Forschungsabteilung REGENERIERUNG VON STÄDTEN

Die Abteilung beschäftigt sich mit Fragen der Regenerierung von Städten und begreift diese als analytischen Schlüssel zum Verständnis urbaner Transformationen. Das Forschungsinteresse richtet sich auf Praktiken der Planung, die sozialräumliche Ungleichheiten und Fragmentierungen innerhalb und zwischen Städten adressieren. Die  Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen die unterschiedlichen Ausprägungen lokaler Steuerungsansätze von Politik, Planung und Zivilgesellschaft im Umgang mit zunehmend globalen Herausforderungen. Dazu zählen beispielsweise die Migration und die Umverteilung von Ressourcen für verschiedene Bevölkerungsgruppen. Empirisch relevant sind vornehmlich europäische Städte, die einen starken Strukturwandel durchliefen und die auf diese krisenhafte Situation mit spezifischen Handlungskonzepten reagierten.

Einen besonderen Stellenwert nehmen stadtentwicklungspolitische Fragen im Rahmen des sogenannten Stadtumbaus ein. Die im Jahr 2004 im Auftrag des Bundes eingerichtete Bundestransferstelle „Stadtumbau Ost“ hat sich hier als Kompetenzzentrum für den Wissenstransfer etabliert.

Aktuelles Leitprojekt

Die europäischen Städte, seit den 1990er Jahren durch den wirtschaftlichen Strukturwandel mit zunehmenden sozialräumlichen Ungleichentwicklungen konfrontiert, mussten sich mit der Globalisierung neu erfinden. Übergreifend ist dabei ein starkes Interesse an der Generierung von Zuwanderung. Dabei kommt es vielfach zu einer Diskrepanz zwischen dem gewünschten Zuzug Hochqualifizierter, sozial bessergestellter Schichten und kreativer Klassen und zum Teil ungeplanter Zuwanderung durch Arbeitsmigranten, temporären Bewohnern und Flüchtlingen. Im Leitprojekt untersuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, inwieweit diese Diskrepanz auf die Stadtentwicklungsprozesse zurückwirkt. mehr info

Aktuelles
13. November | 2017
Spitzenforscher und Nachwuchswissenschaftler auf der IRS Spring Academy 2017

Vom 2. bis zum 5. Mai 2017 richtete das IRS in Kooperation mit der Technischen Universität Berlin die erste „IRS Spring Academy: Investigating Space(s): Current Theoretical and Methodological Approaches“ aus. 26 Nachwuchswissenschaftler/-innen aus dem In- und Ausland, darunter Geographen, Politikwissenschaftler, Historiker und Soziologen, setzten sich vier Tage lang mit neueren theoretischen Konzepten und methodischen Ansätzen der raumbezogenen Forschung auseinander. Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung stand der Zusammenhang von Raum und Zeit. Gemeinsam mit renommierten Fachleuten diskutierten die Teilnehmer/-innen raumbezogene Theorien und Methoden, die den Faktor Zeit in unterschiedlicher Weise reflektieren – ob durch die Modellierung von raumwirksamen Prozessen oder durch die soziale Konstruktion von standardisierter Zeit. Für das IRS war die Veranstaltung zugleich eine Gelegenheit, die eigenen Forschungsarbeiten zu Raum-Zeit-Dynamiken weiter zu strukturieren und inhaltlich weiterzuentwickeln. mehr Info

Aktuelles
18. Oktober | 2017

Die angespannten Wohnungsmärkte vieler Großstädte erschweren das Ankommen von Flüchtlingen auf dem regulären Wohnungsmarkt. Das zeigt eine vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) herausgegebene Forschungsarbeit, die sich auf Fallstudien in zehn deutschen Kommunen stützt − darunter Köln, Mainz und Hannover. Die Studie wurde unter anderem in der IRS-Forschungsabteilung „Regenerierung von Städten“ durchgeführt, in der der Zusammenhang von Migrations- und Stadtentwicklungsprozessen im Mittelpunkt der Forschungen steht. mehr Info

Foto: © Felicitas Hillmann/IRS