Forschungsthema INNOVATIONSPROZESSE IN RAUM-ZEITLICHER PERSPEKTIVE

Innovationen können verstanden werden als die praktische gesellschaftliche Nutzung und Inwertsetzung neuer Ideen. Die Fähigkeit von Unternehmen, Organisationen, Regionen und ganzen Gesellschaften Innovationen hervorzubringen, wird als zentral angesehen, für deren Konkurrenz- und Zukunftsfähigkeit. Alle größeren gesellschaftlichen Herausforderungen benötigen Innovationen, um angemessen beantwortet zu werden. In den Sozialwissenschaften ist das Interesse daran, wie Innovationen organisiert werden können und wie Innovationsprozesse stimuliert, unterstützt oder gelenkt werden können von hochrangiger Bedeutung. Das IRS trägt zu diesen Forschungen eine raum-zeitliche Perspektive bei. Ausgehend von beobachtbaren Innovationen in der Gegenwart wird nach dem Ursprung der zugrundeliegenden Ideen gesucht und die Prozesse der Entstehung, Entfaltung und Konsolidierung von Innovationen rekonstruiert. Am IRS konnten verschiedene Prozessmodelle von sozialem Wandel, Innovations- und Institutionalisierungsprozessen für diverse Handlungsfelder (verschiedene Wirtschaftssektoren, politisch-administrative Domänen, zivilgesellschaftliche Neuerungen) und verschiedene räumliche Praktiken entwickelt werden. Die Forschungen beschäftigen sich sowohl mit den Gesamtprozess als auch vertieft mit einzelnen Phasenabschnitten (z.B. soziale Experimente, Modellprojekte). Weiterhin konnte auch methodische Expertise zur Erhebung von qualitativen Längsschnittdaten (z.B. Innovationsbiographien, Finanzbiographien) verfeinert werden.

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Aktuelles
23. Juli | 2018

Das neu erschienene Policy Paper „Do It!“ aus dem IRS-Forschungsprojekt „Open Creative Labs in Deutschland“ leuchtet Potenziale sowie politische Gestaltungsaufgaben und Förderoptionen für Open Creative Labs aus. Die Empfehlungen basieren auf quantitativen und qualitativen Erhebung und Analysen von Labs in deutschen Metropolregionen. In Mittelpunkt des Projekts stand die Frage, ob Labs an sie gestellte Erwartungen, Gelegenheiten für Innovationen und zur Partizipation von Bürger/-innen an Prozessen der Forschung und Technologieentwicklung zu bieten, erfüllen können. Die Erwartungen seien im Kern berechtigt, müssten aber auch relativiert werden, so das Fazit der Autor/-innen. mehr Info

Aktuelles
11. Juli | 2018

Die internationale Forschung zu Energiewenden ist so vielfältig wie das Phänomen selbst. So wie sich die Herausforderungen und Konflikte in den jeweiligen Energiewenden unterscheiden, so unterscheiden sich die sie analysierenden Forschungsperspektiven. Und trotzdem oder gerade deshalb – so lautet das durchweg positive Fazit der ersten internationalen Konferenz des Leibniz-Forschungsverbundes Energiewende (LVE) – sind die Diskussionen über Fragestellungen und empirische Gegenstände in einem internationalen Setting besonders fruchtbar. Unter dem Titel „Breaking the Rules! Energy Transitions as Social Innovations“ fanden sich am 14. und 15. Juni 2018 etwa 180 Wissenschaftler/-innen im Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) ein, um ihre Sichtweisen auf die Energiewenden, ihre Forschungsergebnisse oder Projektideen zu präsentieren und miteinander zu diskutieren. Schwerpunkt der Konferenz war die soziale Dimension der Energiewende und ihrer gesellschaftlichen Erfolgsfaktoren. mehr Info