Forschungsthema FORMEN UND IMPLIKATIONEN RAUMBEZOGENER GOVERNANCE

In der raumbezogenen Sozialforschung am IRS ist die Untersuchung der wechselseitigen Strukturierung von Institutionen und Governance ein grundlegendes Forschungsthema. Governance wird dabei als Handlungskoordination, also als Interaktion von in der Regel kollektiven Akteuren mit dem Ziel des Managements von Interdependenzen verstanden. Der Fokus der Governance-Forschung am IRS richtet sich auf Raumkonstrukte, die als Ergebnis kollektiven Akteurshandelns konstituiert werden und Resultate beziehungsweise Orte raumbezogener Governance sind.

Raumbezogene Governance ergibt sich aus dem Zusammenspiel unterschiedlicher Handlungs- und Steuerungsformen. Diese sind jeweils handlungsfeldspezifisch (z.B. Regenerierungspolitik, Gestaltung dezentraler Energiewenden), spezifisch für bestimmte Städte oder Regionen sowie spezifisch für das Zusammenspiel verschiedener Handlungsebenen im Mehrebenensystem. Dabei spielen auch Machtverschiebungen zwischen Handlungsebenen im Zuge von Europäisierung und Regionalisierung eine Rolle. Implikationen raumbezogener Governance ergeben sich etwa durch ihre Beeinflussung durch Migration, "policy mobility" oder die Rolle von Schlüsselfiguren.

Foto: © Harald Hirsch

Aktuelles
19. November | 2018

Dr. Jana Kleibert wurde am 15. November 2018 in London mit dem RSA Routledge Early Career Award ausgezeichnet, der von der Regional Studies Association (RSA) vergeben wird. Sie erhielt die Auszeichnung für ihr Paper „Global Production Networks, Offshore Services and the Branch-Plant Syndrome“, das 2016 in Regional Studies veröffentlicht wurde. mehr Info

Aktuelles
13. Juli | 2018

In der Forschungsabteilung „Regenerierung von Städten“ sind zum 1. Juli 2018 zwei Forschungsprojekte gestartet, die institutionellen Wandel und sozialräumliche Transformation in Quartieren von ost- und mitteleuropäischen Städten untersuchen. Das von der DFG und dem polnischen Pendant Narodowe Centrum Nauki (NCN) im gemeinsamen Beethoven-Programm geförderte Projekt „Similar but Different: Neighbourhood Change in Halle (Saale) and Łódź“ thematisiert unterschiedliche Pfade der Entwicklung von Innenstadtquartieren, Großwohnsiedlungen und neuen Vorortsiedlungen in den beiden Städten nach dem Systemwechsel vor gut 25 Jahren. Das BMBF-geförderte Projekt „Estates after Transition“ fokussiert sich auf den Vergleich von sechs Großwohnsiedlungen in Deutschland, Estland und Russland. mehr Info