ForschungsthemaINNOVATIONSPROZESSE IN RAUM-ZEITLICHER PERSPEKTIVE

Innovationen können verstanden werden als die praktische gesellschaftliche Nutzung und Inwertsetzung neuer Ideen. Die Fähigkeit von Unternehmen, Organisationen, Regionen und ganzen Gesellschaften Innovationen hervorzubringen, wird als zentral angesehen, für deren Konkurrenz- und Zukunftsfähigkeit. Alle größeren gesellschaftlichen Herausforderungen benötigen Innovationen, um angemessen beantwortet zu werden. In den Sozialwissenschaften ist das Interesse daran, wie Innovationen organisiert werden können und wie Innovationsprozesse stimuliert, unterstützt oder gelenkt werden können von hochrangiger Bedeutung. Das IRS trägt zu diesen Forschungen eine raum-zeitliche Perspektive bei. Ausgehend von beobachtbaren Innovationen in der Gegenwart wird nach dem Ursprung der zugrundeliegenden Ideen gesucht und die Prozesse der Entstehung, Entfaltung und Konsolidierung von Innovationen rekonstruiert. Am IRS konnten verschiedene Prozessmodelle von sozialem Wandel, Innovations- und Institutionalisierungsprozessen für diverse Handlungsfelder (verschiedene Wirtschaftssektoren, politisch-administrative Domänen, zivilgesellschaftliche Neuerungen) und verschiedene räumliche Praktiken entwickelt werden. Die Forschungen beschäftigen sich sowohl mit den Gesamtprozess als auch vertieft mit einzelnen Phasenabschnitten (z.B. soziale Experimente, Modellprojekte). Weiterhin konnte auch methodische Expertise zur Erhebung von qualitativen Längsschnittdaten (z.B. Innovationsbiographien, Finanzbiographien) verfeinert werden.

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Aktuelles
06. August | 2019

Wenn über Startups geredet wird, ist damit eine besondere Art von Unternehmensgründungen gemeint: Es geht um international ausgerichtete, wachstumsorientierte Unternehmen in Branchen wie der Digital-, Hightech- oder Kreativwirtschaft. Solche Unternehmen brauchen besondere Bedingungen, die seit einiger Zeit unter dem Label „Entrepreneurial Ecosystem“ – unternehmerisches Ökosystem – zusammengefasst werden. Auf dem von der Volkswagenstiftung geförderten Herrenhauser Symposium „Temporal Dynamics in Entrepreneurial Ecosystems“ am 1. und 2. Juli in Hannover diskutierten international führende Entrepreneurship-Forscherinnen und -Forscher den Stand des Wissens zu unternehmerischen Ökosystemen. mehr Info

Aktuelles
16. Juli | 2019

Vor wenigen Tagen berichtete die von der Bundesregierung eingesetzte Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ von erheblichen regionalen Unterschieden. Vor allem ländliche Regionen leiden demnach unter vergleichsweise schlechten Bildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten, geringeren Einkommen und einer schlechten Versorgung mit öffentlichen und privaten Dienstleistungen. Dieser Befund lässt sich auf ländliche Regionen vieler europäischer Länder übertragen. In vielen Regionen ist der Wegfall von Arztpraxen, Dorfläden, Schulen und öffentlichen Ansprechpartnern und Angeboten zu beobachten. In dieser Situation ruhen Erwartungen auf einem relativ neuen Akteurstyp, den sogenannten Sozialunternehmen. In einem neu erschienenen Buch werden Sozialunternehmen und ihre Rolle in ländlichen Räumen beleuchtet. mehr Info