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Forschungsabteilung INSTITUTIONENWANDEL UND REGIONALE GEMEINSCHAFTSGÜTER

Gegenstand der Forschung sind institutionelle Arrangements und Governance-Formen zur Lösung von Gemeinschaftsgutproblemen im Wechselspiel zwischen Steuerung im Mehrebenensystem und regionalem bzw. lokalem Handeln. Das Erkenntnisinteresse richtet sich auf die Räumlichkeit von Gemeinschaftsgütern, sowie auf die materiellen Eigenschaften und die soziale und politische Konstruktion ihrer institutionellen Regelung.

Thematisch liegt der Fokus auf sozio-materiellen Transformationen im Energiesystem und der Herausbildung neuer dezentraler Energieräume. Konzeptionell verfolgt die Abteilung neuere Stränge der Institutionen- und Governance-Forschung. Dabei spielen Perspektiven auf „Macht“ (u.a. Gouvernementalität), „Materialität“ (u.a. sozialwissenschaftliche Infrastrukturforschung) und „Menschen“ (u.a. zu Schlüsselfiguren in raumbezogener Governance) eine zentrale Rolle. In raumwissenschaftlicher Hinsicht fokussieren die Forschungsprojekte auf sozioräumliche Akteursstrategien und das Upscaling innovativer Lösungen.

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Aktuelles Leitprojekt

Ziel des Leitprojekts ist es, die politische Konstruktion und die Governance kritischer Infrastrukturen im Zusammenhang mit ihrer Räumlichkeit zu verstehen. Infrastrukturen werden zunehmend im Hinblick auf ihre Anfälligkeit für Störungen und die daraus resultierenden Sicherheitsrisiken betrachtet. Politische Ressourcen werden darauf verwendet, „kritische Infrastrukturen“ wie Kommunikations- und Energienetze angemessen zu sichern. Doch welche Infrastrukturen gelten als kritisch und warum? Welche Steuerungsansätze werden verfolgt, um mit Infrastrukturrisiken umzugehen? Städtische Klimaanpassung und die „Energiewende“ sind zwei Handlungsfelder, in welchen der Aspekt der Infrastruktur-Kritikalität zunehmende Aufmerksamkeit erhält. Sie stehen deshalb im Zentrum der Analyse dieses Leitprojekts. mehr info

Aktuelles
27. Mai | 2019

Wie geht es weiter mit der Energiewende? Während Diskussionen über CO2-Bepreisung Hochkonjunktur haben, bleibt die Frage aktuell, wie die Transformation des Energiesystems am besten gesteuert werden kann. Braucht es den einen großen Entwurf oder eher viele kleine Lösungen? Die Energiewende-Forscher Ludger Gailing und Andreas Röhring vom Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) in Erkner sprechen sich im neu erschienenen Policy Paper „Energiewende dezentral!“ für regionale Handlungsräume der Energiewende aus: Statt lediglich Flächen für Windkraft und Biogas bereitzustellen, sollen Regionen die Energiewende selbst aktiv gestalten und wirtschaftlich stärker von ihr profitieren. mehr Info

Aktuelles
01. Februar | 2019

Ein verstärkter Klimaschutz und die damit zusammenhängende Energiewende genießen allgemein eine hohe Zustimmung. Dennoch kommt es vor Ort insbesondere im Zuge des Ausbaus der Windenergie immer wieder zu Irritationen und Konflikten. Die Anforderungen an die Steuerung der Energiewende vor Ort sind hoch. Sie stellen insbesondere die Regionalplanung vor große Herausforderungen. Wie kann sie zu einer erfolgreichen Energiewende beitragen? Wie muss sie sich verändern und inwiefern hat sie sich bereits auf innovative Art weiterentwickelt? mehr Info

IRS Seminar
Foto: Philipp Altmann
12. September | 2019
IRS-Seminar mit Dr. phil. Philipp Altmann, Universidad Central del Ecuador

Die Indigenenbewegung Ecuadors hat seit den 1970er Jahren verschiedene Begriffe zum Raumverständnis entwickelt. Zuerst hat sie den rein materiellen und produktivistischen Begriff, der damals in Ecuador dominant war, zu einem kulturell gehaltvolleren Begriff von Territorialität erweitert. „Land“ ist schlicht ein Produktionsmittel, „Territorium“ ist der fest definierte Raum, in dem sich die indigene Kultur (auch materiell) reproduziert mehr Info