Forschungsthema NEUE UNSICHERHEITEN UND RESILIENZBILDUNGEN

Am IRS werden Resilienzforschungen im Zusammenhang mit Gefährdungen und Unsicherheiten durchgeführt, die nicht nur durch Naturereignisse, sondern auch durch Technikfolgen, in der Ökonomie oder im Sozialen entstehen können. Der Begriff der Resilienz ist so generisch gefasst, dass er sich für ein breiteres Feld an gegenwärtig intensiv diskutierten Themen eignet, die eine Zunahme an Unsicherheit in Bezug auf Zukunftserwartungen signalisieren. Dazu gehören: die Herausforderungen des Klimawandels; die Anfälligkeit so genannter kritischer Infrastruktursysteme gegenüber Havarien, Naturereignissen oder Terroranschlägen; Nebenwirkungen von menschlichen Eingriffen in komplexe Systeme (von Finanzmärkten über ökologische Systeme bis hin zu Kulturlandschaften); neue volatile Arbeits-Märkte in einer globalisierten Wissensökonomie sowie medial verstärkte Stigmatisierungsprozesse von (Teil-)Räumen und deren konkrete Folgen.

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Aktuelles
31. August | 2018

Internationale Migration steht weit oben auf der politischen Agenda vieler nationaler Regierungen und internationaler Organisationen. Das liegt zum Teil an den Zahlen, viel mehr aber noch an den Dynamiken des Migrationsprozesses. Mehr Menschen aus immer vielfältigeren Herkunftsländern haben eine schrumpfende Zahl von Ländern im Globalen Norden zum Ziel. Will man hinter die Zahlen schauen und verstehen, was die Menschen antreibt und welche Vorstellungen, welche mentalen Bilder, („Imaginaries“) sie mit auf ihre Wanderung nehmen, muss man sich mit den zugrunde liegenden Handlungslogiken befassen. Die 19 Autoren des neu erschienenen Sammelbandes „Trajectories and Imaginaries in Migration: The Migrant Actor in Transnational Space“ beschäftigen sich mit der „soft side of migration“, die hilft, die einmal initiierten Migrationsbewegungen in ihren kollektiven Verläufen in Raum und Zeit, ihren Pfaden („Trajectories“), zu verstehen. Herausgegeben wurde der Prof. Dr. Felicitas Hillmann (IRS Erkner) in Kooperation mit zwei niederländischen Kollegen. Der Band trägt zur Forschungsliteratur über transnationale Migrationsdynamiken bei. mehr Info

Aktuelles
04. Juni | 2018
Seminar zu ländlichen Räumen in Deutschland in Rogatschow (Belarus)

Viele strukturschwache ländliche Regionen in Deutschland und Europa sind geprägt von demografischen, wirtschaftlichen und sozial-kulturellen Herausforderungen – darunter unter anderem die Sicherung der Daseinsvorsorge, der Umgang mit leerstehenden Gebäuden oder die Vitalisierung des rückläufigen Vereinslebens. Um Wissen und Erfahrungen mit belarussischen Experten der ländlichen Entwicklung zu teilen und innovative Ansätze für eine nachhaltige Entwicklung ländlicher Räume zu diskutieren, hat Dr. Tobias Federwisch am 19.04.2018 in Rogatschow (Belarus) ein Seminar mit dem Titel „Ländliche Räume in Deutschland. Innovative Impulse für eine nachhaltige Entwicklung“ durchgeführt. mehr Info