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ForschungsabteilungDYNAMIKEN VON WIRTSCHAFTSRÄUMEN

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Forschungsabteilung interessieren sich für die komplexen Wechselwirkungen zwischen ökonomischem Handeln und Lernen einerseits und räumlichen und institutionellen Strukturen andererseits. Im Mittelpunkt der Abteilungsforschung steht die Auseinandersetzung mit den Besonderheiten des Faktors Wissen und der Herausforderung, kreative Prozesse zu organisieren. Wissen ermöglicht soziales Handeln und liegt auch ökonomischem Handeln zugrunde – in der empirischen Forschung der Abteilung findet dies seinen Niederschlag in einem systematischen Vergleich von ökonomischen Innovationsprozessen. Dabei stehen sowohl Analysen der Prozesshaftigkeit von Innovationen als auch der territorialen Einbettung dieser Prozesse im Fokus.

In diesem Kontext untersuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch neue Formen organisierter Kreativität und hochgradig volatiler Arbeit. Von zentralem Interesse ist, wie angesichts der fundamentalen Unsicherheiten in Kreationsprozessen eine fortwährende Anpassungsfähigkeit aufrechterhalten werden kann. Über den ebenfalls in der Kreativitätsforschung prominent benutzten Begriff der „Valuation” hat die Forschungsabteilung die Forschungsfelder der sozialen Konstruktion von Werten und der Entstehung von Märkten für sich erschlossen.

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Aktuelles Leitprojekt

Das Leitprojekt nimmt digitale Online-Plattformen sowie ihre Bedeutung für Designprozesse in der Modebranche in den Blick. Es widmet sich also der Frage, inwiefern kreative Kollaboration digitalisiert werden kann. Plattformen haben gemeinsam, dass sie jeweils eine spezifische Schnittstelle zwischen der „konkreten“ und der „virtuellen“ Welt schaffen, an welcher menschliches Handeln in Daten übersetzt wird und umgekehrt. Das Leitprojekt untersucht, wie unterschiedliche, spezialisierte Digitalplattformen in Designprozessen zum Einsatz kommen und welche Muster räumlicher Arbeitsteilung in der Kreativarbeit dadurch entstehen. Das Vordringen digitaler Plattformen in eine traditionell eher analoge Branche wie Mode hat das Potenzial, räumliche Arrangements kreativer Wertschöpfung grundlegend zu verändern, zu Gunsten oder Ungunsten etablierter Kreativzentren. mehr info

Aktuelles
13. Oktober | 2021
Interview with Early Stage Researchers Federica Ammaturo and Chen Gao on the CORAL Innovative Training Network’s Introductory Event

In September 2021, the members of the EU-funded Marie Sklodowska Curie Innovative Training Network (2021-2024) “CORAL ” met online for their one-week Introductory Event. For the first time, all 15 newly recruited Early Stage Researchers (ESRs) employed by the network’s nine partner organisations were able to meet and exchange. At the IRS and supervised by Suntje Schmidt, Federica Ammaturo and Chen Gao are currently starting their research on the roles of rural collaborative workspaces in regional development and in entrepreneurial ecosystems respectively. Here, they share their impressions of the event and their experiences of starting work in an EU-network – and in almost-rural Erkner, where the IRS is located. mehr Info

Aktuelles
30. August | 2021

Typische Problemlagen einer Region bieten oftmals auch Gelegenheiten für Innovationen. Um diese Gelegenheiten zu erkennen und zu nutzen, müssen bestehende Sichtweisen auf Probleme hinterfragt und neue Perspektiven eingebunden werden. Innovation Salons sind ein Format, das solche Perspektivwechsel einzuleiten vermag. Im Rahmen des Projekts „Open Region“ fand im Sommer 2021 das zweite von drei Innovation Salon-„Tandems“ statt. In der Veranstaltungsreihe, wie auch im gesamten Projekt, steht Südbrandenburg im Fokus. mehr Info

Regionalgespräch
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10. November | 2021

Für ländliche Regionen geht die zunehmende Digitalisierung einher mit sozialen, kulturellen und wirtschaftsräumlichen Veränderungen. Man kann beobachten, wie neue, zurückkehrende und eingesessene Bewohner*innen in diesen Transformationsprozessen aktiv die Entwicklungen ihrer Dörfer, Landkreise und Regionen mitgestalten und sich neu aufstellen. mehr Info

Konferenz
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15. November | 2021 - 16. November | 2021

During the past three decades we have witnessed nothing less than a digital revolution. Digitalisation refers to a long-term process in the course of which more and more parts of social and economic life are being captured by digital technologies and the digitisation of human action. Digitalisation can thus be seen as the most disruptive part of the history of the mediatization of societies. mehr Info