem zu eruieren, die sich aus den praktischen Erfahrungen mit regionaler Steuerung der Energiewende in Nordostdeutschland in den letzten Jahren ergeben haben. mehr info

In weiten Teilen Europas sind strukturschwache ländliche Regionen mit ähnlichen Problemen konfrontiert. Die wirtschaftliche Produktivität ist gering, ebenso das Angebot an qualifizierten Arbeitsplätzen. Bildungs- und kulturelle Angebote können in diesen Regionen nicht in dem Maße vorhanden sein wie in Agglomerationsräumen. RurInno setzt an dieser Stelle an. Es bringt Forscher und Praktiker aus zwei Forschungseinrichtungen und aus vier – in ländlichen Räumen arbeitenden – Sozialunternehmen zusammen, die gemeinsam drei Ziele verfolgen: Zum ersten den Wissensaustausch zwischen Forschung und Praxis zu fördern, zum zweiten das empirische Wissen über Bedingungen für soziale Innovationen im ländlichen Raum zu verbessern und zum dritten die Sichtbarkeit der Arbeit der sozialen Unternehmen in Politik und Gesellschaft zu erhöhen. mehr info

Der Umgang mit bisher noch nicht sanierten Altbauten ist gerade in stagnierenden und schrumpfenden Kommunen noch immer eine der wesentlichen Herausforderungen für die Verbesserung der Attraktivität innerstädtischer Quartiere, obwohl in den vergangenen Jahren schon eine Reihe von Instrumenten für deren Aktivierung entwickelt und erprobt wurde. Ziel dieses Ressortforschungsvorhabens ist es deshalb, die aktuelle Situation, die Altbaustrategien und die wesentlichen Trends in der Entwicklung von innerstädtischen Altbaubeständen darzustellen und zu bewerten. mehr info

Während des letzten Jahrzehnts ist vor allem in westlichen Industrieländern aber auch drüber hinaus eine große Bandbreite von Orte für kreatives Arbeiten, Basteln und Experimentieren aber auch für freischaffendes Arbeiten gegründet worden. Ziel des 2015 gestarteten BMBF-Projekts „Open Creative Labs in Deutschland“ ist, diese Orte in den Metropolregionen Deutschlands zu identifizieren und hinsichtlich ihrer Typisierung, räumlichen Verteilung und Bedeutung für Städte und Regionen zu analysieren. mehr info

Das Forschungsvorhaben untersucht Prozesse der sozialen Konstruktion von Werten am Beispiel der Pelzindustrie aus räumlicher Perspektive. Das Forschungsvorhaben soll einen konzeptionellen Beitrag zum Verständnis der sozialen Konstruktion von Werten leisten, in dem assoziative und dissoziative Praktiken gleichgewichtig behandelt werden. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verfolgen Prozesse der Werterzeugung entlang der gesamten Wertschöpfungskette zurück. mehr info

Das Forschungsprojekt widmet sich am Beispiel von Regionen in Ghana und Indonesien aktuellen Umweltveränderungen, die auf die Küstengebiete ein- und rückwirken und setzt diese in Beziehung zu den sich ebenfalls verändernden Migrations- und Mobilitätsmustern. Ein besonderes Forschungsinteresse des Teilprojektes am IRS liegt in der Betrachtung von migrant trajectories, die unter anderem durch migration industries gespeist werden. mehr info

Abgeschlossene Drittmittelprojekte

Qualifizierungsprojekte

In seinem Dissertationsvorhaben untersucht Lukas Vogelgsang den Einfluss von Routinen und Improvisation auf Organsationsprozesse. Die Arbeit, im Schnittfeld von Management und Wirtschaftsgeographie angesiedelt ist, hinterfragt damit den Zusammenhang zwischen Routinisierungen und Unsicherheit. Vogelgsang argumentiert, dass manche Routinen Unsicherheiten nicht verringern, sondern reproduzieren. Als Ergebnis des Qualifizierungsprojekts soll das Konzept einer Offenen Routine stehen. mehr info

Das Habilitationsprojekt befasst sich mit Energieräumen und neuen Geographien der Energiewende auf regionaler Ebene. Diese geographische Perspektive auf Energieräume bezieht sich sowohl auf materielle Phänomene wie Energieinfrastrukturen und Energielandschaften als auch auf soziale und politische Phänomene wie Formen raumbezogener Energie-Governance mit ihren Akteurskonstellationen, Machtbeziehungen und Subjektivierungen. mehr info

In his dissertation project, Andreas Kuebart researches the phenomenon of seed accelerators from the perspective of relational economic geography. The project aims to study seed accelerators as interfaces between newly created business on the one hand and specialized expertise mobilized in dense local and trans-local communities, social capital that resides in strategic networks and sub-sequent venture capital investments on the other. The rapid spread of the concept of seed accelerators itself show the relevance of establishing new ventures for the digital age, while this topic has been missing on the radar of economic geography so far. mehr info

Die Diskussion über den Erhalt, Abriss oder Umbaumaßnahmen des gebauten Erbes der ‚autogerechten Stadt‘ erfährt gerade unter den sich verändernden Mobilitätsentwicklungen in den Städten eine neue Aktualität und wird auch breit in den Medien debattiert und illustriert. Ziel des Dissertationsvorhabens von Lisa Kreft ist es, den widersprüchlichen und komplexen historischen Fachdiskurs mit seinen Ebenen vergleichend zu analysieren, um Argumentationspfade zu identifizieren und damit ein besseres Verständnis für die aktuellen Debatten zu gewinnen. mehr info

Windenergie wird als eine zentrale Technologie zur Verwirklichung von Klimaschutzzielen und der Förderung ländlicher Regionen gesehen. Viele Länder unterstützen daher den Bau von Windenergieanlagen. Die Literatur zur sozialen Akzeptanz der Windenergie hat bislang vielzählige Aspekte untersucht, jedoch besteht Unklarheit über die Rolle von Macht und energiepolitischen Diskursen in diesen neu entstehenden Energieräumen. Welche Rolle Diskursdynamiken in Auseinandersetzung um Windenergieanlagen spielen, ist daher Fokus des Dissertationsvorhabens. mehr info

In Deutschland werden Zwischennutzungen in unterschiedlichen funktionalen und räumlichen Kontexten strategisch in Prozesse der Stadtentwicklung eingebunden, um neue Entwicklungsperspektiven für leerstehende Flächen, Gebäude und schließlich ganze Quartiere zu initiieren. Wie kommt es zur Entstehung, Verbreitung und schließlich zur Etablierung solch neuartiger Planungsansätze? In seiner Dissertation untersucht Thomas Honeck diese Fragen anhand des empirischen Gegenstandes der Zwischennutzung im deutschen Planungssystem. mehr info

While the German energy transition, Energiewende, is often portrayed as a rural phenomenon, it is widely recognised that the reconfiguration of urban energy systems is a key strategy of climate change mitigation. Thus, there has been a politics revolving about issues how to readjust these systems both technologically and organisationally. In many German cities, debates about to which end urban energy grids should be run, resulted in conflicts about deprivatising urban energy systems – either through state or cooperative ownership. This dissertation project focusses on the cities of Berlin and Hamburg both of which have experienced major conflicts about the future of the city's energy grid and provision. mehr info

Das Promotionsvorhaben von Oliver Koczy befasst sich mit Innovationsprozessen in der Planung. Anhand des Stadt- und Quartiersentwicklungsverfahrens „Quartiersmanagement“ wird untersucht, wie sich vormals neuartige Verfahren und Instrumente in der Planungspraxis nach ihrer Durchsetzung und Institutionalisierung in Normen und Rechtsgrundlagen weiterhin transformieren. Es sollen Prozesse nachgewiesen werden, bei denen Innovationen bzw. ihre Elemente in andere Kontexte ausstrahlen. mehr info

Migration und Mobilität sind seit langem ein Mittel sozialer Organisation in vielen Regionen. Diese Migrationsbewegungen speisen sich aus Migrationserfahrungen früherer MigrantInnen, sind eine Reaktion auf ökonomische und politische Entwicklungen, kulturelle und soziale Einflüsse und basieren auf (Migrations)netzwerken und Migrationsnarrativen. Der Fokus des Dissertationsvorhabens von Usha Ziegelmayer liegt auf der Analyse der migrant trajectories in zwei Forschungsregionen sowie deren Theoretisierung im Kontext von Umweltwandel. mehr info

Im Habilitationsprojekt "Public Policy and Gentrification in London, Berlin and St. Petersburg" untersucht Dr. Matthias Bernt von 2014 bis 2017 vergleichend Regenerierungspolitiken und Gentrifizierungsprozesse in Berlin, London und St. Petersburg. Er analysiert dabei, welchen Einfluss verschiedene institutionelle Kontexte, Planungspolitiken und Eigentumsverhältnisse auf Verläufe und Dynamiken von Gentrifizierungsprozessen haben. mehr info

Leitprojekte

Die haushaltsfinanzierten Leitprojekte sind der Kern der drei- bis vierjährigen Forschungsprogramme des IRS. Jede Forschungsabteilung bearbeitet ein Leitprojekt pro Forschungsprogramm-Periode und betreibt darin anwendungsbezogene Grundlagenforschung.

Brückenprojekte

Die Brückenprojekte sind die zweite Säule der haushaltsfinanzierten Grundlagenforschung des IRS. Ihr Kennzeichen ist die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit zu zentralen Fragen der Raumbezogenen Sozialforschung, die aus inter- und transdisziplinärer Perspektive untersucht und beantwortet werden. Die Brückenprojekte sind wie die Leitprojekte zentral in den Forschungsprogrammen verankert, werden jedoch zeitlich versetzt zu den Leitprojekten bearbeitet.

Drittmittelprojekte

In Drittmittelprojekten werden die durch Leit- und Brückenprojekte gesetzten Forschungsthemen und -schwerpunkte vertieft und in ihrem Anwendungsbezug erweitert. Darüber hinaus dienen Drittmittelprojekte im IRS zur Exploration neuer Forschungsfelder oder strategischen Zielen wie der Nachwuchsförderung.

Qualifizierungsprojekte

Die Qualifizierungsarbeiten der Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler am IRS sind integrale Bestandteile der Arbeit der Forschungsabteilungen. Sie werden eng an den Fragestellungen der Leit- und Drittmittelprojekte entlang konzipiert und sind daher auch ein Beitrag zur Profilierung der IRS-Forschung und der Ausgestaltung der Kooperationen mit den Universitäten. Die Qualifizierungsprojekte umfassen Promotions- und Habilitationsvorhaben.