10. November | 2014

Workshop zur Organisation von räumlich verteilten Innovationsprozessen

Forschungen der IRS-Abteilung „Dynamiken von Wirtschaftsräumen“ haben gezeigt, dass die räumliche und zeitliche Entwicklung von Innovationsprozessen einem merklichen Wandel unterlegen ist. Dies betrifft sowohl die Art der Innovationserzeugung als auch die Räumlichkeiten dieser Prozesse. „Wir haben konstatiert, dass Nutzer in Betrieben oder Communities of Interest eine immer größere Rolle spielen und das Internet räumlich verteilte Innovationsprozesse stark fördert“, sagt Abteilungsleiter Prof. Oliver Ibert. Innovationen sind mobil und multilokal und verlaufen in Phasen, die jeweils andere räumliche Anforderungen an den Prozess stellen.

Diese Befunde haben erhebliche Konsequenzen für die Politik, die mit der Förderung von Innovationen einen Beitrag zur regionalen Entwicklung leisten möchte.Auf einem Workshop mit (zum Teil internationalen) Vertretern aus Regionalpolitik, Innovationsförderung und Wirtschaft am 07. November 2014 haben Wissenschaftler der Forschungsabteilung daher diskutiert, wie sich die Forschungsergebnisse nutzbar machen lassen für eine innovationsorientierte Regionalpolitik oder eine regionsbezogene Innovationspolitik. Ibert und seine Mitarbeiter stellten ein Thesenpapier zur Diskussion, das genau auf dieses Spannungsfeld fokussiert: Wie können Innovationen, die immer weniger räumlich fixiert sind, organisiert und gefördert werden von Akteuren, die an ein bestimmtes Territorium wie eine Kommune, einen Landkreis oder ein Bundesland gebunden sind? „Wir konnten durch den direkten Austausch mit den Adressaten wertvolles Feedback einholen“, bilanziert Ibert.