Forschungsthema KRISEN UND RESILIENZEN IM MEHREBENENSYSTEM

Die Entwicklung resilienter Räume als Reaktion auf krisenhafte Erscheinungen vollzieht sich keineswegs nur lokal. Vielmehr sind Resilienzbildungen in Prozesse und Regulierungen eingebettet, die auf regionaler, nationaler, supra-nationaler und globaler Ebene wirksam sind. Einerseits zeigt sich, dass supra-nationale Maßnahmen (etwa der Europäischen Kommission) vor Ort "lokalisiert" werden müssen. Andererseits lässt sich umgekehrt beobachten, dass neue Formen resilienten Handelns, die auf lokaler Ebene entwickelt wurden, "nach oben" diffundieren und zu einem Modell auf nationaler Ebene werden können. Vor allem sind Krisen jedoch überregionale und oft globale Phänomene, was weitreichende Resilienzbildungen in Multi-Level Governance-Arrangements erforderlich macht. Einige Forschungen am IRS beleuchten daher Dynamiken von Krisen und Resilienzbildungen im Gefüge des Mehrebenensystems.

Foto: © Andrewglaser/commenswikimedia.org

Aktuelles
11. Juli | 2018

Die internationale Forschung zu Energiewenden ist so vielfältig wie das Phänomen selbst. So wie sich die Herausforderungen und Konflikte in den jeweiligen Energiewenden unterscheiden, so unterscheiden sich die sie analysierenden Forschungsperspektiven. Und trotzdem oder gerade deshalb – so lautet das durchweg positive Fazit der ersten internationalen Konferenz des Leibniz-Forschungsverbundes Energiewende (LVE) – sind die Diskussionen über Fragestellungen und empirische Gegenstände in einem internationalen Setting besonders fruchtbar. Unter dem Titel „Breaking the Rules! Energy Transitions as Social Innovations“ fanden sich am 14. und 15. Juni 2018 etwa 180 Wissenschaftler/-innen im Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) ein, um ihre Sichtweisen auf die Energiewenden, ihre Forschungsergebnisse oder Projektideen zu präsentieren und miteinander zu diskutieren. Schwerpunkt der Konferenz war die soziale Dimension der Energiewende und ihrer gesellschaftlichen Erfolgsfaktoren. mehr Info

Aktuelles
18. Oktober | 2017

Die angespannten Wohnungsmärkte vieler Großstädte erschweren das Ankommen von Flüchtlingen auf dem regulären Wohnungsmarkt. Das zeigt eine vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) herausgegebene Forschungsarbeit, die sich auf Fallstudien in zehn deutschen Kommunen stützt − darunter Köln, Mainz und Hannover. Die Studie wurde unter anderem in der IRS-Forschungsabteilung „Regenerierung von Städten“ durchgeführt, in der der Zusammenhang von Migrations- und Stadtentwicklungsprozessen im Mittelpunkt der Forschungen steht. mehr Info