Forschungsabteilung REGENERIERUNG VON STÄDTEN

Die Abteilung beschäftigt sich mit den Prozessen der urbanen Transformationen, speziell mit der Regenerierung von Städten mit Strukturproblemen. Das Forschungsinteresse richtet sich dabei auf Planungspraktiken, die sozialräumliche Ungleichheiten und Fragmentierungen innerhalb und zwischen Städten adressieren. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen die unterschiedlichen Ausprägungen lokaler Steuerungsansätze von Politik, Planung und Zivilgesellschaft im Umgang mit zunehmend globalen Herausforderungen. Dazu zählen beispielsweise die lokale Governance von Migration und die entsprechenden Ansätze zum Umgang mit migrationsbedingter kultureller Vielfalt in den Städten selbst. Ein Fokus der Abteilungsarbeit richtet sich auf die Umverteilung von Ressourcen für verschiedene Bevölkerungsgruppen, vor allem hinsichtlich der aktuellen Dynamiken auf den Wohnungsmärkten und bezüglich der Aushandlungsprozesse über Fragen des Gemeinwohls. Ein weiterer Fokus der Abteilungsarbeit liegt auf der konzeptionellen Beschäftigung mit internationaler Migration im Kontext von krisenhaften Entwicklungen. Empirisch relevant für die Abteilungsarbeit sind vornehmlich europäische Städte, die einen starken Strukturwandel durchliefen und die hierauf mit spezifischen Handlungskonzepten reagierten.

Aktuelles Leitprojekt

Fragen der Zuwanderung haben aktuell besonders auf der lokalen Ebene einen hohen Stellenwert erlangt. Die Fluchtmigration der letzten Jahre hat zu neuen Aushandlungsprozessen in der Stadtpolitik geführt. Auf nationaler Ebene wird über einen Wandel von Deutschland zu einem Einwanderungsland diskutiert und ein neues Zuwanderungsgesetz soll legale Wege der Arbeitsmigration ermöglichen. Gleichzeitig ist Migration zu einem zentralen Mobilisierungsfeld neuer rechter Parteien und Bewegungen geworden. Die aktuellen Auseinandersetzungen um Zuwanderung führen für kommunale EntscheidungsträgerInnen zu einer Vielzahl von neuen Dilemmata. In diesem Forschungsprojekt soll untersucht werden, wie strukturschwache Städte Zuwanderungspolitiken formulieren, welche Konflikte im Umgang mit Zuwanderung entstehen und wie mit migrationsbezogenen Segregationsprozessen umgegangen wird. mehr info

Aktuelles
29. April | 2020

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IRS publizieren nicht nur in akademischen Journalen. Immer öfter schreiben sie für Blogs und leisten damit Debattenbeiträge an der Schnittstelle von Fachöffentlichkeiten und breiter Online-Öffentlichkeit. Unter dem Hashtag #BloggingIRS werden künftig laufend aktuelle Blogbeiträge aus dem IRS gesammelt und vorgestellt – auf Twitter und in Einzelfällen auch auf der IRS-Website. Dabei werden auch immer der jeweilige Blog und die dahinterstehende Institution oder Person vorgestellt. Den Anfang machen zwei Beiträge im PRIF Blog des Leibniz-Instituts Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) von Verena Brinks und Oliver Ibert, sowie von Felicitas Hillmann. mehr Info

Aktuelles
02. März | 2020

Ende Januar 2020 beschloss das Berliner Abgeordnetenhaus den Mietendeckel. Die Initiative „Deutsche Wohnen enteignen!“ streitet derweil weiterhin für einen Volksentscheid, der eine Zwangsenteignung großer Wohnungsunternehmen in der Hauptstadt ermöglichen könnte. Begründet werden solche Vorstöße wieder zunehmend mit dem Gemeinwohl und dem Ideal sozialer Teilhabe. Doch wie stehen zivilgesellschaftliche Initiativen und kommunal- und landespolitische Institutionen in dieser Frage zueinander? Welche Konzepte von Gemeinwohl und Teilhabe erwachsen aus Aushandlungsbeziehungen zwischen ihnen? Seit Anfang 2020 widmet sich ein Forschungsprojekt dieser Frage. mehr Info

Regionalgespräch
Foto v.l.n.r.: © Harald Henkel, IRS,IRS
17. Juli | 2020

In den 2000er Jahren verloren viele ostdeutsche Großwohnsiedlungen massiv Einwohnerinnen und Einwohner. Mit dem Programm Stadtumbau Ost wurden seinerzeit ganze Quartiere um- oder rückgebaut. Die Zuwanderung Geflüchteter, vor allem ab dem Jahr 2015, verwandelt aktuell etliche dieser Wohnsiedlungen nach und nach in „Ankunftsquartiere“. Damit ergeben sich vor Ort neue Herausforderungen. mehr Info