Forschungsabteilung KOMMUNIKATIONS- UND WISSENSDYNAMIKEN IM RAUM

Die Abteilung erforscht Kommunikations- und Wissensprozesse in räumlichen Transformationen. Im Zentrum der Forschung steht die Frage, welche Rolle Kommunikationen für die Entstehung und Verbreitung neuen Raumwissens, für soziale Prozesse und materielle Raumgestaltungen haben. Untersuchungsgegenstände sind vor allem Transformationen in strukturschwachen Räumen sowie Anpassungsprozesse in Städten und Regionen, die vom Klimawandel betroffen sind. Im Zusammenhang mit strukturschwachen Räumen werden Entstehungs-, Etablierungs- und Ausbreitungsprozesse von  neuartigen Ideen, Praktiken und Projekten in der Raumentwicklung analysiert, die auch als „soziale Innovationen“ bezeichnet werden. Das auf Innovation ausgerichtete Handeln von Akteuren aus Lokalpolitik, Verwaltung und Zivilgesellschaft ist dabei ebenso von Interesse wie das von Sozialunternehmern.

In den Forschungen zum Klimawandel wird untersucht, wie globale Herausforderungen durch die Umwelt lokal oder regional wahrgenommen sowie verarbeitet werden und welche Rolle dabei kulturellen Faktoren bzw. kulturräumlichen Kontexten zukommt.

Aktuelles Leitprojekt

Das Leitprojekt erforscht Landgemeinden in strukturschwachen ländlichen Regionen, in denen Bürger sowie gesellschaftliche Akteure aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft kreative Projekte zur Lösung ihrer lokalen Problemlagen entwickelt haben. Ziel der Forschung im Leitprojekt ist die Analyse solcher innovativen Projekte. Das Spektrum des bürgerschaftlichen Engagements in den ausgewählten Landgemeinden umfasst die Bereiche regenerative Energien, Nahversorgung sowie Kunst und Kultur. mehr info

Aktuelles
05. September | 2017

Ländliche Gemeinden gelten gemeinhin als innovationsfern und damit nicht prädestiniert dafür, den ökonomischen und sozialen Herausforderungen zu begegnen, die sich unter anderem durch den demografischen Wandel stellen. Vergleichbar pessimistisch sind die Einschätzungen zum Erneuerungspotenzial durch ältere Menschen auf dem Land, denn auch ihnen wird eher Traditionsorientierung denn Innovationsfähigkeit nachgesagt. Dass beide Bilder oft nicht der Realität entsprechen, zeigen IRS-Forschungen im Projekt „Innovationen in Landgemeinden“. mehr Info

Aktuelles
03. August | 2017

IRS-Wissenschaftler Thomas Honeck untersuchte im Rahmen des DFG-Projekts „Innovationen in der Planung: Wie kommt Neuartiges in die räumliche Planung?“ (InnoPlan) sowie seiner Promotion die Entwicklung der Zwischennutzung von einer illegalen Aktivität zu einer etablierten Planungspraxis. Dabei gewonnene Erkenntnisse stellte er nun im Kontext der Konferenz „Activism, Populism, and the Future of the Democratic State“ vor, die vom 5. bis 7. Juli 2017 an der De Montfort University in Leicester stattfand. mehr Info

Konferenz
07. Dezember | 2017 - 08. Dezember | 2017
Social Enterprises as Drivers of Social Innovation in Rural Europe

For two years the RurInno research and training project investigated how social enterprises in rural Europe foster social innovation and rural development. The Final Symposium provides a participative forum to share and discuss the acquired knowledge and experiences with academics and practitioners who do research and operate in the field of social entrepreneurship, social innovation and rural development. mehr Info