14. Juni | 2018

44. Regionalgespräch zum Wandel der Arbeitswelt in Berlin und Brandenburg

Die Brandenburger Regionalgespräche des Leibniz-Instituts für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) in Erkner sind eine etablierte Plattform für den Dialog zwischen Forschung und Praxis zu gesellschaftsrelevanten Themen in Berlin und Brandenburg. Am 27. Juni 2018 ist der grundlegende Wandel der Arbeitswelt Thema der 44. Veranstaltung der Reihe: Globale Trends wie Arbeiten in Coworking Spaces oder die Organisation freiberuflicher Arbeit über Onlineplattformen haben für Berlin und Brandenburg ganz eigene lokale und regionale Auswirkungen. Das Regionalgespräch diskutiert widersprüchliche Entwicklungslinien in der Hauptstadtregion mit Vertretern aus Forschung, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Die Arbeitswelt befindet sich in einem grundlegenden Wandel, der sich mit seinen Widersprüchlichkeiten schwer auf einen Nenner bringen lässt: Industriearbeit in der Version 4.0 wird digital. Freiberufliche Tätigkeiten werden über Online-Plattformen vermittelt und organisiert. Dabei erweitert sich die räumliche Ausdehnung des Arbeitsmarktes mit mehr Auftraggebern und neuen Konkurrenten auch aus dem globalen Süden. In Coworking Spaces arbeiten Kreativarbeiter mal eher neben und mal auch miteinander. Während Pioniere neue Möglichkeiten erkunden, wird gleichzeitig um bestehende Industrie- und Gewerbearbeitsplätze gerungen. Und in offenen kreativen Laboren entstehen immer neue Projekte, manchmal mehr zur Sinnsuche als zum Einkommenserwerb. 

All diese Dynamiken finden sich auch in Berlin und Brandenburg. Allerorten sind die oben genannten Widersprüchlichkeiten zu spüren, allerdings in deutlich unterschiedlichen Konstellationen in den verschiedenen Teilräumen der Region. In dem Regionalgespräch sollen vor diesem Hintergrund konkrete Probleme, aber auch Chancen für die Region Berlin-Brandenburg und ihre verschiedenen Teilräume im Dialog zwischen Praxis und Wissenschaft erörtert werden. Um diese Fragen soll es gehen:

  • Welche Ungleichzeitigkeiten bzw. Ungleichheiten in Bezug auf neue Arbeitsformen lassen sich in der wirtschaftsräumlichen Entwicklung beobachten? 
  • Welche Herausforderungen und Chancen stellen sich im Zuge der Digitalisierung für Berlin-Brandenburg und seine diversen Teilräume?
  • Welche Chancen und Perspektiven haben insbesondere periphere oder altindustriell geprägte Räume? Welche Anforderungen an die bestehenden Institutionen lassen sich identifizieren?

Das 44. Brandenburger Regionalgespräch findet am Mittwoch den 27. Juni 2018 von 14:00 - 17:30 Uhr im Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS), Flakenstraße 29-31 in 15537 Erkner statt. 

Angebot für Journalist/-innen

Journalist/-innen sind herzlich eingeladen, an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Interviews und Gespräche mit den Organisatoren, Referenten und ggf. Teilnehmern können organisiert werden. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Gerhard Mahnken.

Weiter Informationen zur Veranstaltung

Transferveranstaltung
Fotos von li. nach re.: Thomas Söllner/fotolia.com; Stefan Fussan/commons.wikimedia.org; Photographee.eu/fotolia.com
27. Juni | 2018

Die Arbeitswelt befindet sich in einem grundlegenden Wandel, der sich mit seinen Widersprüchlichkeiten schwer auf einen Nenner bringen lässt: Industriearbeit in der Version 4.0 wird digital. Freiberufliche Tätigkeiten werden über Online-Plattformen vermittelt und organisiert. Dabei erweitert sich die räumliche Ausdehnung des Arbeitsmarktes mit mehr Auftraggebern und neuen Konkurrenten auch aus dem globalen Süden. In Coworking Spaces arbeiten Kreativarbeiter mal eher neben und mal auch miteinander. Während Pioniere neue Möglichkeiten erkunden, wird gleichzeitig um bestehende Industrie- und Gewerbearbeitsplätze gerungen. Und in offenen kreativen Laboren entstehen immer neue Projekte, manchmal mehr zur Sinnsuche als zum Einkommenserwerb. mehr Info