Projekte zum Forschungsthema "Konzeptionelle Zugänge zu Krise und Resilienz"

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IRS forschen aus unterschiedlichen Perspektiven in ihren Forschungsabteilungen an dem Querschnittsthema "Konzeptionelle Zugänge zu Krise und Resilienz". Folgende laufenden und abgeschlossenen Projekte tragen zu diesem Thema bei:

Direktorat

Obgleich die – durch die Humanökologie und die Naturrisikoforschung geprägten – Begriffskonzeptionen von Vulnerabilität und Resilienz zunehmend an sozialwissenschaftliche Fragestellungen angepasst worden sind, blieben Desiderate. Im Brückenprojekt wurde eine theoretisch fundierte Begriffskonzeption entwickelt, die die Desiderate adressiert. Sie basiert auf Überlegungen des Sozialkonstruktivismus, der Akteur-Netzwerk-Theorie und relationaler Raumtheorien. mehr info

Dynamiken von Wirtschaftsräumen

Krisen können definiert werden als dramatische Situationen, die einen hohen Handlungsdruck auf Akteure auslösen,. Diese müssen schnelle Entscheidungen treffen, um die akute Lage zu entschärfen und die Krisensituation zu lösen. Um in komplexen Situationen Entscheidungen treffen zu können, spielt Beratung von außen eine bedeutende Rolle. Das Projekt ist als Literaturstudie angelegt, die das Verhältnis von „Beratern“ und „Entscheidern“ in Krisen-Kontexten aufarbeitet. mehr info

Kommunikations- und Wissensdynamiken im Raum

Das Ziel des Projekts ist es zu untersuchen, inwiefern Umgangsweisen mit aquatischen Phänomenen wie zum Beispiel Fluten in Flussregionen von kulturspezifischem Wissen beeinflusst werden. Dabei liegt der Untersuchungsschwerpunkt auf Wahrnehmungen potenzieller Verwundbarkeit (Vulnerabilitätskonstruktionen) und lokalen Praktiken zur Minderung von Risiken (Resilienzkonstruktionen). mehr info

Das Leitprojekt erforscht Landgemeinden in strukturschwachen ländlichen Regionen, in denen Bürger sowie gesellschaftliche Akteure aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft kreative Projekte zur Lösung ihrer lokalen Problemlagen entwickelt haben. Ziel der Forschung im Leitprojekt ist die Analyse solcher innovativen Projekte. Das Spektrum des bürgerschaftlichen Engagements in den ausgewählten Landgemeinden umfasst die Bereiche regenerative Energien, Nahversorgung sowie Kunst und Kultur. mehr info

In seinem Dissertationsprojekt ging Thorsten Heimann der Frage nach, wie sich kulturelle Unterschiede im Umgang mit Klimawandel an europäischen Küsten beschreiben und erklären lassen. Dazu entwickelte er das Konzept des relationalen Kulturraums, erarbeitete umweltsoziologische Erklärungsansätze und prüfte diese anhand einer Befragung von mehr als 800 Akteuren der Raumentwicklung europäischer Küstenstaaten. mehr info

Das Teilprojekt „Gesellschaftliche Verarbeitungen des Klimawandels“ des „Potsdamer Forschungsverbundes für Naturgefahren, Klimawandel und Nachhaltigkeit“ (PROGRESS) untersuchte mit sozialwissenschaftlichen Methoden, wie Klimaveränderungen im Nord- und Ostseeraum antizipiert, wahrgenommen und in Handeln übersetzt werden. Durch die Untersuchung von Mediendiskursen und Expertenaussagen konnten Grundsätze und Maßnahmen identifiziert werden, die für eine erfolgreiche klimawandelbezogene Planung entscheidend sind. mehr info

Regenerierung von Städten

Das Forschungsprojekt widmet sich am Beispiel von Regionen in Ghana und Indonesien aktuellen Umweltveränderungen, die auf die Küstengebiete ein- und rückwirken und setzt diese in Beziehung zu den sich ebenfalls verändernden Migrations- und Mobilitätsmustern. Ein besonderes Forschungsinteresse des Teilprojektes am IRS liegt in der Betrachtung von migrant trajectories, die unter anderem durch migration industries gespeist werden. mehr info

Migration und Mobilität sind seit langem ein Mittel sozialer Organisation in vielen Regionen. Diese Migrationsbewegungen speisen sich aus Migrationserfahrungen früherer MigrantInnen, sind eine Reaktion auf ökonomische und politische Entwicklungen, kulturelle und soziale Einflüsse und basieren auf (Migrations)netzwerken und Migrationsnarrativen. Der Fokus des Dissertationsvorhabens von Usha Ziegelmayer liegt auf der Analyse der migrant trajectories in zwei Forschungsregionen sowie deren Theoretisierung im Kontext von Umweltwandel. mehr info

The purpose of this thesis is to advance the understanding of refugees’ everyday life conditions within the European Union today. While in the years of the cold war the “refugee” was rather seen as a “hero”, nowadays (s)he is represented as a “victim” (Marchetti, 2014b): In the public discourse the word “Refugee” is currently associated to words such as “marginalization”, “poverty”. Indeed most of refugees are experiencing all of this. Moving away from this perspective in this dissertation I consider refugees as social actors in the European Union system; I have focused on their mobility across countries, namely Italy and Germany, because mobility is a necessary – although unequally accessible – resource in order to build a living. This thesis describes and explains the mechanisms that lie in refugees’ lived experiences of discrimination and marginalization, notably focusing on the legal status of refugees and their mobility, analyzing their interaction within the Schengen area. Basing on an ethnographic research, this thesis thus explores and analyses the cross-national mobility of refugees’ within the Schengen area and the living conditions of refugees both in loco and while moving across Turin and Berlin, two cities that are two important knots in the wide spanning web of contacts of refugees who took part in my research. mehr info