10. Oktober | 2017

Deutsch-Belarussischer Austausch zu sozialen Innovationen in ländlichen Räumen

Am 25. September 2017 trafen sich Vertreter/-innen der Nationalen Universität Minsk (Bereich Geographie) und der Belarussischen Geographischen Gesellschaft Minsk mit Wissenschaftler/-innen der IRS-Forschungsabteilung „Kommunikations- und Wissensdynamiken im Raum“ zu einem fachlichen Austausch am IRS in Erkner. Thema waren die Perspektiven peripherisierter ländlicher Regionen und sozialunternehmerische Aktivitäten in Landgemeinden.

Der Austausch erfolgte im Rahmen eines laufenden Projektes der 8. Phase des „Förderprogramms Belarus“, das gemeinsam durch den Verein Einstieg e.V. (Greifswald) als deutscher Partner und der Belarussischen Geographischen Gesellschaft (Minsk) als belarussischer Partner in 2017 und 2018 in Belarus durchgeführt wird. Das Projekt firmiert unter „Peripherisierung der ländlichen Räume als Herausforderung“  und ist auf einen kreativen Umgang mit Auswirkungen der Peripherisierung in Belarus ausgerichtet. Das deutsche Projektteam unterstützt v.a. bei konkreten Aktivitäten in Belarus und der Initiierung von notwendigen Vernetzungen, bemüht sich auch um einen gezielten Transfer deutscher Erfahrungen nach Belarus.

Die belarussischen Wissenschaftler/-innen sind sowohl an einem Dialog mit Social Entrepreneuren und Raumpionieren in Deutschland als auch mit Akteuren, die Projekte im ländlichen Raum zu sozialen Innovationen realisieren, interessiert. In dem Erfahrungsaustausch mit Prof. Dr. Gabriela Christmann und Dr. Ralph Richter wurden daher aktuelle IRS-Forschungen zu sozialen Innovationen und sozialunternehmerischen Aktivitäten in Landgemeinden vorgestellt und Erkenntnisse zur Entwicklung ländlicher Regionen diskutiert. Ferner wurden Möglichkeiten für zukünftige Kooperationen ausgelotet. Ziel ist die Intensivierung des Austauschs und des Wissenstransfers bei der Revitalisierung ländlicher Regionen.

Einstieg e.V. hat die Organisation des Besuchsprogramms realisiert und übernimmt auch die Begleitung der belarussischen Gäste in Deutschland. Der Aufenthalt der belarussischen Wissenschaftler/-innen wird durch das von der UNESCO aufgelegte Langzeitprogramm MOST („Management of Social Transformations“) gefördert.