ForschungsthemaNEUE UNSICHERHEITEN UND RESILIENZBILDUNGEN

Am IRS werden Resilienzforschungen im Zusammenhang mit Gefährdungen und Unsicherheiten durchgeführt, die nicht nur durch Naturereignisse, sondern auch durch Technikfolgen, in der Ökonomie oder im Sozialen entstehen können. Der Begriff der Resilienz ist so generisch gefasst, dass er sich für ein breiteres Feld an gegenwärtig intensiv diskutierten Themen eignet, die eine Zunahme an Unsicherheit in Bezug auf Zukunftserwartungen signalisieren. Dazu gehören: die Herausforderungen des Klimawandels; die Anfälligkeit so genannter kritischer Infrastruktursysteme gegenüber Havarien, Naturereignissen oder Terroranschlägen; Nebenwirkungen von menschlichen Eingriffen in komplexe Systeme (von Finanzmärkten über ökologische Systeme bis hin zu Kulturlandschaften); neue volatile Arbeits-Märkte in einer globalisierten Wissensökonomie sowie medial verstärkte Stigmatisierungsprozesse von (Teil-)Räumen und deren konkrete Folgen.

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Aktuelles
11. Juni | 2021

Verstärkte Stadtflucht, Einbruch des Welthandels, Vertiefung sozialer Spaltung – die COVID-19-Pandemie hat scheinbar drastische Konsequenzen für die Raumentwicklung. Doch wie gut lassen sich diese und andere Auswirkungen belegen, und wie sollte die Raumentwicklungspolitik darauf reagieren? Das Raumwissenschaftliche Kolloquium 2021 des Netzwerks Leibniz R bündelte unter dem Titel „Raumentwicklung und Corona – eine Zwischenbilanz“ den Stand der raumwissenschaftlichen Forschung zum Thema. Als wichtigste raumwissenschaftliche Transferkonferenz bot das Kolloquium auch Raum für den Dialog zwischen Forschung und Praxis. mehr Info

Aktuelles
06. Dezember | 2018

Im Vorfeld der UN-Klimakonferenz, die gerade in Katowice stattfindet, führte die polnische Regierung vorübergehende Grenzkontrollen ein. Begründung: Die öffentliche Sicherheit sei durch ausländische Aktivisten bedroht. Die abwehrende Haltung gegen eine offene Auseinandersetzung mit dem Klimawandel ist nicht nur repräsentativ für die aktuelle Regierungspolitik in Polen, sondern auch für einen kulturellen Kontext, in welchem Klimaschutz eine sehr geringe Priorität hat. Ist Klimaschutz also eine Kulturfrage? Der Kulturwissenschaftler und Soziologe Dr. Thorsten Heimann sagt „ja“. In seinem Buch „Culture, Space and Climate Change – Vulnerability and Resilience in European Coastal Areas”, das heute bei Routledge erscheint, zeigt er, wie kulturelle Hintergründe Klimaschutz und Klimaanpassung hemmen und fördern. mehr Info