Aktuelles Leitprojekt

Fragen der Zuwanderung haben aktuell besonders auf der lokalen Ebene einen hohen Stellenwert erlangt. Die Fluchtmigration der letzten Jahre hat zu neuen Aushandlungsprozessen in der Stadtpolitik geführt. Auf nationaler Ebene wird über einen Wandel von Deutschland zu einem Einwanderungsland diskutiert und ein neues Zuwanderungsgesetz soll legale Wege der Arbeitsmigration ermöglichen. Gleichzeitig ist Migration zu einem zentralen Mobilisierungsfeld neuer rechter Parteien und Bewegungen geworden. Die aktuellen Auseinandersetzungen um Zuwanderung führen für kommunale EntscheidungsträgerInnen zu einer Vielzahl von neuen Dilemmata. In diesem Forschungsprojekt soll untersucht werden, wie strukturschwache Städte Zuwanderungspolitiken formulieren, welche Konflikte im Umgang mit Zuwanderung entstehen und wie mit migrationsbezogenen Segregationsprozessen umgegangen wird. mehr info

Aktuelle Drittmittelprojekte

Das Verbundprojekt untersucht Potentiale und Probleme von ehemaligen Stadtumbauquartieren im Wandel zum Einwanderungsquartier. Das Verbundprojekt ist in fünf Teilprojekte gegliedert. Das Teilprojekt 1 „Governance” soll am IRS bearbeitet werden. Es untersucht Planungsgrundlagen und Akteurskonstellationen in den Städten Cottbus, Schwerin und Halle (Saale), um eine bessere Steuerung des Wandels durch kommunale Akteure zu ermöglichen. mehr info

Das in Kooperation mit der Universität Łódź eingeworbene Projekt thematisiert unterschiedliche Pfade der Entwicklung von unterschiedlichen Quartieren in beiden Städten nach dem Systemwechsel vor gut 25 Jahren. Dabei erarbeiten die Wissenschaftler/-innen sowohl neue Erkenntnisse über das Zusammenspiel von institutionellen Kontexten und sozio-räumlichen Differenzierungsprozessen als auch über post-sozialistische Stadtentwicklung in Mittel- und Osteuropa. mehr info

Das Forschungsvorhaben „Estates after Transition – Großwohnsiedlungen nach der Transformation“ zielt auf die Untersuchung aktueller Stadtentwicklungsprozesse in postsozialistischen Großwohnsiedlungen. Es basiert auf vergleichenden Fallstudien von sechs Wohngebieten in Ostdeutschland, Estland und Russland; die Untersuchungen in Halle-Neustadt und Berlin-Marzahn werden vom IRS durchgeführt. Im Mittelpunkt stehen dabei Akteure, ihre Interessen und Ressourcen sowie die Entwicklungsdynamiken, die sich aus ihrem Zusammenwirken ergeben. mehr info

Um nicht mehr zu schrumpfen, sondern wieder zu wachsen, sind viele Städte auf Zuwanderung angewiesen. Trotz des zunehmenden Wettbewerbs um junge Einwohner, Studierende und qualifizierte Fachkräfte sowie der verbreiteten Wachstumspolitiken entwickeln die Städte bisher kaum eigene Zuwanderungsstrategien, da die Steuerung der Zuwanderung bisher vielmehr als eine staatliche Aufgabe gilt. Mit ihren Integrationspolitiken reagieren die Städte lediglich auf den Zuzug von Migranten und die staatliche Zuweisung von Flüchtlingen und Asylbewerbern. Eine Verknüpfung von Stadtentwicklungs- und Integrationskonzepten erfolgt in der Planungspraxis kaum. mehr info

Aktuelle Qualifizierungsprojekte

In der politischen Theorie gilt das „Gemeinwohl“ als ethischer Maßstab staatlichen Handelns. Auch in der Stadtplanung bildet das Gemeinwohl eine wesentliche Grundlage, auf der sowohl das disziplinäre Selbstverständnis als auch die Praxislegitimation beruhen. Das Projekt setzt sich mit Konzeptualisierungen des Gemeinwohls in der Planung und untersucht wie sie das disziplinäre Selbstverständnis prägen. mehr info

Während ethnisch-kulturelle Diversität seit Jahrzehnten auf der Tagesordnung städtischer Entwicklung und deren Erforschung steht, erfahren andere Diversitätsmarker bislang weniger Aufmerksamkeit. Dies gilt insbesondere für den Umgang der Städte mit sexueller Diversität, einem Teilaspekt der Diverstätspolitiken. In seinem Promotionsprojekt untersucht Jesko Meißel in regional vergleichender Perspektive die Formierung und Einbindung des Themas "Sexuelle Diversität" im Kontext allgemeiner Diversitätspolitiken und im Rahmen städtischer Transformationsprozesse und Ungleichentwicklung. Untersucht werden die Diversitätspolitiken von Manchester, Frankfurt am Main und Leipzig hinsichtlich ihrer Strategien im Umgang mit LGBT-Teilhabe. mehr info