ForschungsthemaFORMEN UND IMPLIKATIONEN RAUMBEZOGENER GOVERNANCE

In der raumbezogenen Sozialforschung am IRS ist die Untersuchung der wechselseitigen Strukturierung von Institutionen und Governance ein grundlegendes Forschungsthema. Governance wird dabei als Handlungskoordination, also als Interaktion von in der Regel kollektiven Akteuren mit dem Ziel des Managements von Interdependenzen verstanden. Der Fokus der Governance-Forschung am IRS richtet sich auf Raumkonstrukte, die als Ergebnis kollektiven Akteurshandelns konstituiert werden und Resultate beziehungsweise Orte raumbezogener Governance sind.

Raumbezogene Governance ergibt sich aus dem Zusammenspiel unterschiedlicher Handlungs- und Steuerungsformen. Diese sind jeweils handlungsfeldspezifisch (z.B. Regenerierungspolitik, Gestaltung dezentraler Energiewenden), spezifisch für bestimmte Städte oder Regionen sowie spezifisch für das Zusammenspiel verschiedener Handlungsebenen im Mehrebenensystem. Dabei spielen auch Machtverschiebungen zwischen Handlungsebenen im Zuge von Europäisierung und Regionalisierung eine Rolle. Implikationen raumbezogener Governance ergeben sich etwa durch ihre Beeinflussung durch Migration, "policy mobility" oder die Rolle von Schlüsselfiguren.

Foto: © Harald Hirsch

Aktuelles
26. November | 2020

Die finnische Stadt Turku gilt als Vorreiterin der städtischen Klimapolitik. Bereits 2029 möchte sie klimaneutral sein. Im Auftrag der Stadt und in Kooperation mit der Åbo Akademi University untersucht das IRS im Projekt „Matching Forerunner Cities“ (MaFoCi), was Turku von vergleichbar aufgestellten Städten im Nord- und Ostseeraum in Sachen Klimaschutz lernen kann, sowie was die Städte voneinander lernen können. Nun fand der Abschlussworkshop des Projekts statt. Die Publikation von Ergebnissen wird für Anfang 2021 erwartet. mehr Info

Aktuelles
23. Januar | 2020

Im November 2019 wurde das dreißigjährige Jubiläum der friedlichen Revolution von 1989 öffentlich gefeiert, oft mit Gesten der Freude und des Stolzes. Aus einer eher nüchternen, historischen Perspektive heraus fokussierte das 47. Brandenburger Regionalgespräch des IRS hingegen auf die zeitgeschichtliche Bedeutung von Städtebau und Wohnen für den Umbruch von 1989/90. „Von der Partizipation zur friedlichen Revolution – Die politische Bedeutung von Bürgerinitiativen gegen Altstadtverfall in der DDR und in der Gegenwart“, so lautete der Titel des Gesprächs, zu dem das IRS eingeladen hatte. mehr Info