Forschungsthema KONZEPTIONELLE ZUGÄNGE ZU KRISE UND RESILIENZ

Krisenerscheinungen stellen gesellschaftliche Akteure vor die Aufgabe, Lösungen zu finden und Resilienz aufzubauen. Krisen wie auch Resilienzbildungen haben dabei in aller Regel sozio-räumliche Implikationen, die bislang nur unsystematisch betrachtet wurden. Am IRS werden die Begriffe der Krise, aber auch der Vulnerabilität und der Resilienz systematisch aus sozialwissenschaftlicher Perspektive und im Hinblick auf sozio-räumliche Dimensionen betrachtet. Ausgehend von sozialkonstruktivistischen Annahmen und einer relationalen Raumtheorie werden gesellschaftliche Wahrnehmungsweisen wie auch soziale Praktiken der Verarbeitung von Gefährdungen in theoretischer Hinsicht konzeptualisiert, um bisherige Ansätze zu Krisen und Resilienz zu erweitern und für die zukünftige sozialwissenschaftliche Raumforschung fruchtbar zu machen.

Aktuelles
06. November | 2017

Im Sommer 1997 wüten die Hochwasserwellen zunächst in Schlesien, bevor sie schließlich den deutsch-polnischen Grenzraum erreichen. Auf beiden Seiten der Oder waren scheinbar ähnliche Herausforderungen durch das „Naturereignis“ zu bewältigen. Doch wie geht man auf beiden Seiten der Oder mit Herausforderungen wie diesen um? Die Historie des Flusses lässt auf eine Vielfalt von Lebenswelten an der Oder schließen. Gibt es kulturelle Unterschiede? Hatten die Ereignisse selbst gesellschaftliche und kulturelle Veränderungen zur Folge? Ist die vermeintlich „natürliche“ Barriere der Oder in Zeiten intensiver transnationaler Kommunikation überhaupt auch eine kulturelle? Zu diesen Fragestellungen diskutierten am 3. November 2017 die Organisatoren um Kamil Bembnista und Dr. Thorsten Heimann mit der Literaturwissenschaftlerin Dr. Anna Barcz, dem taz-Journalisten und Autor Uwe Rada und dem Theater- und Dokumentarfilmregisseur Tobias Lenel. mehr Info

Aktuelles
17. Oktober | 2017
Die Rolle von Beratung bei der Schaffung und Nutzung von „Gelegenheiten“ in Krisenverläufen

In der IRS-Forschungsabteilung „Dynamiken von Wirtschaftsräumen“ startete zum 1. Oktober 2017 ein neues vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziertes Drittmittelprojekt, welches im Kontext des IRS-Querschnittsthemas „Krise und Resilienz“ steht. Es setzt sich mit dem Potenzial von Krisen als Problemlöser auseinander und versucht zu ergründen, was von handelnden Akteuren in Krisensituationen getan werden kann, um nicht nur die Krisensymptome zu lindern, sondern auch einen grundlegenden Wandel einzuleiten und damit die zugrunde liegenden Ursachen der Krisen zu bekämpfen. Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren und wird Grundlagenforschung und anwendungsbezogene Forschung zu Krisen zusammenführen. mehr Info