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Forschungsthema RÄUMLICHE PFADENTWICKLUNG UND INSTITUTIONELLER WANDEL

In der raumbezogenen Sozialforschung am IRS ist die Untersuchung der wechselseitigen Strukturierung von Institutionen und Governance ein grundlegendes Forschungsthema. Institutionen sind all diejenigen Phänomene, die verbindlich regelhafte Handlungen hervorbringen beziehungsweise aus denen sich relativ dauerhafte Handlungen ableiten lassen. Dazu gehören sowohl internalisierte Konventionen als auch gesellschaftliche Regeln und Normen. Die Institutionenforschung des IRS fokussiert auf Raumkonstrukte, die aufgrund der räumlichen Reichweite und Gültigkeit formeller und informeller Institutionen stabilisiert werden.

Das IRS befasst sich in mehreren Projekten und Forschungsabteilungen mit der Dynamik von Institutionen. Dabei spielen die Kreation und Verstetigung von räumlichen Entwicklungspfaden ebenso eine Rolle wie der raumbezogene Wandel institutioneller Systeme und Regime, der beispielsweise in der Transitionsforschung von Bedeutung ist.

Foto: © Andrei Korzhyts/shuttterstock.com

Aktuelles
07. Januar | 2019

Wenn 2019 das dreißigjährige Jubiläum der friedlichen Revolution von 1989 in allen Medien gefeiert wird, so wird in den historischen Analysen zu diesem epochalen Ereignis sicher die Frage gestellt werden, welches eigentlich die entscheidenden Triebkräfte waren, die den Zusammenbruch der DDR herbeiführten. Die Historische Forschungsstelle des IRS interessiert dabei in erster Linie, welche Bedeutung und welcher Anteil dabei dem Städtebau und den Wohnverhältnissen zukam. Motivierte der rasante und großflächige Verfall großer Altstadtgebiete bei gleichzeitiger und einseitiger Dominanz des industriellen Plattenbaus die Menschen in Ostdeutschland zusätzlich, eine Revolution loszutreten? mehr Info

Aktuelles
21. November | 2018

Wie reagieren Städte in unterschiedlichen Regionen auf Einwanderung? Was unterscheidet dabei kleinere von größeren Städten, Universitäts- von Industriestädten? Die Forschungsabteilung „Regeneration von Städten“ erforscht derzeit sowohl proaktive Einwanderungsstrategien als auch Reaktionen auf Einwanderung in einer Vielzahl deutscher Städte. Zugleich sucht sie den Austausch mit internationalen Expertinnen und Experten. Im Rahmen der 13. IRS International Lecture sprach Prof. John Mollenkopf von der City University of New York (CUNY) am 15. November 2018 über den Zusammenhang zwischen Einwanderung und politischer Repräsentation in amerikanischen Städten. Er zog dabei auch Vergleiche zu Europa, insbesondere zu Deutschland. mehr Info