30. August | 2017

IRS richtet Fachsitzungen zu Energiewende und Infrastrukturen aus

Im September und Oktober 2017 richtet Dr. Ludger Gailing mehrere Sessions zur Räumlichkeit der Energiewende und zur Infrastruktur-Governance aus. Im Rahmen der Annual International Conference 2017 der Royal Geographic Society, die vom 29. August bis zum 1. September in London stattfindet, leitet er gemeinsam mit Prof. Gavin Bridge (Durham) eine Doppelsession mit dem Titel „New Energy Spaces – Conceptualizing the geographical political economy of energy transitions“. Zwei weitere Fachsitzungen unter seiner Leitung finden auf dem Deutschen Kongress für Geographie am 30. September und 1. Oktober in Tübingen statt.

Die Konzeption und Ausrichtung der Fachsitzungen gründet sich auf die langjährigen Forschungen zu Energiewende und Infrastrukturen von Gailing und der IRS-Forschungsabteilung „Institutionenwandel und regionale Gemeinschaftsgüter“, die er kommissarisch leitet. Insbesondere mit den räumlichen Aspekten des Prozesses der Energiewende haben sich mehrere Forschungsprojekte der Abteilung befasst. Gailing hat dabei sowohl die empirischen Forschungen zu Faktoren, Abläufen, Steuerung und Konflikten der Energiewende koordiniert, als auch die Konzeptionalisierung des Prozesses entlang etablierter raum- und politikwissenschaftlicher Theorien vorangetrieben. Diese Fragen der Rekonfiguration von Energie-Räumen sind zudem Gegenstand des Habilitationsvorhabens Gailings und eines Forschungsaufenthalts am Durham Energy Institute (DEI) der Durham University. Mit Prof. Gavin Bridge vom Department of Geography der Durham University leitet er nun die prominent besetzte Doppelsession „New Energy Spaces – Conceptualizing the geographical political economy of energy transitions“ auf der Annual International Conference 2017 der Royal Geographic Society. Im Rahmen derer hält Gailing zudem einen Vortrag mit dem Titel „Sociospatial Dimensions of Energy Transitions in Germany: Using the TPSN framework“. Die Sessions finden am 1. September 2017 statt.

Die komplexen und markanten räumliche Transformationen, die sich mit der Umsetzung der Energiewende in Deutschland vollziehen, sind auch Gegenstand der Fachsitzung „Geographien der Energiewende – Theorien und Methoden aus konstruktivistischer Sicht“, die Gailing am 1. Oktober 2017 im Rahmen des Deutschen Kongresses für Geographie (DKG) gemeinsam mit Dr. Florian Weber (Universität Tübingen) ausrichtet. Diese Transformationen beziehen sich sowohl auf soziale und kulturelle Phänomene wie Diskurse, Machtbeziehungen und Akteurskonstellationen als auch auf sozio-materielle Neukonfigurationen. Die Fachsitzung strebt an, Stärken und Schwächen konstruktivistischer Zugänge zu diesem empirischen Forschungsfeld der Geographie in theoretisch-konzeptioneller und/oder methodischer Hinsicht zu beleuchten.

Nicht zuletzt leitet Gailing auf dem DKG gemeinsam mit Dr. Cormac Walsh (Universität Hamburg) die Doppel-Fachsitzung „The Production of Space in the Context of Environmental and Infrastructural Governance“. Dabei steht die Konstruktion von Räumen durch Governance-Prozesse in den Feldern Infrastruktur und Umwelt im Fokus. Dabei werden anhand von Fallstudien die Raumproduktionen und ihre Rollen in der Regulation der Beziehungen von Gesellschaft und Umwelt beziehungsweise Natur und Kultur kritisch untersucht.