Forschungsabteilung KOMMUNIKATIONS- UND WISSENSDYNAMIKEN IM RAUM

Die Abteilung erforscht Kommunikations- und Wissensprozesse in räumlichen Transformationen. Im Zentrum der Forschung steht die Frage, welche Rolle Kommunikationen für die Entstehung und Verbreitung neuen Raumwissens, für soziale Prozesse und materielle Raumgestaltungen haben. Untersuchungsgegenstände sind vor allem Transformationen in strukturschwachen Räumen sowie Anpassungsprozesse in Städten und Regionen, die vom Klimawandel betroffen sind. Im Zusammenhang mit strukturschwachen Räumen werden Entstehungs-, Etablierungs- und Ausbreitungsprozesse von  neuartigen Ideen, Praktiken und Projekten in der Raumentwicklung analysiert, die auch als „soziale Innovationen“ bezeichnet werden. Das auf Innovation ausgerichtete Handeln von Akteuren aus Lokalpolitik, Verwaltung und Zivilgesellschaft ist dabei ebenso von Interesse wie das von Sozialunternehmern.

In den Forschungen zum Klimawandel wird untersucht, wie globale Herausforderungen durch die Umwelt lokal oder regional wahrgenommen sowie verarbeitet werden und welche Rolle dabei kulturellen Faktoren bzw. kulturräumlichen Kontexten zukommt.

Aktuelles Leitprojekt

Das Leitprojekt erforscht Landgemeinden in strukturschwachen ländlichen Regionen, in denen Bürger sowie gesellschaftliche Akteure aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft kreative Projekte zur Lösung ihrer lokalen Problemlagen entwickelt haben. Ziel der Forschung im Leitprojekt ist die Analyse solcher innovativen Projekte. Das Spektrum des bürgerschaftlichen Engagements in den ausgewählten Landgemeinden umfasst die Bereiche regenerative Energien, Nahversorgung sowie Kunst und Kultur. mehr info

Aktuelles
12. Februar | 2018

Viele Landgemeinden sind geprägt von wirtschaftlichen, sozial-kulturellen oder demographischen Herausforderungen. Zu den bekanntesten Herausforderungen gehören die mangelhafte Nahversorgung mit Gütern und Dienstleistungen, leerstehende Gebäude oder ein rückläufiges Vereinsleben. In vielen Orten entwickeln Menschen jedoch sozial-innovative Ansätze, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Nicht selten brauchen sie aber Unterstützung, um Projekte zu starten oder den Anforderungen der Projektarbeit gerecht zu werden. Auf der vom IRS organisierten Veranstaltung „Förderstrategien und Förderstrukturen für soziale Innovationen auf dem Land“ kamen Wissenschaftler/-innen und Förderer/-innen zu Wort und diskutierten die Frage, auf welche vielfältige Weise neuartige Ansätze und Engagement unterstützt werden können. mehr Info

Aktuelles
18. Januar | 2018

Die Forschungsabteilung „Kommunikations- und Wissensdynamiken im Raum“ hat beginnend mit dem Forschungsprogramm 2015-2018 ein Forschungscluster zum Themenfeld „Soziale Innovationen in ländlichen Räumen“ aufgebaut. Teil des Clusters, in dem die besonderen Herausforderungen strukturschwacher, marginalisierter ländlicher Regionen und kreative, innovative Lösungsmöglichkeiten im Mittelpunkt stehen, sind auch die beiden vom IRS koordinierten EU-Projekte „RurInno“ (2016-2018) und „RurAction“ (2016-2020). Sie fokussieren auf das Wirken von Sozialunternehmen in unterschiedlichen Regionen Europas und setzen auf eine strukturierte Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis. Als Lead-Partner beider Projekte war das IRS federführend an der Ausrichtung beider Konferenzen Anfang Dezember 2017 an der Adam-Mickiewicz-Universität Poznań in Polen beteiligt. mehr Info

Workshop
© elenabsl/shutterstock.com
© elenabsl/shutterstock.com
05. März | 2018 - 06. März | 2018
Theoretical Approaches and Methodological Challenges

It belongs to the central narratives of postmodern societies that information and communication technologies play a key role in all areas of social life. Digital and other types of media have not only changed our communicative activities but in a certain way also percolated to the smallest ramifications of everyday practices. Hence, these developments are interdisciplinary conceptualised and described as “mediatisation” relating shifts of communication and technology with changes of culture and society. The workshop refers to the still polysemous concept of “mediatisation” (i.e. Krotz 2009, Lundby 2009, Hepp 2012, Hjavard 2013) and asks for its general meaning and its special relevance for investigating and understanding urban planning practices. mehr Info