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ForschungsabteilungDYNAMIKEN VON WIRTSCHAFTSRÄUMEN

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Forschungsabteilung interessieren sich für die komplexen Wechselwirkungen zwischen ökonomischem Handeln und Lernen einerseits und räumlichen und institutionellen Strukturen andererseits. Im Mittelpunkt der Abteilungsforschung steht die Auseinandersetzung mit den Besonderheiten des Faktors Wissen und der Herausforderung, kreative Prozesse zu organisieren. Wissen ermöglicht soziales Handeln und liegt auch ökonomischem Handeln zugrunde – in der empirischen Forschung der Abteilung findet dies seinen Niederschlag in einem systematischen Vergleich von ökonomischen Innovationsprozessen. Dabei stehen sowohl Analysen der Prozesshaftigkeit von Innovationen als auch der territorialen Einbettung dieser Prozesse im Fokus.

In diesem Kontext untersuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch neue Formen organisierter Kreativität und hochgradig volatiler Arbeit. Von zentralem Interesse ist, wie angesichts der fundamentalen Unsicherheiten in Kreationsprozessen eine fortwährende Anpassungsfähigkeit aufrechterhalten werden kann. Über den ebenfalls in der Kreativitätsforschung prominent benutzten Begriff der „Valuation” hat die Forschungsabteilung die Forschungsfelder der sozialen Konstruktion von Werten und der Entstehung von Märkten für sich erschlossen.

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Aktuelles Leitprojekt

Das Leitprojekt nimmt digitale Online-Plattformen sowie ihre Bedeutung für Designprozesse in der Modebranche in den Blick. Es widmet sich also der Frage, inwiefern kreative Kollaboration digitalisiert werden kann. Plattformen haben gemeinsam, dass sie jeweils eine spezifische Schnittstelle zwischen der „konkreten“ und der „virtuellen“ Welt schaffen, an welcher menschliches Handeln in Daten übersetzt wird und umgekehrt. Das Leitprojekt untersucht, wie unterschiedliche, spezialisierte Digitalplattformen in Designprozessen zum Einsatz kommen und welche Muster räumlicher Arbeitsteilung in der Kreativarbeit dadurch entstehen. Das Vordringen digitaler Plattformen in eine traditionell eher analoge Branche wie Mode hat das Potenzial, räumliche Arrangements kreativer Wertschöpfung grundlegend zu verändern, zu Gunsten oder Ungunsten etablierter Kreativzentren. mehr info

Aktuelles
12. Februar | 2021

Coworking Spaces, FabLabs und Maker Spaces waren bisher überwiegend in großen Städten zu finden. Doch derartige "kollaborative Arbeitsorte" werden zunehmend auch im ländlichen Raum eingerichtet, wo sie Zugänge zu Digitaltechnologien und anderen Arbeitsressourcen bereitstellen. Ein neues EU-finanziertes Innovative Training Network (ITN) untersucht nun die Wirkungen solcher Orte. Das IRS ist mit seiner Forschungsabteilung "Dynamiken von Wirtschaftsräumen" beteiligt. mehr Info

Aktuelles
31. Januar | 2021
Aktive Dorfgemeinschaften und öffentliche Rückendeckung machen den Unterschied

Schon vor der Corona-Pandemie haben Bewohnerinnen und Bewohner von Dörfern begonnen, mithilfe digitaler Technologien neue Lösungen für Herausforderungen des Landlebens zu entwickeln. Gemein ist diesen Initiativen, dass sie einen Beitrag zur Attraktivität ländlichen Lebens leisten wollen. Ein Fachforum des jährlichen Zukunftsforums Ländliche Entwicklung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft diskutierte am 21. Januar 2021 die Frage, wie Digitalisierungsinitiativen auf dem Land zu organisieren seien – öffentlich und hauptamtlich oder zivilgesellschaftlich und ehrenamtlich? Der Austausch von Forschungsergebnissen und Praxiserfahrungen ergab ein erstaunlich klares Bild davon, wie Digitalisierung auf dem Land gelingen kann. mehr Info