Forschungsthema KONZEPTIONELLE ZUGÄNGE ZU KRISE UND RESILIENZ

Krisenerscheinungen stellen gesellschaftliche Akteure vor die Aufgabe, Lösungen zu finden und Resilienz aufzubauen. Krisen wie auch Resilienzbildungen haben dabei in aller Regel sozio-räumliche Implikationen, die bislang nur unsystematisch betrachtet wurden. Am IRS werden die Begriffe der Krise, aber auch der Vulnerabilität und der Resilienz systematisch aus sozialwissenschaftlicher Perspektive und im Hinblick auf sozio-räumliche Dimensionen betrachtet. Ausgehend von sozialkonstruktivistischen Annahmen und einer relationalen Raumtheorie werden gesellschaftliche Wahrnehmungsweisen wie auch soziale Praktiken der Verarbeitung von Gefährdungen in theoretischer Hinsicht konzeptualisiert, um bisherige Ansätze zu Krisen und Resilienz zu erweitern und für die zukünftige sozialwissenschaftliche Raumforschung fruchtbar zu machen.

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Aktuelles
04. Juni | 2018
Seminar zu ländlichen Räumen in Deutschland in Rogatschow (Belarus)

Viele strukturschwache ländliche Regionen in Deutschland und Europa sind geprägt von demografischen, wirtschaftlichen und sozial-kulturellen Herausforderungen – darunter unter anderem die Sicherung der Daseinsvorsorge, der Umgang mit leerstehenden Gebäuden oder die Vitalisierung des rückläufigen Vereinslebens. Um Wissen und Erfahrungen mit belarussischen Experten der ländlichen Entwicklung zu teilen und innovative Ansätze für eine nachhaltige Entwicklung ländlicher Räume zu diskutieren, hat Dr. Tobias Federwisch am 19.04.2018 in Rogatschow (Belarus) ein Seminar mit dem Titel „Ländliche Räume in Deutschland. Innovative Impulse für eine nachhaltige Entwicklung“ durchgeführt. mehr Info

Aktuelles
18. Januar | 2018

Vulnerabilität und Resilienz sind seit rund 50 Jahren etablierte Konzepte, um die Bedrohungen und Schutzmechanismen von unterschiedlichsten Systemen zu analysieren. Vielfältige Anwendung finden sie beispielsweise in der Erforschung von Gefährdungen durch Naturkatastrophen, aber auch in Bezug auf wirtschaftliche, politische oder soziale Krisen. Moderne sozialwissenschaftliche Perspektiven auf Vulnerabilität und Resilienz betonen, dass Gefahren keine objektiv bestimmbaren Größen sind, sondern Systeme ¬– etwa Gesellschaften, Personen oder Städte – durch interne Faktoren individuell unterschiedlich vulnerabel gegenüber der „gleichen“ Gefahr sind. Ein Special Issue des „International Journal of Mass Emergencies and Disasters“, das von Prof. Margarethe Kusenbach (University of South Florida) und Prof. Gabriela Christmann (IRS) herausgegeben wurde, wirft nun einen detaillierten Blick auf den Zusammenhang von sozialer Marginalisierung und Gefährdung. mehr Info

Workshop
Fotos: Felicitas Hillmann, Karte: d-maps.com
15. Oktober | 2018
The Governance of Migration and the Local Scale in European Perspective

How cities deal with the challenges of migration is one of the major questions of our times. The approaches chosen strongly influence the pace and dynamics of urban transformation. Not only did cities adopt similar housing and labor market policies in response to the influx of new arrivals, and at times deploy soft policy instruments to attract a specific type of labor migrant. Many cities also devised policies to foster the integration of these individuals into the host society. New alliances between civil society, migrant communities and local authorities developed especially with regard to Syrian refugees in European societies. mehr Info