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ForschungsabteilungDYNAMIKEN VON WIRTSCHAFTSRÄUMEN

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Forschungsabteilung interessieren sich für die komplexen Wechselwirkungen zwischen ökonomischem Handeln und Lernen einerseits und räumlichen und institutionellen Strukturen andererseits. Im Mittelpunkt der Abteilungsforschung steht die Auseinandersetzung mit den Besonderheiten des Faktors Wissen und der Herausforderung, kreative Prozesse zu organisieren. Wissen ermöglicht soziales Handeln und liegt auch ökonomischem Handeln zugrunde – in der empirischen Forschung der Abteilung findet dies seinen Niederschlag in einem systematischen Vergleich von ökonomischen Innovationsprozessen. Dabei stehen sowohl Analysen der Prozesshaftigkeit von Innovationen als auch der territorialen Einbettung dieser Prozesse im Fokus.

In diesem Kontext untersuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch neue Formen organisierter Kreativität und hochgradig volatiler Arbeit. Von zentralem Interesse ist, wie angesichts der fundamentalen Unsicherheiten in Kreationsprozessen eine fortwährende Anpassungsfähigkeit aufrechterhalten werden kann. Über den ebenfalls in der Kreativitätsforschung prominent benutzten Begriff der „Valuation” hat die Forschungsabteilung die Forschungsfelder der sozialen Konstruktion von Werten und der Entstehung von Märkten für sich erschlossen.

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Aktuelles Leitprojekt

Das Leitprojekt nimmt digitale Online-Plattformen sowie ihre Bedeutung für Designprozesse in der Modebranche in den Blick. Es widmet sich also der Frage, inwiefern kreative Kollaboration digitalisiert werden kann. Plattformen haben gemeinsam, dass sie jeweils eine spezifische Schnittstelle zwischen der „konkreten“ und der „virtuellen“ Welt schaffen, an welcher menschliches Handeln in Daten übersetzt wird und umgekehrt. Das Leitprojekt untersucht, wie unterschiedliche, spezialisierte Digitalplattformen in Designprozessen zum Einsatz kommen und welche Muster räumlicher Arbeitsteilung in der Kreativarbeit dadurch entstehen. Das Vordringen digitaler Plattformen in eine traditionell eher analoge Branche wie Mode hat das Potenzial, räumliche Arrangements kreativer Wertschöpfung grundlegend zu verändern, zu Gunsten oder Ungunsten etablierter Kreativzentren. mehr info

Aktuelles
28. Februar | 2021
Interview mit den IRS-Nachwuchsgruppenleiterinnen Jana Kleibert und Monika Motylinska

Das IRS beherbergt derzeit zwei Nachwuchsgruppen, die aus prestigeträchtigen Programmen gefördert werden. Die Stadt- und Wirtschaftsgeographin Jana Kleibert erforscht mit ihrer Leibniz Junior Research Group „Constructing Transnational Spaces of Higher Education“ (TRANSEDU) seit 2018, wie in internationalen „Branch Campuses“ Hochschulbildung vermarktet wird. Die Architekturhistorikerin Monika Motylinska untersucht mit ihrer im Freigeist-Programm der VolkswagenStiftung geförderten Nachwuchsgruppe „Conquering (with) Concrete“ seit Anfang 2020, was deutsche Bauunternehmen im 20. Jahrhundert zur Globalisierung der Architektur beigetragen haben. Im Interview reflektieren die beiden Wissenschaftlerinnen den derzeitigen Arbeitsstand ihrer Forschungsgruppen und erklären, wie sie mit den Herausforderungen der Coronapandemie umgehen. mehr Info

Aktuelles
12. Februar | 2021

Coworking Spaces, FabLabs und Maker Spaces waren bisher überwiegend in großen Städten zu finden. Doch derartige "kollaborative Arbeitsorte" werden zunehmend auch im ländlichen Raum eingerichtet, wo sie Zugänge zu Digitaltechnologien und anderen Arbeitsressourcen bereitstellen. Ein neues EU-finanziertes Innovative Training Network (ITN) untersucht nun die Wirkungen solcher Orte. Das IRS ist mit seiner Forschungsabteilung "Dynamiken von Wirtschaftsräumen" beteiligt. mehr Info

Konferenz
30. Juni | 2021 - 02. Juli | 2021

Crisis has become a striking and increasingly pervasive feature of the present state of the world. In the most recent past, BREXIT, refugee migration, climate change and COVID-19 mark only the most prominent examples of complex settings in which existential threat forces manifold organisations and political bodies to respond. A crisis is no objectively measurable state of affairs. Rather, it emerges, often surprisingly, if a situation is framed as featuring high degrees of uncertainty, urgency and threat by a significant share of the public. mehr Info