Aktuelles Leitprojekt

Das Leitprojekt nimmt digitale Online-Plattformen sowie ihre Bedeutung für Designprozesse in der Modebranche in den Blick. Es widmet sich also der Frage, inwiefern kreative Kollaboration digitalisiert werden kann. Plattformen haben gemeinsam, dass sie jeweils eine spezifische Schnittstelle zwischen der „konkreten“ und der „virtuellen“ Welt schaffen, an welcher menschliches Handeln in Daten übersetzt wird und umgekehrt. Das Leitprojekt untersucht, wie unterschiedliche, spezialisierte Digitalplattformen in Designprozessen zum Einsatz kommen und welche Muster räumlicher Arbeitsteilung in der Kreativarbeit dadurch entstehen. Das Vordringen digitaler Plattformen in eine traditionell eher analoge Branche wie Mode hat das Potenzial, räumliche Arrangements kreativer Wertschöpfung grundlegend zu verändern, zu Gunsten oder Ungunsten etablierter Kreativzentren. mehr info

Aktuelle Drittmittelprojekte

CORAL aims to unpack the latent dynamics and impacts of collaborative workspaces (hereafter CWS, such as coworking spaces, fablabs, creative hubs etc.) in rural and peripheral areas and integrate them as development tools in local and regional policies to open up new potentials for socio-economic development. Whereas we have observed the rapid rise of CWS in urban agglomerations in the past 15 years, there is now a gradual rise of CWS in rural and peripheral areas too. The CORAL project will offer specialised and tailor-made training to 15 Early Stage Researchers (ESR: PhD candidates), helping them to better understand and support the development processes of CWSin rural and peripheral areas and their wider impacts at the local and regional level as well as at the level of the individual worker and the enterprise. mehr info

Das Projekt „Energiewende im Sozialen Raum“ (ESRa) untersucht, welche Faktoren Regionen, die der Energiewende vorwiegend positiv gegenüberstehen, von solchen, in denen eine ablehnende Haltung vorherrscht, unterscheiden und wie sich diese Faktoren im Hinblick auf eine gelingende Energiewende beeinflussen lassen. Das Vorhaben bezieht diese Fragen auf die aktuelle Herausforderung des Auseinanderdriftens von Regionen - also zum einen Gegenden, die aus der Globalisierung Vorteile zu gewinnen vermögen und zum anderen, Regionen, denen entsprechende Ressourcen und Fähigkeiten fehlen. Der Erfolg der Energiewende wird zu einem beträchtlichen Maß davon abhängen, ob sie nachteilig positionierten Regionen hilft, solche Ressourcen und Fähigkeiten zu entwickeln und zu mobilisieren. mehr info

In den vergangenen zwanzig Jahren ist die Zahl der Studierenden, die ein Hochschulstudium nicht in ihrem Heimatland absolvieren, stetig gestiegen. Zudem investieren viele Hochschulen in internationale Campus (international branch campuses, IBC) im Ausland. Dies sind erste Indizien für eine parallele Globalisierung wissensintensiver Wirtschaftszweige und der Universitätslandschaft. Die Leibniz Junior Research Group „Constructing Transnational Spaces of Higher Education“ (TRANSEDU) befasst sich mit diesem Zusammenhang von globalisierten ökonomischen Prozessen und der Internationalisierung der akademischen Wissenschafts- und Forschungslandschaft. mehr info

The DFG- scientific network “The Spaces of Global Production: The Territorial Dimensions of Global Production Networks and World City Networks” connects scholars from Germany, Luxemburg and Belgium to exchange ideas and contribute to debates on the economic geographies of globalisation. mehr info

Das IRS ist an dem im Rahmen der BMBF-Initiative „Innovative Hochschule“ geförderten Projekt „Innovation Hub13 – fast track to transfer“ beteiligt, das von der Technischen Hochschule Wildau und der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg eingeworben wurde. Prof. Dr. Suntje Schmidt entwickelte das Teilprojekt „Open Region: Regionale Problemlagen als Ausgangspunkte von Innovationen“, welches am Schnittfeld von Innovationsförderung und Regionalentwicklung angesiedelt ist. Ziel des Projektes ist es, Voraussetzungen für die Integration von bisher unberücksichtigten Innovationsakteuren schaffen, um kooperativ Lösungen für regional relevante Problemlagen in Brandenburg zu entwickeln. mehr info

Das Forschungsprojekt "Resilienter Krisen-Umgang" (RESKIU) setzt sich mit dem Potenzial von Krisen als Problemlöser auseinander und versucht zu ergründen, was von handelnden Akteuren in Krisensituationen getan werden kann, um nicht nur die Krisensymptome zu lindern, sondern auch um „Gelegenheiten“ für strukturelle Veränderungen zu schaffen oder zu nutzen. Das Projekt hat eine Laufzeit von vier Jahren und führt Grundlagenforschung und anwendungsbezogene Forschung zu Krisen zusammen. mehr info

Aktuelle Qualifizierungsprojekte

Das Dissertationsprojekt beschäftigt sich mit den Fragen, inwiefern die Konstitution von kreativen Alltagsräumen durch eine Verbindung von On/Offline-Räumen verändert wird. Wie verändern sich Arbeitspraktiken? Inwiefern werden Interaktionen und Räume erweitert und welche neuen (digitalen) Hürden treten auf? Anhand des Beispiels Modedesign wird die Online-Plattform Instagram als ein einflussreicher Akteur im sozio-technischen Alltagsgefüge der Modedesigner*innen identifiziert und kritisch die Rolle der Plattform als Gestalter von Praktiken und Räumen hinterfragt. mehr info

Klimawandelfolgen, Terroranschläge, technische Großunfälle: Stichworte wie diese bezeichnen Situationen fundamentaler Bedrohung, Dringlichkeit und Unsicherheit, mit denen soziale Systeme verschiedener Skalen zunehmend konfrontiert sind. Eben nicht als Einzelfall, wohl aber besonders deutlich zeigt dieses auch die Coronapandemie. Ist aus der „Weltrisikogesellschaft“ (Beck 2007) vielleicht längst schon eine „Weltkrisengesellschaft“ geworden? mehr info

In ihrem Dissertationsprojekt untersucht Anna Oechslen, wie Grafikdesigner*innen in Indien ihren Arbeitsalltag über sogenannte Crowdwork-Plattformen organisieren. Diese Online-Plattformen, die eine Infrastruktur bereitstellen, um Freelancer*innen und Auftraggeber*innen auf globaler Ebene in Kontakt zu bringen, spielen eine zunehmend wichtigere Rolle bei der Vermittlung von Arbeitsbeziehungen. Im Zentrum der Forschung steht die unsichtbare Arbeit, die die in diesem höchst dynamischen Kontext geleistet werden muss, um Verbindungen herzustellen und aufrechtzuerhalten. mehr info