13. Juli | 2017

DFG-Forschungs-Netzwerk „Temporary Organizing“ startet mit IRS-Beteiligung

Prof. Dr. Suntje Schmidt ist Mitglied des DFG Nachwuchsnetzwerks „Temporary Organizing under Tension: Between Stability and Change“, welches von Prof. Dr. Timo Braun, Juniorprofessor für Projektmanagement an der Freien Universität Berlin, initiiert wurde. Das Netzwerk besteht aus zwölf deutschen Nachwuchswissenschaftlern und -wissenschaftlerinnen und wird von international einschlägigen Senior-Forschern begleitet. Das Netzwerk hat eine Laufzeit von 18 Monaten und wurde am11. und 12. Juli 2017 mit einem ersten Treffen in Berlin gestartet. Insgesamt werden vier Netzwerktreffen in Berlin, Köln und Tilburg stattfinden mit dem Ziel, gemeinsame, interdisziplinäre Vorhaben (z.B. Erstellung eines Sammelbandes, Vorbereitung gemeinsamer Sessions) anzustoßen.

Das Netzwerk wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert und sich thematisch mit temporären Organisationsformen unter Druck und zwischen Stabilität und Wandel befassen. Diese temporären Organisationsformen, beispielsweise in Form von befristeten Arbeitsverhältnissen, Projekten oder Events, können immer häufiger beobachtet werden und sind daher ein wichtiger Untersuchungsgegenstand bspw. in der Managementforschung und der Wirtschaftsgeographie. Diese Form der Organisation reflektiert sowohl die Unsicherheit oder Unbestimmtheit, die als Resultat eines sich intensivierenden globalen Wettbewerbs anzusehen ist, als auch die sozialen Denk- und Verhaltensmuster in einer Zeit der Beschleunigung und Zeitknappheit. Temporäre Organisationsformen bieten Firmen oder anderen Organisationen ein hohes Potenzial an Flexibilität und werden daher häufig bei der Implementation von innovativen oder transformativen Vorhaben eingesetzt.

Forschungen zu temporären Organisationsformen werden unter dem Dach unterschiedlicher Disziplinen (z.B. Organisationsforschung, Organisationssoziologie, Innovationsforschung, Wirtschaftsgeographie) durchgeführt, weshalb sich ein relativ fragmentierter Wissensbestand herausgebildet hat. Eine Disziplinen übergreifende, integrative Perspektive kann die teilweise widersprüchlichen Erkenntnisse kombinieren. Das Ziel des Forschungsnetzwerks „Temporary Organizing“ ist es daher, diese interdisziplinäre Perspektive zu nutzen, um den Wissensbestand in dem Feld zu verbreitern und zur Entwicklung transdisziplinärer Theorien und Konzepte beizutragen.

Weitere Informationen zum Forschungsnetzwerk finden Sie auf der Webseite der Freien Universität Berlin.