03. August | 2017

Aktivismus und Populismus im Bereich Urban Governance: Das Beispiel der Zwischennutzung

IRS-Wissenschaftler Thomas Honeck untersuchte im Rahmen des DFG-Projekts „Innovationen in der Planung: Wie kommt Neuartiges in die räumliche Planung?“ (InnoPlan) sowie seiner Promotion die Entwicklung der Zwischennutzung von einer illegalen Aktivität zu einer etablierten Planungspraxis. Dabei gewonnene Erkenntnisse stellte er nun im Kontext der Konferenz „Activism, Populism, and the Future of the Democratic State“ vor, die vom 5. bis 7. Juli 2017 an der De Montfort University in Leicester stattfand.

Die Konferenz hatte sich zum Ziel gesetzt, das Aufkommen zivilgesellschaftlicher Bewegungen – etwa zu globalen Herausforderungen wie Klimawandel, Migration oder sozialer Ungleichentwicklung – aus der Sicht von Governance- und Policy-Konzepten zu beleuchten. Dabei standen vor allem die Beziehungen und Konflikte zwischen bestehenden Institutionen und aufstrebenden sozialen Bewegungen im Fokus. die sich unter anderem in den gesellschaftlichen Debatten um Aktivismus und Populismus zeigen. Dies war  unter anderem in verbunden mit der Frage, wie existierende Konzeptionen von Aktivismus und Populismus für die Governance- und Policy-Forschung fruchtbar gemacht werden können.

In diesen Kontext organisierte Thomas Honeck, wissenschaftlicher Mitarbeiter der IRS-Forschungsabteilung „Kommunikations- und Wissensdynamiken im Raum“, eine Session zu „Innovations in Spatial Planning. Towards the Emergence and Mobility of Novel Approaches in Urban and Regional Planning“. Im Rahmen der Vorstellung seiner eigenen Forschung diskutierte er am Beispiel der Zwischennutzung unter anderem, wie Aktivismus eine konzeptuellen Neuorientierung im planerischen Umgang mit leerstehenden Flächen und Gebäuden angeregt hat. Weitere Beiträge in der Session hinterfragten unter anderem, ob und wie Raumplaner von Placemaking Prozessen in Flüchtlingssiedlungen lernen können und wie visionäre alternative Raumbilder zu neuartigen Planungspraktiken führen können.