Aktuelles Leitprojekt

Die europäischen Städte, seit den 1990er Jahren durch den wirtschaftlichen Strukturwandel mit zunehmenden sozialräumlichen Ungleichentwicklungen konfrontiert, mussten sich mit der Globalisierung neu erfinden. Übergreifend ist dabei ein starkes Interesse an der Generierung von Zuwanderung. Dabei kommt es vielfach zu einer Diskrepanz zwischen dem gewünschten Zuzug Hochqualifizierter, sozial bessergestellter Schichten und kreativer Klassen und zum Teil ungeplanter Zuwanderung durch Arbeitsmigranten, temporären Bewohnern und Flüchtlingen. Im Leitprojekt untersuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, inwieweit diese Diskrepanz auf die Stadtentwicklungsprozesse zurückwirkt. mehr info

Aktuelle Drittmittelprojekte

Um nicht mehr zu schrumpfen, sondern wieder zu wachsen, sind viele Städte auf Zuwanderung angewiesen. Trotz des zunehmenden Wettbewerbs um junge Einwohner, Studierende und qualifizierte Fachkräfte sowie der verbreiteten Wachstumspolitiken entwickeln die Städte bisher kaum eigene Zuwanderungsstrategien, da die Steuerung der Zuwanderung bisher vielmehr als eine staatliche Aufgabe gilt. Mit ihren Integrationspolitiken reagieren die Städte lediglich auf den Zuzug von Migranten und die staatliche Zuweisung von Flüchtlingen und Asylbewerbern. Eine Verknüpfung von Stadtentwicklungs- und Integrationskonzepten erfolgt in der Planungspraxis kaum. mehr info

In einer Studie für die Bertelsmann-Stiftung systematisieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Forschungsabteilung „Regenerierung von Städten“ ab Juli 2017 den Forschungsstand zum Umgang mit kultureller Vielfalt im Kontext internationaler Migration mit einem Fokus auf städtische Gesellschaften. Ziel der Studie ist es, die Bedingungen einer gelingenden Vielfalt zu eruieren und damit das Verständnis für die Stärken der Vielfalt in der Gesellschaft zu vertiefen. mehr info

The aim of the research project is to explore how migrants from Turkey as an established immigrant group have interpreted and acted on the arrival of the Syrian refugees in Berlin from the 2014 onwards until now and whether the interaction between the two groups has resulted in new spaces in which new contestations and/or solidarity emerge. mehr info

Die Projektpartner erarbeiten quantitative und qualitative Grundlageninformationen zur aktuellen Dynamik des Arbeitsmarktes auf nationaler und regionaler Ebene in Europa. Dabei stehen die Schlüsselentwicklungen und die wesentlichen Faktoren – etwa lokale und regionale Bedingungen und Politiken – für die räumlichen Verteilungsmuster der Beschäftigung in Europa im Mittelpunkt. Einen besonderen Schwerpunkt bilden Fragen nach den damit verbundenen Wanderungsbewegungen (Abwanderung, jedoch die Rückwirkungen von Auslandscommunities auf die Ausgestaltung der lokalen Arbeitsmärkte) und den Konsequenzen für den territorialen Zusammenhalt. mehr info

Aktuelle Qualifizierungsprojekte

Während ethnisch-kulturelle Diversität seit Jahrzehnten auf der Tagesordnung städtischer Entwicklung und deren Erforschung steht, erfahren andere Diversitätsmarker bislang weniger Aufmerksamkeit. Dies gilt insbesondere für den Umgang der Städte mit sexueller Diversität, einem Teilaspekt der Diverstätspolitiken. In seinem Promotionsprojekt untersucht Jesko Meißel in regional vergleichender Perspektive die Formierung und Einbindung des Themas "Sexuelle Diversität" im Kontext allgemeiner Diversitätspolitiken und im Rahmen städtischer Transformationsprozesse und Ungleichentwicklung. Untersucht werden die Diversitätspolitiken von Manchester, Frankfurt am Main und Leipzig hinsichtlich ihrer Strategien im Umgang mit LGBT-Teilhabe. mehr info

Im Habilitationsprojekt "Public Policy and Gentrification in London, Berlin and St. Petersburg" untersucht Dr. Matthias Bernt von 2014 bis 2017 vergleichend Regenerierungspolitiken und Gentrifizierungsprozesse in Berlin, London und St. Petersburg. Er analysiert dabei, welchen Einfluss verschiedene institutionelle Kontexte, Planungspolitiken und Eigentumsverhältnisse auf Verläufe und Dynamiken von Gentrifizierungsprozessen haben. mehr info