04. Juni | 2018

Innovative Impulse für eine nachhaltige Entwicklung

Seminar zu ländlichen Räumen in Deutschland in Rogatschow (Belarus)

Viele strukturschwache ländliche Regionen in Deutschland und Europa sind geprägt von demografischen, wirtschaftlichen und sozial-kulturellen Herausforderungen – darunter unter anderem die Sicherung der Daseinsvorsorge, der Umgang mit leerstehenden Gebäuden oder die Vitalisierung des rückläufigen Vereinslebens. Um Wissen und Erfahrungen mit belarussischen Experten der ländlichen Entwicklung zu teilen und innovative Ansätze für eine nachhaltige Entwicklung ländlicher Räume zu diskutieren, hat Dr. Tobias Federwisch am 19.04.2018 in Rogatschow (Belarus) ein Seminar mit dem Titel „Ländliche Räume in Deutschland. Innovative Impulse für eine nachhaltige Entwicklung“ durchgeführt.

Federwisch führte die belarussischen Experten zunächst in die demografische, wirtschaftliche und sozial-kulturelle Entwicklung der ländlichen Räume in Deutschland sowie die anspruchsvollen Sicherung der lokalen Daseinsvorsorge ein. Im Zuge dessen wurden auch Vergleiche zur Situation in Belarus (insbesondere zur Region Gomel) gezogen, die insbesondere durch demografische Schrumpfungs- und Alterungstendenzen gekennzeichnet ist. Auf Basis umfangreicher Forschungsarbeiten zu sozialen Innovationen in ländlichen Regionen Deutschlands gab Federwisch zudem einen Einblick in das Themenfeld der sozialen Innovationen und des sozialen Unternehmertums im ländlichen Raum. Dabei stellte er entlang von Beispielen aus der wissenschaftlichen Praxis den Mehrwert sozialer Innovationen und des sozialen Unternehmertums für die ländliche Entwicklung heraus. Abschließend führte Federwisch in die europäischen, nationalen und regionalen Strategien und Strukturen zur Förderung der (sozial innovativen) ländlichen Entwicklung in Deutschland ein. An dieser Stelle wurde deutlich, wie wichtig die Unterstützung von Schlüsselfiguren und Netzwerken sowie die Bereitstellung einer Infrastruktur zur Mobilisierung von Wissen ist.

Das Seminar war Teil des Projektes „Soziale NGOs des Gomeler Gebiets – auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung“ (Förderer: IBB Dortmund im Rahmen des Unterstützungsprogramms für Belarus).