04. Mai | 2015

Urbane Experimente und kreative Räume

39. Brandenburger Regionalgespräch

In der raumpolitischen Praxis und in der Forschung erfahren experimentelle und kreative Räume zunehmend Beachtung. Das gilt auch für Brandenburg und Berlin: Einzelne Teilregionen und Stadtteile verfügen aufgrund ihrer strukturellen Schwäche und durch demografische Abwanderungen über eine Vielzahl freier Flächen und Gebäude, in denen sich neue urbane Experimente entfalten können. Für Kommunen und für zivilgesellschaftliche, soziale, kulturelle und wirtschaftliche Akteure entstehen dadurch neue Möglichkeits- und Handlungsräume. In einigen entwickeln sich so genannte Creative Labs, die für sehr unterschiedliche Nutzer Arbeitsräume und technische Infrastrukturen bereitstellen. Andere bieten Plattformen für soziale Innovationen oder stellen Bühnen für kulturelle Nutzungen dar. All diese Modelle zeichnen sich durch eine besondere Offenheit aus und ermöglichen somit kreative Experimentierformen. Wie werden diese Experimentierräume öffentlich wahrgenommen? Wie sind sie entstanden? Wer sind die Nutzer? Wie kann darüber Neuartiges in der räumlichen Planung entstehen und sich womöglich sogar durchsetzen? Welche Erkenntnisse lassen sich aus diesen neuen Organisationen für das deutsche Planungssystem ableiten?

Diesen Fragen widmet sich das 39. Brandenburger Regionalgespräch an Deck des Schiffes MS Wissenschaft am Montag, dem 4. Mai 2015 im Yachthaften Potsdam. Die Brandenburger Regionalgespräche des Leibniz-Instituts für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS) bieten zivilgesellschaftlichen Akteuren und Gruppierungen, Wissenschaftlern, Kulturschaffenden, Politikern, Verwaltungsfachleuten, Intermediären sowie Wirtschafts- und Verbandsvertretern ein offenes, neutrales Forum für die Diskussion aktueller Fragen der sozialräumlichen Entwicklung.