26. Juli | 2017

Politikberatung für das Land Brandenburg

„Zukunft der ländlichen Regionen vor dem Hintergrund des demographischen Wandels“

Während der 19. Sitzung der Enquete-Kommission „Zukunft der ländlichen Regionen vor dem Hintergrund des demographischen Wandels“ gaben Prof. Dr. Gabriela Christmann und Dr. Tobias Federwisch am 14. Juli 2017 im Brandenburger Landtag in Potsdam ein Statement ab. Den Fokus legten sie auf „Förderstrukturen und -strategien für soziale Innovationen auf dem Land“.

Thema der Enquete-Sitzung waren Förderprogramme der Europäischen Union. Dabei wurden Vertreter der Landes-, Bundes und EU-Ebene sowie regionale Akteure angehört. Christmann und Federwisch beteiligten sich auf Antrag der Berichterstattergruppe (BEG) „Gesellschaftliche und politische Teilhabe“ am Fachgespräch mit ihrer wissenschaftlichen Einordnung der Förderstrukturen und -strategien für soziale Innovationen in ländlichen Räumen. Im Zusammenhang mit dem laufenden IRS-Leitprojekt „Innovationen in Landgemeinden“ berichteten sie über die Erfahrungen des IRS mit sozialen Innovationen und ländlicher Entwicklung. Sie erörterten grundsätzliche Strategien zur Förderung von sozialen Innovationen in ländlichen Räumen und stellten beispielhafte Projekte in Brandenburg vor. Beide unterstrichen die hohe Relevanz sozialer Innovationen zur gesellschaftlichen und politischen Teilhabe und gaben Ausblicke der Förderung sozialer Innovationen durch EU, Bund und für das Land Brandenburg. „Das Land Brandenburg fördert seit vielen Jahren soziale Innovationen auf dem Land. Dieser Weg sollte weiter beschritten werden. Er ermöglicht gemeinschaftliche Lösungen sozialer Probleme und stärkt die Innovations-und Experimentierkultur innerhalb der Zivilgesellschaft“, sagte Dr. Tobias Federwisch während der Sitzung. 

Die Enquete-Kommission gibt Empfehlungen an den Landtag und die Landesregierung ab, wie im Land Brandenburg eine nachhaltige und zukunftsorientierte Entwicklung der ländlichen Regionen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels unterstützt und vorangetrieben werden kann. Sie berücksichtigt, dass es innerhalb der als ländliche Räume definierten Regionen zu unterschiedlichen sozialen, wirtschaftlichen und demografischen Entwicklungen kommt. Der Handlungsauftrag der Enquete-Kommission umfasst den weiteren Metropolenraum, also die Teilräume des Landes, die außerhalb des im derzeitigen Landesentwicklungsplan Berlin-Brandenburg definierten Berliner Umlandes liegen.