21. Januar | 2016 - 22. Januar | 2016

Neue Forschungen zur DDR-Planungsgeschichte

14. Werkstattgespräch

Die Werkstattgespräche zur Bau- und Planungsgeschichte der DDR am IRS sind seit mehr als 20 Jahren ein Forum zur Diskussion neuer Forschungsergebnisse zwischen jüngeren und etablierten Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen sowie Zeitzeugen.

Internationale Perspektiven, die stets einen wichtigen Bestandteil der Konferenzreihe bilden, erfahren dieses Mal besondere Beachtung. Die Themenpalette reicht von der Beteiligung der DDR an internationalen Institutionen der Denkmalpflege über den Export von DDR-Architektur nach Mosambik bis zum Austausch auf dem Feld der Architektur mit Japan in den achtziger Jahren. Ein zweiter großer Themenblock des Werkstattgesprächs wird sich mit Fragen der Denkmalpflege beschäftigen, wobei am Berliner Beispiel Bezüge bis in die aktuelle Gegenwart hergestellt werden. Ein drittes umfangreiches Themenfeld widmet sich der Genese der industriellen Bauweise in der DDR. Hier werden mehrere Vorträge die Entwicklung zur ersten Plattenbauserie P1, die Bedeutung von Einfamilienhäusern in der DDR sowie die spezifische Form von Schalenbauten (HP-Schalen) im Rahmen der Ostmoderne diskutieren.

Biographische Zugriffe gehören zum traditionellen Themenfeld der Werkstattgespräche und werden mit eine Würdigung des renommierten Städtebauexperten Joachim Bach sowie der Architektenausbildung an der Hochschule für Architektur und Bauwesen in Weimar ausgeleuchtet. Sektionen zu spezifischen Formen der innerstädtischen Rekonstruktion und der Debatten um die „Postmoderne" in den siebziger und achtziger Jahren sowie Analysen zur Raumentwicklung der DDR am Beispiel der Rolle und Funktion der Bezirke sowie des Mauerbaus für die Stadtentwicklung Berlins runden das vielfältige Themenpanorama des 14. Werkstattgesprächs ab.

Im Rahmen der Konferenz wird am 21.1.2016 um 18.00 Uhr eine Ausstellung mit Bildern des bekannten Architekten und Malers Dieter Bankert (Dessau/Berlin) eröffnet. Bankert verknüpft sein Leben zwischen Architektur und Kunst in dem Ansatz, dass Form, Funktion und Struktur nur in ihrer dreifachen Einheit vollständig die Gegenstände der Architektur beschreiben können. Der Empfang zur Ausstellungseröffnung findet im Pavillon der Historischen Forschungsstelle des IRS statt.

Angaben zur Veranstaltung

Veranstalter:

Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung

21. - 22. Januar 2016

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