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Forschungsabteilung DYNAMIKEN VON WIRTSCHAFTSRÄUMEN

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Forschungsabteilung interessieren sich für die komplexen Wechselwirkungen zwischen ökonomischem Handeln und Lernen einerseits und räumlichen und institutionellen Strukturen andererseits. Im Mittelpunkt der Abteilungsforschung steht die Auseinandersetzung mit den Besonderheiten des Faktors Wissen und der Herausforderung, kreative Prozesse zu organisieren. Wissen ermöglicht soziales Handeln und liegt auch ökonomischem Handeln zugrunde – in der empirischen Forschung der Abteilung findet dies seinen Niederschlag in einem systematischen Vergleich von ökonomischen Innovationsprozessen. Dabei stehen sowohl Analysen der Prozesshaftigkeit von Innovationen als auch der territorialen Einbettung dieser Prozesse im Fokus.

In diesem Kontext untersuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch neue Formen organisierter Kreativität und hochgradig volatiler Arbeit. Von zentralem Interesse ist, wie angesichts der fundamentalen Unsicherheiten in Kreationsprozessen eine fortwährende Anpassungsfähigkeit aufrechterhalten werden kann. Über den ebenfalls in der Kreativitätsforschung prominent benutzten Begriff der „Valuation” hat die Forschungsabteilung die Forschungsfelder der sozialen Konstruktion von Werten und der Entstehung von Märkten für sich erschlossen.

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Aktuelles Leitprojekt

Das Leitprojekt nimmt digitale Online-Plattformen sowie ihre Bedeutung für Designprozesse in der Modebranche in den Blick. Es widmet sich also der Frage, inwiefern kreative Kollaboration digitalisiert werden kann. Plattformen haben gemeinsam, dass sie jeweils eine spezifische Schnittstelle zwischen der „konkreten“ und der „virtuellen“ Welt schaffen, an welcher menschliches Handeln in Daten übersetzt wird und umgekehrt. Das Leitprojekt untersucht, wie unterschiedliche, spezialisierte Digitalplattformen in Designprozessen zum Einsatz kommen und welche Muster räumlicher Arbeitsteilung in der Kreativarbeit dadurch entstehen. Das Vordringen digitaler Plattformen in eine traditionell eher analoge Branche wie Mode hat das Potenzial, räumliche Arrangements kreativer Wertschöpfung grundlegend zu verändern, zu Gunsten oder Ungunsten etablierter Kreativzentren. mehr info

Aktuelles
19. November | 2018

Dr. Jana Kleibert wurde am 15. November 2018 in London mit dem RSA Routledge Early Career Award ausgezeichnet, der von der Regional Studies Association (RSA) vergeben wird. Sie erhielt die Auszeichnung für ihr Paper „Global Production Networks, Offshore Services and the Branch-Plant Syndrome“, das 2016 in Regional Studies veröffentlicht wurde. mehr Info

Aktuelles
19. November | 2018

Wer in kleinen Ortschaften und Dörfern im österreichischen Bundesland Vorarlberg unterwegs ist, dem mögen markante, architektonisch sehr anspruchsvolle Gebäude auffallen, die sich zwar harmonisch in die Landschaft fügen, aber so gar nicht in die allgemeine Vorstellung von Provinzialität. Errichtet werden sie von den „Vorarlberger Baukünstlern“, einem Kollektiv von Architekten und Handwerkern, die sich die „Peripherie“ bewusst als Arbeits- und Lebensort gesucht haben und sich dem architektonischen Mainstream der Metropolen verweigern. Die Vorarlberger Baukünstler werden in einem Artikel des Hamburger Wirtschaftsgeographen Prof. Dr. Gernot Grabher beschrieben, der nun gemeinsam mit sechs anderen Beiträgen im Themenheft „Creativity in arts and sciences: collective processes from a spatial perspective“ der Fachzeitschrift „Environment and Planning A: Econmy and Space“ erscheint. mehr Info