Forschungsthema NEUE UNSICHERHEITEN UND RESILIENZBILDUNGEN

Am IRS werden Resilienzforschungen im Zusammenhang mit Gefährdungen und Unsicherheiten durchgeführt, die nicht nur durch Naturereignisse, sondern auch durch Technikfolgen, in der Ökonomie oder im Sozialen entstehen können. Der Begriff der Resilienz ist so generisch gefasst, dass er sich für ein breiteres Feld an gegenwärtig intensiv diskutierten Themen eignet, die eine Zunahme an Unsicherheit in Bezug auf Zukunftserwartungen signalisieren. Dazu gehören: die Herausforderungen des Klimawandels; die Anfälligkeit so genannter kritischer Infrastruktursysteme gegenüber Havarien, Naturereignissen oder Terroranschlägen; Nebenwirkungen von menschlichen Eingriffen in komplexe Systeme (von Finanzmärkten über ökologische Systeme bis hin zu Kulturlandschaften); neue volatile Arbeits-Märkte in einer globalisierten Wissensökonomie sowie medial verstärkte Stigmatisierungsprozesse von (Teil-)Räumen und deren konkrete Folgen.

Aktuelles
18. Januar | 2018

Die Forschungsabteilung „Kommunikations- und Wissensdynamiken im Raum“ hat beginnend mit dem Forschungsprogramm 2015-2018 ein Forschungscluster zum Themenfeld „Soziale Innovationen in ländlichen Räumen“ aufgebaut. Teil des Clusters, in dem die besonderen Herausforderungen strukturschwacher, marginalisierter ländlicher Regionen und kreative, innovative Lösungsmöglichkeiten im Mittelpunkt stehen, sind auch die beiden vom IRS koordinierten EU-Projekte „RurInno“ (2016-2018) und „RurAction“ (2016-2020). Sie fokussieren auf das Wirken von Sozialunternehmen in unterschiedlichen Regionen Europas und setzen auf eine strukturierte Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis. Als Lead-Partner beider Projekte war das IRS federführend an der Ausrichtung beider Konferenzen Anfang Dezember 2017 an der Adam-Mickiewicz-Universität Poznań in Polen beteiligt. mehr Info

Aktuelles
18. Januar | 2018

Vulnerabilität und Resilienz sind seit rund 50 Jahren etablierte Konzepte, um die Bedrohungen und Schutzmechanismen von unterschiedlichsten Systemen zu analysieren. Vielfältige Anwendung finden sie beispielsweise in der Erforschung von Gefährdungen durch Naturkatastrophen, aber auch in Bezug auf wirtschaftliche, politische oder soziale Krisen. Moderne sozialwissenschaftliche Perspektiven auf Vulnerabilität und Resilienz betonen, dass Gefahren keine objektiv bestimmbaren Größen sind, sondern Systeme ¬– etwa Gesellschaften, Personen oder Städte – durch interne Faktoren individuell unterschiedlich vulnerabel gegenüber der „gleichen“ Gefahr sind. Ein Special Issue des „International Journal of Mass Emergencies and Disasters“, das von Prof. Margarethe Kusenbach (University of South Florida) und Prof. Gabriela Christmann (IRS) herausgegeben wurde, wirft nun einen detaillierten Blick auf den Zusammenhang von sozialer Marginalisierung und Gefährdung. mehr Info

Transferveranstaltung
25. Januar | 2018

In vielen Orten entwickeln Menschen sozial-innovative Ansätze, um den lokalen Herausforderungen zu begegnen. Nicht selten brauchen sie aber Unterstützung, um Projekte zu starten oder den Anforderungen der Projektarbeit gerecht zu werden. Die Veranstaltung beschäftigt sich mit Förderstrategien und Förderstrukturen für soziale Innovationen auf dem Land. Dabei kommen Wissenschaftler und Förderer zu Wort und beantworten die Frage, auf welche vielfältige Weise neuartige Ansätze und Engagement unterstützt werden können. mehr Info