13. Dezember | 2016

Regionale Umsetzung des Clusterprozesses in Brandenburg

Wirtschaftsförderer im Dialog mit IRS-Wissenschaftlern

Während eines informellen Workshops tauschten sich am 5. Dezember 2016 in Erkner Vertreterinnen und Vertreter der ZukunftsAgentur Brandenburg (ZAB) und des Ministeriums für Wirtschaft und Technologie des Landes Brandenburg (MWE) mit Forschenden des IRS aus. Das Thema lautete: „Regionale Umsetzung des Clusterprozesses in Brandenburg: Stand, Erfahrungen, Perspektiven.“ Mit dieser Veranstaltung kam das IRS dem Wunsch der ZAB nach, ein Regionalgespräch  vom Mai 2016 mit dem Fokus Open Region unter der Federführung der IRS-Forschungsabteilung „Dynamiken von Wirtschafträumen“ zu vertiefen.

Beide Seiten – Praktiker und Forschende - hatten sich im Vorfeld des Workshops bestens vorbereiten können. Sie kamen mit konzisen Thesen und Fragen in den Workshop. Das machte eine ergebnisreiche, vertrauliche Diskussion möglich. Projektverantwortliche der ZAB gaben einen Überblick zum gegenwärtigen Stand der Clusterpolitik im Land Brandenburg. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IRS wiederum kommentierten den gegenwärtigen Stand und die Praxisbeispiele.  Diese befassten sich mit Vermarktungswegen regionaler Produkte in Südbrandenburg, mit Wärmeversorgung im Quartier am Beispiel der Stadt Eberswalde, mit Brandenburger Unternehmerstammtischen als Netzwerkplattform, mit der Veranstaltungsreihe „made in Brandenburg“ in Kooperation mit  fachspezifischen Museen sowie mit Perspektiven Intelligenter Mobilität am Beispiel des Mobilitätsmanagements Teltow. In der anschließenden, offenen Diskussion brachten die Teilnehmenden bisherige Erfolge zur Sprache, etwa im Hinblick auf die Gestaltung innovativer Vernetzungsstrategien an der Schnittstelle von Wirtschaft und Kultur. Eine der künftigen Herausforderungen liege jedoch im Umgang mit „geschlossenen“ Teilregionen. Einigkeit bestand hierin: Die ZAB und das IRS werden den Dialog weiterführen. „Der heutige Workshop zeigte, dass Praxis und Wissenschaft voneinander lernen. Ohne den Dialog mit Praktikern werden wissenschaftliche Debatten schnell inhaltsleer“, sagte Prof. Dr. Oliver Ibert.