Forschungsthema INNOVATIONSPROZESSE IN RAUM-ZEITLICHER PERSPEKTIVE

Innovationen können verstanden werden als die praktische gesellschaftliche Nutzung und Inwertsetzung neuer Ideen. Die Fähigkeit von Unternehmen, Organisationen, Regionen und ganzen Gesellschaften Innovationen hervorzubringen wird als zentral angesehen, für deren Konkurrenz- und Zukunftsfähigkeit. Alle größeren gesellschaftlichen Herausforderungen benötigen Innovationen, um angemessen beantwortet zu werden. In den Sozialwissenschaften ist das Interesse daran, wie Innovationen organisiert werden können und wie Innovationsprozesse stimuliert, unterstützt oder gelenkt werden können von hochrangiger Bedeutung. Das IRS trägt zu diesen Forschungen eine raum-zeitliche Perspektive bei. Ausgehend von beobachtbaren Innovationen in der Gegenwart wird nach dem Ursprung der zugrundeliegenden Ideen gesucht und die Prozesse der Entstehung, Entfaltung und Konsolidierung von Innovationen rekonstruiert. Am IRS konnten verschiedene Prozessmodelle von sozialem Wandel, Innovations- und Institutionalisierungsprozessen für diverse Handlungsfelder (verschiedene Wirtschaftssektoren, politisch-administrative Domänen, zivilgesellschaftliche Neuerungen) und verschiedene räumliche Praktiken entwickelt werden. Die Forschungen beschäftigen sich sowohl mit den Gesamtprozess als auch vertieft mit einzelnen Phasenabschnitten (z.B. soziale Experimente, Modellprojekte). Weiterhin konnte auch methodische Expertise zur Erhebung von qualitativen Längsschnittdaten (z.B. Innovationsbiographien, Finanzbiographien) verfeinert werden.

Aktuelles
05. September | 2017

Ländliche Gemeinden gelten gemeinhin als innovationsfern und damit nicht prädestiniert dafür, den ökonomischen und sozialen Herausforderungen zu begegnen, die sich unter anderem durch den demografischen Wandel stellen. Vergleichbar pessimistisch sind die Einschätzungen zum Erneuerungspotenzial durch ältere Menschen auf dem Land, denn auch ihnen wird eher Traditionsorientierung denn Innovationsfähigkeit nachgesagt. Dass beide Bilder oft nicht der Realität entsprechen, zeigen IRS-Forschungen im Projekt „Innovationen in Landgemeinden“. mehr Info

Aktuelles
21. August | 2017

Seit einigen Jahren öffnen weltweit in vielen Großstädten und Regionen offene Orte für kreative Zusammenarbeit und nutzergetriebene Innovation unter Namen wie „Coworking Space“, „Fab Lab“ oder „Maker Space“ ihre Türen. In dem zweijährigen, BMBF-geförderten Projekt „Open Creative Labs in Deutschland“ haben Wissenschaftler/-innen des IRS diese Orte in deutschen Metropolregionen erfasst und typisiert. Darauf aufbauend sind sie der Frage nachgegangen, welche Möglichkeiten zur erweiterten Partizipation von Bürger/-innen an Innovationsprozessen sich durch diese neuen Orte ergeben. Am 23. Juni 2017 hat das Projektteam seine Forschungsergebnisse mit Vertreter/-innen aus Politik und Wirtschaft auf der Konferenz „Partizipation durch Machen: Open Creative Labs als Zwischenorte für Innovationen“ diskutiert mehr Info

Konferenz
07. Dezember | 2017 - 08. Dezember | 2017
Social Enterprises as Drivers of Social Innovation in Rural Europe

For two years the RurInno research and training project investigated how social enterprises in rural Europe foster social innovation and rural development. The Final Symposium provides a participative forum to share and discuss the acquired knowledge and experiences with academics and practitioners who do research and operate in the field of social entrepreneurship, social innovation and rural development. mehr Info