17. September | 2014

Stadt-Umland-Beziehungen in der Peripherie. Handlungsperspektiven zwischen Kooperation und Konkurrenz

38. Brandenburger Regionalgespräch

In den Randregionen Brandenburgs sollen die Ober- und Mittelzentren als „Ankerstädte“ fungieren. Sie sollen die schrumpfenden Regionen stabilisieren und die Daseinsvorsorge sichern. Dafür fördert die staatliche Politik die interkommunale Kooperation der Städte mit den Umlandgemeinden. In der neuen Förderperiode der EU soll ein Stadt-Umland-Wettbewerb im Land Brandenburg durchgeführt werden. Die Forschungen der Abteilung „Regenerierung von Städten“ des IRS zeigen indes, dass interkommunale Kooperationen in schrumpfenden Regionen nur unter bestimmten Bedingungen tragfähig sind und dass gerade in den Umlandgemeinden vielfältige Hemmnisse auftreten. Diese können zum Beispiel durch Benachteiligung bei der Konzentration von Infrastrukturen der Daseinsvorsorge oder durch Ängste vor Eingemeindungen entstehen. Wie wirken sich also interkommunale Konkurrenzen auf die Kooperationsbereitschaft aus? Wie lässt sich eine hierarchische Rolle der Zentren über die Umlandgemeinden mit einer „gleichen Augenhöhe“ zwischen den Akteuren vereinbaren? Welche Bedingungen fördern, welche hemmen Stadt-Umland-Kooperationen eigentlich? Mit dem nächsten Brandenburger Regionalgespräch möchten wir zu diesen Fragen einen Dialog zwischen Forschern des IRS und Praxisvertretern der Landesministerien und ausgewählten Kommunen beflügeln.

Das 38. Regionalgespräch findet am Mittwoch, 17. September 2014 in Erkner statt. Für den Einstieg erhalten wir wie immer profunde Fachstatements und Erfahrungsberichte zum Schwerpunktthema, die wir anschließend mit Ihnen diskutieren wollen.

Die Brandenburger Regionalgespräche des IRS bieten zivilgesellschaftlichen Akteuren und Gruppierungen, Wissenschaftlern, Kulturschaffenden, Politikern, Verwaltungsfachleuten, Intermediären sowie Wirtschafts- und Verbandsvertretern ein offenes, neutrales Forum für die Diskussion aktueller Fragen der sozialräumlichen Entwicklung. Eine gemeinsame Augenhöhe ist uns dabei stets wichtig.