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Forschungsabteilung DYNAMIKEN VON WIRTSCHAFTSRÄUMEN

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Forschungsabteilung interessieren sich für die komplexen Wechselwirkungen zwischen ökonomischem Handeln und Lernen einerseits und räumlichen und institutionellen Strukturen andererseits. Im Mittelpunkt der Abteilungsforschung steht die Auseinandersetzung mit den Besonderheiten des Faktors Wissen und der Herausforderung, kreative Prozesse zu organisieren. Wissen ermöglicht soziales Handeln und liegt auch ökonomischem Handeln zugrunde – in der empirischen Forschung der Abteilung findet dies seinen Niederschlag in einem systematischen Vergleich von ökonomischen Innovationsprozessen. Dabei stehen sowohl Analysen der Prozesshaftigkeit von Innovationen als auch der territorialen Einbettung dieser Prozesse im Fokus.

In diesem Kontext untersuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch neue Formen organisierter Kreativität und hochgradig volatiler Arbeit. Von zentralem Interesse ist, wie angesichts der fundamentalen Unsicherheiten in Kreationsprozessen eine fortwährende Anpassungsfähigkeit aufrechterhalten werden kann. Über den ebenfalls in der Kreativitätsforschung prominent benutzten Begriff der „Valuation” hat die Forschungsabteilung die Forschungsfelder der sozialen Konstruktion von Werten und der Entstehung von Märkten für sich erschlossen.

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Aktuelles Leitprojekt

Gegenstand des Leitprojekts sind neue, offene Orte kreativer Wissensarbeit, die gegenwärtig unter verschiedenen Namen, wie z.B. Fab Labs, Coworking Spaces oder Maker Spaces, firmieren. Sie haben gemeinsam, dass sie dauerhafte Organisationen sind, die Arbeitsräume und technische Infrastrukturen temporär an Nutzer vergeben und dabei eine hohe soziale (und kuratierte) Offenheit aufweisen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen solche Orte als „lokale Anker“, da Ideen in ihnen für eine bestimmte Zeit weiterentwickelt werden, ohne diese zwangsläufig langfristig an den Ort zu binden. mehr info

Aktuelles
05. April | 2018

In den vergangenen 20 Jahren ist die Zahl der Studierenden, die ein Hochschulstudium im Ausland absolvieren, stetig gestiegen. Zudem investieren viele Hochschulen in internationale Campus (international branch campuses, IBC) im Ausland. Dies sind erste Indizien für eine parallele Globalisierung wissensintensiver Wirtschaftszweige und der Universitätslandschaft. Die am 1. April am IRS gestartete Leibniz Junior Research Group „Constructing Transnational Spaces of Higher Education“ (TRANSEDU) befasst sich mit diesem Zusammenhang von globalisierten ökonomischen Prozessen und der Internationalisierung der Wissenschafts- und Forschungslandschaft. mehr Info

Aktuelles
28. Februar | 2018

In dem seit Juli 2015 am IRS durchgeführten Forschungsprojekt „Geographien der Dissoziation“ untersuchen Wissenschaftler/-innen Prozesse der sozialen Konstruktion von Werten am Beispiel der Pelzindustrie aus einer räumlichen Perspektive. Dazu rekonstruieren sie die globalen Produktionsnetzwerke von der Rohstoffproduktion bis zum Verkauf der fertigen Produkte an die Konsumenten und analysieren, wie die beteiligten Akteure in den einzelnen Produktionsschritten Einfluss auf den Wert des Endprodukts nehmen. Am 27. Oktober 2017 fand die Abschlusskonferenz des Projektes mit dem Titel „Missing Links“ in Kooperation mit der Universität der Künste (UdK) statt, auf der die Forschungsergebnisse einer internationalen Fachöffentlichkeit präsentiert sowie praktische Implikationen für die Felder Medien, Politik und Modedesign diskutiert wurden. mehr Info