Aktuelles Leitprojekt

Ziel des Leitprojekts ist es, die politische Konstruktion und die Governance kritischer Infrastrukturen im Zusammenhang mit ihrer Räumlichkeit zu verstehen. Infrastrukturen werden zunehmend im Hinblick auf ihre Anfälligkeit für Störungen und die daraus resultierenden Sicherheitsrisiken betrachtet. Politische Ressourcen werden darauf verwendet, „kritische Infrastrukturen“ wie etwa Wasserversorgungs- und Energienetze angemessen zu sichern. <br/>Doch welche Infrastrukturen gelten als kritisch und warum? Die Wahrnehmung und Governance von Infrastrukturen sind insbesondere für Städte durch ihre hohe Konzentration an Menschen, Infrastrukturen, ökonomischen und kulturellen Gütern relevant. Dementsprechend dienen die städtische Klimaanpassung, welche auf Disruptionen wie Extremwetterereignisse vorzubereiten versucht, und die Digitalisierung von städtischen Infrastrukturen, als mögliches Verbesserungsinstrument aber auch als potentielle neue Unsicherheitsquelle für Infrastrukturnetzwerke, als Untersuchungsfelder. mehr info

Aktuelle Drittmittelprojekte

Das Projekt „Energiewende im Sozialen Raum“ (ESRa) untersucht, welche Faktoren Regionen, die der Energiewende vorwiegend positiv gegenüberstehen, von solchen, in denen eine ablehnende Haltung vorherrscht, unterscheiden und wie sich diese Faktoren im Hinblick auf eine gelingende Energiewende beeinflussen lassen. Das Vorhaben bezieht diese Fragen auf die aktuelle Herausforderung des Auseinanderdriftens von Regionen - also zum einen Gegenden, die aus der Globalisierung Vorteile zu gewinnen vermögen und zum anderen, Regionen, denen entsprechende Ressourcen und Fähigkeiten fehlen. Der Erfolg der Energiewende wird zu einem beträchtlichen Maß davon abhängen, ob sie nachteilig positionierten Regionen hilft, solche Ressourcen und Fähigkeiten zu entwickeln und zu mobilisieren. mehr info

ExTrass möchte deutsche Groß- und Mittelstädte besser gegen Hitze und Starkregen wappnen. Hierzu werden hemmende und fördernde Faktoren der urbanen Klimaanpassung analysiert und erfolgreiche Maßnahmen identifiziert. Ein Schwerpunkt der Projekttätigkeit finden in drei Fallstudienstädten - Potsdam, Remscheid und Würzburg - statt. Hier werden u.a. Begrünungsmaßnahmen getestet, eine klimaangepasste Stadtplanung angestrebt, Daten zum Stadtklima ergänzt, die Bevölkerung durch Kommunikation für Risiken sensibilisiert und Notfallpläne verbessert. Zudem werden Austauschmöglichkeiten geschaffen, damit Städte besser voneinander lernen können. mehr info

Aktuelle Qualifizierungsprojekte

Das Dissertationsprojekt befasst sich mit der politischen Konstruktion von Kritischen Infrastrukturen. Mit Hilfe von Diskursanalysen sollen politische Entwicklungen nachgezeichnet und Entscheidungen, die bereits getroffen wurden, Diskursen zugeordnet werden. Daran anschließend soll die lokale bzw. städtische Ebene in den Blick genommen werden. Dabei werden Städte, die sich als Smart Cities verstehen, als empirische Einheiten herangezogen. Besonders spannend ist der Diskurs hier zwischen Digitalisierung und Vulnerabilität. Ein Mehrwert besteht darin, die Diskurse zu verknüpfen, um so die Kritikalitätsfrage auf städtischer Ebene in nuancierter Form stellen zu können. mehr info

Die Herausforderungen der sozial-ökologischen Krise erfordern weitreichende Transformationsprozesse, die in skalarer Hinsicht einen Wandel von Lebensweisen sowohl auf der Mikroebene (der Subjekte und Praktiken) als auch auf der Makroebene (der gesellschaftlichen Strukturen) voraussetzen. Diese Annahme bildet den Ausgangspunkt für das Habilprojekt. In den Fokus rücken damit (Ent-)Politisierungsprozesse (insbesondere des Wachstumsparadigmas) und Konflikte (insbesondere um Exnovationen). Exnovation bezeichnet die intendierte Verdrängung (bzw. den Rückbau) von Praktiken, Produkten, Technologien und Infrastrukturen. mehr info

Das Habilitationsprojekt befasst sich mit Energieräumen und neuen Geographien der Energiewende auf regionaler Ebene. Diese geographische Perspektive auf Energieräume bezieht sich sowohl auf materielle Phänomene wie Energieinfrastrukturen und Energielandschaften als auch auf soziale und politische Phänomene wie Formen raumbezogener Energie-Governance mit ihren Akteurskonstellationen, Machtbeziehungen und Subjektivierungen. mehr info

Abgeschlossene Drittmittelprojekte