Aktuelles Leitprojekt

Smart Cities sind in aller Munde – doch smarte Dörfer? Ländliche Räume, insbesondere in strukturschwachen Regionen, sind häufig von Abwanderung und einem zunehmenden Rückstand bei digitalen Infrastrukturen und Innovationsdynamiken betroffen. Beide Trends verstärken sich gegenseitig. Es gibt jedoch Beispiele für Dörfer, in welchen innovationsorientierte Initiativen nicht nur vorhandene Defizite ausgleichen, sondern situations- und problemspezifisch neue lokale Lösungsmodelle entwickeln. Sie verbinden dabei neue Dienstleistungsangebote mit kreativen Anwendungen von Digitaltechnologie und mitunter auch verbesserten digitalen Infrastrukturen. In diesem Leitprojekt sollen solche Initiativen, die von „smart Villagers“ vorangetrieben werden, aus der Perspektive des Konzepts „gesellschaftlicher Innovationen“ untersucht werden. Ein besonderer Fokus wird dabei auf die Aspekte der Mediatisierung und Digitalisierung gerichtet. mehr info

Aktuelle Drittmittelprojekte

Das Projekt Stadtquartier 4.1 will an der Schnittstelle zwischen technischer und sozialer Innovation herausfinden, ob und wie sich die Einführung neuartiger Logistik- und Mobilitätsangebote (u.a. anbieteroffene Paketstation und Lastenrad-Sharing) in einem Stadtquartier in den logistikbezogenen Denk- und Verhaltensweisen der dort lebenden und tätigen Menschen niederschlägt. Zweitens will es die kommunikativen und partizipativen Prozesse ergründen, über welche die neuartigen Logistik- und Mobilitätslösungen in Stadtviertel hinein vermittelt werden. Und drittens erforscht es ob und wie die soziale Akzeptanz für neuartige Logistiklösungen systematisch zwischen urbanem und suburbanem Wohnumfeld variiert. Das IRS-Teilprojekt stellt Wissen darüber bereit, wie und unter welchen Bedingungen sich technische Innovationen im Bereich der Stadtlogistik sozial etablieren und einen Beitrag zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung leisten können. mehr info

Seit einigen Jahren finden Sozialunternehmen zunehmende Beachtung in Politik, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Wirtschaft. Auch in Brandenburg gibt es ein breites Spektrum an Sozialunternehmen. Vor diesem Hintergrund will die Studie „Marktorientierte Sozialunternehmen in Brandenburg“ erstmals einen strukturierten Überblick über den Stand, die Entwicklungspotenziale und Unterstützungsbedarfe von Sozialunternehmen in Brandenburg erarbeiten. Mit dem Fokus auf marktorientierte Sozialunternehmen nimmt die vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg (MWAE) geförderte Studie speziell jene Unternehmen der Sozialwirtschaft in den Blick, die Einnahmen für ihre sozialen Anliegen durch die Positionierung neuartiger Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle am Markt erzielen. mehr info

The Global Center of Spatial Methods for Urban Sustainability (GCSMUS), is funded by the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ) via the DAAD program “Higher Education Excellence in Development Cooperation – exceed" and based at the Technische Universität Berlin (TU Berlin). GCSMUS seeks to introduce the use of social science research methodologies for the advancement of urban sustainable development, by connecting social sciences methodology, via knowledge transfer, exchange and implementation, with urban policy-making, planning and design.<br/> mehr info

Im Projekt untersuchen Wissenschaftler/-innen der IRS-Forschungsabteilung „Kommunikations- und Wissensdynamiken im Raum“ und der Adam-Mickiewicz-Universität Poznań sozio-räumliche Transformationsprozesse beiderseits der deutsch-polnischen Grenze nach deren Öffnung im Jahr 2007 bis 2019. Das Forschungsinteresse richtet sich auf die Frage, wie Entgrenzungen, neue Grenzziehungen und ggf. die Konstruktion von ‚Zwischenräumen‘ systematisiert werden können. mehr info

Sicherheit für die Bewohner/-innen und Besucher/-innen einer Stadt zu gewährleisten, ist eine zentrale Aufgabe für die Stadtpolitik und insbesondere für die baulich-räumliche Planung. Politik und Planung verfolgen daher das Ziel, als unsicher wahrgenommene Räume zu verbessern oder gar nicht erst entstehen zu lassen und Stigmatisierungen als „Angsträume“ oder „No-Go-Areas“ zu vermeiden. Das vom BMBF geförderte Verbundprojekt „Stadtsicherheit-3D“ systematisiert die Faktoren für räumliche Sicherheitsbewertungen, entwickelt Szenarien für die Intervention, katalogisiert bisherige Best Practices für Politik und Planung, entwickelt auf der Grundlage der empirischen Analysen neue Vorschläge für Best Practices und erarbeitet zugleich ein digitales Planungstool, das entsprechende Planungsprozesse über 3D-Stadtmodelle erleichtern soll. mehr info

Der Sonderforschungsbereich „Re-Figuration von Räumen“ ist der erste soziologie-geleitete Sonderforschungsbereich der DFG. Die Wissenschaftler/-innen haben sich zum Ziel gesetzt, die umfassenden räumlichen Neuordnungen globalen Maßstabs zu erforschen, die von einer Zunahme der globalen Zirkulation von Menschen und Gütern, der Entwicklung und Verbreitung digitaler Kommunikationstechnologien sowie dem damit verbundenen Anwachsen weltweiter Verflechtungen verursacht werden. Prof. Dr. Gabriela Christmann vom IRS ist als Mitglied des Vorstandes sowie als Sprecherin des Projektbereichs B „Räume der Kommunikation“ an dem SFB beteiligt und leitet das Teilprojekt „Digitale städtebauliche Planungen: Planerisches Handeln und materiell-physische Anordnungen“. mehr info

Die Europäische Kommission konstatiert in ihrem Bericht „Social innovation research in the European Union“ (EU 2013) einen Mangel an Forschungen zu sozialen Innovationen in ländlichen Regionen. RurAction füllt diese Forschungslücke. Das Forschungs- und Ausbildungsnetzwerk bringt renommierte Wissenschaftler und erfahrene Praktiker aus Bereichen der sozialwissenschaftlichen Raumforschung, der sozialen Innovationsforschung und des sozialen Unternehmertums zusammen, um zu erforschen, wie in strukturschwachen ländlichen Regionen sozial-innovative Lösungen für bestehende Problemlagen entwickelt werden. mehr info

Moderne Gesellschaften werden heute Innovationsgesellschaften, in denen Innovationen die dominante treibende Kraft der Entwicklung bildet. Produziert und reproduziert werden diese heute vor allem in Innovationsfeldern, die durch die Interaktion von Akteuren in Bezug auf spezielle Themen (beispielsweise Elektromobilität oder die Regulierung von Banken) konstituiert werden. Innovation wird im Zuge dieser Entwicklung zunehmend reflexiv, also selbst zum Ziel und Zweck gesellschaftlichen Handelns. Diese Reflexivität ist der zentrale Fokus des Graduiertenkollegs in seiner von der DFG bewilligten zweiten Phase, die von Oktober 2016 bis März 2021 angesetzt ist. mehr info

Aktuelle Qualifizierungsprojekte

Digitale Visualisierungen spielen heutzutage eine wichtige Rolle in Stadtplanungs- und Architekturpraxis. Fotorealistische Darstellungen werden bei verschiedenen Planungsverfahren und in allen Planungsschritten in immer größeren Mengen produziert. Die Erforschung von Produktion und Verwendung solcher fotorealistischer Darstellungen kann dazu beitragen, die verschiedenen Rationalitäten in Planungsprozessen besser zu verstehen. mehr info

Simulations-, GIS- und CAD-Software, 3D-Visualisierungen, 3D-Drucker und Drohnentechnologie sind Teil der digitalen Infrastruktur für Planer/-innen geworden, mit derer sie Städte analysieren, verstehen und deren Zukünfte entwerfen. Das Dissertationsprojekt untersucht mittels Methoden der qualitativen Sozialforschung und ethnographischer Arbeitsplatzstudien in privaten und öffentlichen Planungsbüros wie digitale Software und Werkzeuge die Design- und Planungspraktiken von Stadtplaner/-innen mitkonstruieren. In einem kulturvergleichenden Ansatz wird in unterschiedlichen Büros in verschiedenen Städten der Welt (Lagos, New York, Frankfurt) untersucht, inwieweit die digitalen Dinge die kommunikativen Handlungen der Planung sowie das Verständnis der Planer/-innen von Stadt und Raum mithervorbringen. mehr info

In current times, many rural regions in Europe are facing major social and economic problems. With a declining population in rural areas, both the public and private sectors struggle to keep services at the same levels as before. However, due to a decrease in revenue they are often only poorly maintained and as a result can become under-utilised and end up with being withdrawn. Similarly, also local living conditions and quality of life decreases as unemployment rises and skilled labour becomes limited.<br/><br/>These developments are mirrored in the media where structurally weak rural areas face recurring negative discourses. This can further reduce economic opportunities by framing the regions as a less rewarding context for both economic development and for everyday living,... mehr info

The following project starts from the assumption that space is not an inert, background category. Instead, like time, it is performed through specific intra-actions with/in practices (Barad, 2007). This presents a challenge; how to grasp practices intended to change space, such as those in social innovation and territorial transformation which are simultaneously affected by the spaces, or spatialities that they enter? It is in this entangled more-than-human performativity which my research engages. mehr info