20. Juli | 2017

Neues Projekt „Open Region: Regionale Problemlagen als Ausgangspunkte von Innovationen”

Das IRS ist mit einem Teilprojekt im Schnittfeld von Innovationsförderung und Regionalentwicklung an einem erfolgreichen Drittmittelantrag beteiligt. Das von Prof. Dr. Suntje Schmidt entwickelte Teilprojekt ist integriert in den „InnoHub13“-Antrag, ein gemeinsames Vorhaben der  Brandenburgischen Technischer Universität Cottbus-Senftenberg und der Technischen Hochschule Wildau im Rahmen der BMBF-Initiative „Innovative Hochschule.“ InnoHub13 soll Voraussetzungen für die Integration von Innovationsakteuren schaffen, um kooperativ Problemlösungen für gesellschaftliche Herausforderungen in Brandenburg zu entwickeln.

Die BMBF Förderinitiative fördert forschungsbasierten Ideen-, Wissens- und Technologietransfer von Fachhochschulen sowie kleinen und mittleren Universitäten mit dem Ziel, die regionale Verankerung von Hochschulen zu unterstützen und einen Beitrag zu Innovationen in Wirtschaft und Gesellschaft zu leisten. „InnoHub13: Innovation Hub 13: fast track to transfer“ ist als Forschungs- und Transfernetzwerk aus zwei Hochschulen, sechs außeruniversitären Einrichtungen (darunter das IRS mit einem Teilprojekt zu regionaler Innovationsförderung), 13 Wirtschaftsfördergesellschaften, Landkreisen und Verbänden sowie wie elf Unternehmen in der Region konzipiert. Eines der vier Themenfelder des Netzwerks ist „Innovative Regionalentwicklung“, worin auch das Teilprojekt des IRS angesiedelt ist.

Ziel ist des Teilprojekts „Open Region: Regionale Problemlagen als Ausgangspunkte von Innovationen“ ist es, ein System zur Identifizierung von regionalen Innovationsanlässen (z.B. Leitfaden zur Durchführung von Policy Labs) aufzubauen und erste Lösungsansätze über den Innovation Hub und dessen Netzwerk anzustoßen. Dahinter steht der Befund mehrerer vorangegangener IRS-Forschungsprojekte, dass Anpassungen regionaler Innovationspolitiken zur Förderung von problem- und nutzergetriebene Innovationen notwendig sind. So stellten Schmidt und Kolleginnen und Kollegen in der Forschungsabteilung „Dynamiken von Wirtschaftsräumen“ fest, dass regionale Innovationspolitiken stärker auf den räumlich verteilten und hochmobilen Charakter von Innovationsprozessen Bezug nehmen und ein offenes System zur Schaffung und Nutzung von Gelegenheiten für viele Arten von Innovationen bieten müssten. Das Teilprojekt wurde auf Basis der Grundlagenforschung zu Innovationsprozessen und den daraus aufbauenden Überlegungen zu regionalen Innovationspolitiken im Sinne von „Open Regions“ entwickelt. Das Teilprojekt im Rahmen des „Innovation Hub 13“ schließt an dieser Stelle an und fokussiert die praktischen Implementationen von Open-Region-basierten Politiken in der Region.

Die Förderung für das Projekt schließt eine Doktorandenstelle, technische Hilfsmittel sowie Mittel für regionale und internationale Veranstaltungen ein. „Innovation Hub 13“ startet zum 1. Januar 2018 und hat eine Laufzeit von fünf Jahren.

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"IRS-Forschung & Praxis im Dialog"

Die Idee der Open Region entspringt einer Neuorientierung in der wissenschaftlichen Grundlagenforschung. In der raumbezogenen Sozialforschung wurde die Räumlichkeit von Innovationen über Jahrzehnte hinweg primär als eine territorial zu denkende Frage gedacht, die sich in der Innovativität von Regionen widerspiegelt. "Open Region" ist der Versuch, räumlich verteilte Innovationsprozesse und regionale Innovationsförderung zusammen zu bringen. mehr Info