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ForschungsabteilungINSTITUTIONENWANDEL UND REGIONALE GEMEINSCHAFTSGÜTER

Gegenstand der Forschung sind institutionelle Arrangements und Governance-Formen zur Lösung von Gemeinschaftsgutproblemen im Wechselspiel zwischen Steuerung im Mehrebenensystem und regionalem bzw. lokalem Handeln. Das Erkenntnisinteresse richtet sich auf die Räumlichkeit von Gemeinschaftsgütern, sowie auf die materiellen Eigenschaften und die soziale und politische Konstruktion ihrer institutionellen Regelung.

Thematisch liegt der Fokus auf sozio-materiellen Transformationen im Energiesystem und der Herausbildung neuer dezentraler Energieräume. Konzeptionell verfolgt die Abteilung neuere Stränge der Institutionen- und Governance-Forschung. Dabei spielen Perspektiven auf „Macht“ (u.a. Gouvernementalität), „Materialität“ (u.a. sozialwissenschaftliche Infrastrukturforschung) und „Menschen“ (u.a. zu Schlüsselfiguren in raumbezogener Governance) eine zentrale Rolle. In raumwissenschaftlicher Hinsicht fokussieren die Forschungsprojekte auf sozioräumliche Akteursstrategien und das Upscaling innovativer Lösungen.

Aktuelles Leitprojekt

Ziel des Leitprojekts ist es, die politische Konstruktion und die Governance kritischer Infrastrukturen im Zusammenhang mit ihrer Räumlichkeit zu verstehen. Infrastrukturen werden zunehmend im Hinblick auf ihre Anfälligkeit für Störungen und die daraus resultierenden Sicherheitsrisiken betrachtet. Politische Ressourcen werden darauf verwendet, „kritische Infrastrukturen“ wie etwa Wasserversorgungs- und Energienetze angemessen zu sichern. <br/>Doch welche Infrastrukturen gelten als kritisch und warum? Die Wahrnehmung und Governance von Infrastrukturen sind insbesondere für Städte durch ihre hohe Konzentration an Menschen, Infrastrukturen, ökonomischen und kulturellen Gütern relevant. Dementsprechend dienen die städtische Klimaanpassung, welche auf Disruptionen wie Extremwetterereignisse vorzubereiten versucht, und die Digitalisierung von städtischen Infrastrukturen, als mögliches Verbesserungsinstrument aber auch als potentielle neue Unsicherheitsquelle für Infrastrukturnetzwerke, als Untersuchungsfelder. mehr info

Aktuelles
02. Juni | 2021

Schon lange wird in Europa über Grenzen hinweg kooperiert. Die EU hat seit ihrem Bestehen zahlreiche grenzüberschreitende Kooperationen angestoßen. Doch werden solche formalen Kooperationsbeziehungen auch von der Bevölkerung vor Ort mit Leben erfüllt? Der Politikwissenschaftler Peter Ulrich hat diese Frage in seinem Promotionsprojekt anhand von vier europäischen Beispielregionen untersucht. Vor kurzem ist seine Dissertation als Buch erschienen. mehr Info

Aktuelles
22. April | 2021

Erstmals nimmt das IRS im Jahr 2021 am Schulwettbewerb „YES! Young Economic Summit“ teil. Am 16. April 2021 fand ein Fachgespräch des IRS mit dem Rostocker Käthe-Kollwitz-Gymnasiums im Rahmen des Wettbewerbs statt. Für das IRS begleiten Stefanie Brünenberg und Peter Ulrich Schüler*innen des Kollwitz-Gymnasiums wissenschaftlich bei der Entwicklung von Lösungsideen zu gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zukunftsfragen. Konkret geht es um die Frage, ob das mehr als 100 Jahre alte Konzept der Gartenstadt auch heute als Leitidee für nachhaltige Siedlungsentwicklung taugt. mehr Info