© rcfotostock/fotolia.de
© Soonthorn/stock.adobe.com
ForschungsabteilungINSTITUTIONENWANDEL UND REGIONALE GEMEINSCHAFTSGÜTER

Gegenstand der Forschung sind institutionelle Arrangements und Governance-Formen zur Lösung von Gemeinschaftsgutproblemen im Wechselspiel zwischen Steuerung im Mehrebenensystem und regionalem bzw. lokalem Handeln. Das Erkenntnisinteresse richtet sich auf die Räumlichkeit von Gemeinschaftsgütern, sowie auf die materiellen Eigenschaften und die soziale und politische Konstruktion ihrer institutionellen Regelung.

Thematisch liegt der Fokus auf sozio-materiellen Transformationen im Energiesystem und der Herausbildung neuer dezentraler Energieräume. Konzeptionell verfolgt die Abteilung neuere Stränge der Institutionen- und Governance-Forschung. Dabei spielen Perspektiven auf „Macht“ (u.a. Gouvernementalität), „Materialität“ (u.a. sozialwissenschaftliche Infrastrukturforschung) und „Menschen“ (u.a. zu Schlüsselfiguren in raumbezogener Governance) eine zentrale Rolle. In raumwissenschaftlicher Hinsicht fokussieren die Forschungsprojekte auf sozioräumliche Akteursstrategien und das Upscaling innovativer Lösungen.

Aktuelles Leitprojekt

Ziel des Leitprojekts ist es, die politische Konstruktion und die Governance kritischer Infrastrukturen im Zusammenhang mit ihrer Räumlichkeit zu verstehen. Infrastrukturen werden zunehmend im Hinblick auf ihre Anfälligkeit für Störungen und die daraus resultierenden Sicherheitsrisiken betrachtet. Politische Ressourcen werden darauf verwendet, „kritische Infrastrukturen“ wie etwa Wasserversorgungs- und Energienetze angemessen zu sichern. <br/>Doch welche Infrastrukturen gelten als kritisch und warum? Die Wahrnehmung und Governance von Infrastrukturen sind insbesondere für Städte durch ihre hohe Konzentration an Menschen, Infrastrukturen, ökonomischen und kulturellen Gütern relevant. Dementsprechend dienen die städtische Klimaanpassung, welche auf Disruptionen wie Extremwetterereignisse vorzubereiten versucht, und die Digitalisierung von städtischen Infrastrukturen, als mögliches Verbesserungsinstrument aber auch als potentielle neue Unsicherheitsquelle für Infrastrukturnetzwerke, als Untersuchungsfelder. mehr info

Aktuelles
29. September | 2021

Ein Fachartikel von IRS-Forscher Peter Eckersley, geschrieben in Ko-Autorenschaft mit Charlotte Burns (Department of Politics, University of Sheffield) und Paul Tobin (School of Social Sciences, University of Manchester), wurde vom Journal of Public Policy mit dem “Best Paper Prize” für das Jahr 2020 ausgezeichnet. Der Aufsatz „EU Environmental Policy in Times of Crisis“ quantifiziert den Grad der Ambitioniertheit der EU-Umweltgesetzgebung und zeichnet den Rückgang ihres Ambitionsniveaus in Folge der globalen Finanzkrise von 2009 nach. mehr Info

Aktuelles
31. August | 2021

Forschende des IRS und der Universität Potsdam haben erstmals ein vergleichendes Ranking für die Aktivität von Städten in den Bereichen Klimaschutz und Klimaanpassung erarbeitet. Sie betrachteten 104 Groß- und Mittelstädte in Deutschland. Der Beitrag "Ranking Local Climate Policy: Assessing the Mitigation and Adaptation Activities of 104 German Cities" wurde in der Fachzeitschrift Climatic Change veröffentlicht. mehr Info

Konferenz
Petrovich12/stock.adobe.com
15. November | 2021 - 16. November | 2021

During the past three decades we have witnessed nothing less than a digital revolution. Digitalisation refers to a long-term process in the course of which more and more parts of social and economic life are being captured by digital technologies and the digitisation of human action. Digitalisation can thus be seen as the most disruptive part of the history of the mediatization of societies. mehr Info