Forschungsthema KRISEN UND RESILIENZEN IM MEHREBENENSYSTEM

Die Entwicklung resilienter Räume als Reaktion auf krisenhafte Erscheinungen vollzieht sich keineswegs nur lokal. Vielmehr sind Resilienzbildungen in Prozesse und Regulierungen eingebettet, die auf regionaler, nationaler, supra-nationaler und globaler Ebene wirksam sind. Einerseits zeigt sich, dass supra-nationale Maßnahmen (etwa der Europäischen Kommission) vor Ort "lokalisiert" werden müssen. Andererseits lässt sich umgekehrt beobachten, dass neue Formen resilienten Handelns, die auf lokaler Ebene entwickelt wurden, "nach oben" diffundieren und zu einem Modell auf nationaler Ebene werden können. Vor allem sind Krisen jedoch überregionale und oft globale Phänomene, was weitreichende Resilienzbildungen in Multi-Level Governance-Arrangements erforderlich macht. Einige Forschungen am IRS beleuchten daher Dynamiken von Krisen und Resilienzbildungen im Gefüge des Mehrebenensystems.

Aktuelles
18. Juli | 2017
„Deutschland Archiv”-Schwerpunkt

Das komplexe Herrschaftssystem der DDR wurde nicht nur durch den Partei- und Staatsapparat aufrechterhalten. Auch im informellen Bereich gelang es, persistente Machtstrukturen zu etablieren. Ein Schwerpunkt der Fachzeitschrift „Deutschland Archiv“ blickt auf die räumliche Reichweite von Macht in der DDR in vielen gesellschaftlichen Bereichen. Er beleuchtet aber auch den "Eigen-Sinn" einiger lokaler Akteure: im kulturellen Bereich, in der Schule, im Alltag oder in der Kommunal- und Wohnungspolitik. Das Heft basiert auf dem DFG-Forschungsprojekt „Die DDR-Bezirke – Akteure zwischen Macht und Ohnmacht“ und dessen Abschlusskonferenz im September 2015. mehr Info

Aktuelles
26. Mai | 2017
Verwaltung und Parteien in den Bezirken Potsdam, Frankfurt/Oder und Cottbus 1952–1960

Mit der Verwaltungsreform vom 23. Juli 1952 gab sich die erst drei Jahre zuvor gegründete DDR eine (staatliche) Verwaltungsstruktur, die bis zur Wende 1989/1990 erhalten blieb. Die faktische Abschaffung der Länder und ihre Neugliederung in 14 Bezirke stellten den tiefgreifendsten Umbau der Staatsorganisation der DDR in all den Jahren ihres Bestehens dar. Eine unter anderem von Historikern des IRS herausgegebene kommentierte Quellensammlung bietet die Gelegenheit, diesen Prozess im Detail nachzuvollziehen. mehr Info