© Rawpixel.com/fotolia.de
© Rawpixel.com/fotolia.de

Das IRS erforscht die Raumbezüge und Raumkontexte sozialen Handelns in ihrer Prozesshaftigkeit und ihrer historischen Dimension mit sozialwissenschaftlichen Methoden. In besonderem Fokus stehen die soziale Konstruktion von Räumen und handlungstheoretische Zugänge.

Wissenschaftler/-innen des IRS führen einen intensiven Dialog mit der Praxis in Politik, Planung, Wirtschaft, Kultur und Zivilgesellschaft. Dabei transferiertes Wissen und - beiderseits - aufgenommene Impulse zeichnet das Format "Forschung und Praxis im Dialog" nach. Erfahren Sie mehr über Transferaktivitäten zum Thema "Soziale Innovationen in ländlichen Räumen"

© pogonici/shutterstock.com

Die Komplexität von Raum, sozialem Handeln und (sozio-räumlichen) Transformationsprozessen zu beschreiben und zu analysieren sowie deren wechselseitige Beziehungen zu verstehen, sind Kernanliegen der IRS-Forschung.

© arturator/flickr.com

Neben Nordamerika und Skandinavien ist Polen einer der Fokusräume in der IRS-Internationalisierungsstrategie. Mit Partnern aus dem östlichen Nachbarland verbinden das Institut seit zwanzig Jahren vielfältige Beziehungen, die im Zuge der Internationalisierungsstrategie und durch mehrere aktuelle Forschungsprojekte nochmals vertieft wurden.

© lightspring/shutterstock.com

Die neue Ausgabe von IRS aktuell widmet sich mit seinem Schwerpunktthema „Raumbezogene Forschung und Praxis im Dialog“ den Zielen, Strategien und Formaten des IRS-Wissenstransfers in die Gesellschaft.

Aktuelles

19. Juni | 2018
Spitzenforscher und Nachwuchswissenschaftler auf der IRS Spring Academy 2018

Die dynamische Entwicklung von digitalen Informations- und Kommunikationstechnologien, insbe-sondere das Internet, hat enorme Auswirkungen auf die Wahrnehmung von Räumen und auf das raumbezogene Handeln eines großen Teils der Weltbevölkerung. Dies findet in neuen Praktiken der Arbeit (ortsungebundene, digitale Arbeit), der Forschung und Entwicklung (Wissensteilung auf Online-Plattformen, Crowdfunding, Virtuelle Labore) oder im Alltag (synchrone und asynchrone Kommunikation, neue raumbezogene Identitäten) ihren Ausdruck. Die hohe gesellschaftliche Relevanz dieser Entwicklung und die große Bedeutung für die raumbezogene Forschung war für das IRS der Anlass, die zweite „IRS Spring Academy“ diesem Thema zu widmen und gemeinsam mit renommierten Wissenschaftler/-innen und Nachwuchsforscher/-innen aus aller Welt dem sich rasant verändernden Verhältnis von sozio-materiellen und virtuellen Räumen konzeptionell, methodisch und empirisch zu nähern. mehr Info

15. Juni | 2018
Besucherrekord im Haus der Leibniz-Gemeinschaft – starkes Interesse an IRS-Themen

Erneut beteiligte sich das Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) am 9. Juni 2018 im Haus der Leibniz-Gemeinschaft in Berlin-Mitte an der Langen Nacht der Wissenschaften. An diesem Samstag kamen zwischen 17:00 und 24:00 Uhr sage und schreibe 1.400 Besucher/-innen in die Chausseestraße 111 und informierten sich über Forschungen des IRS und weiterer Leibniz-Einrichtungen. mehr Info

14. Juni | 2018

Die Brandenburger Regionalgespräche des Leibniz-Instituts für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) in Erkner sind eine etablierte Plattform für den Dialog zwischen Forschung und Praxis zu gesellschaftsrelevanten Themen in Berlin und Brandenburg. Am 27. Juni 2018 ist der grundlegende Wandel der Arbeitswelt Thema der 44. Veranstaltung der Reihe: Globale Trends wie Arbeiten in Coworking Spaces oder die Organisation freiberuflicher Arbeit über Onlineplattformen haben für Berlin und Brandenburg ganz eigene lokale und regionale Auswirkungen. Das Regionalgespräch diskutiert widersprüchliche Entwicklungslinien in der Hauptstadtregion mit Vertretern aus Forschung, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. mehr Info

04. Juni | 2018
Seminar zu ländlichen Räumen in Deutschland in Rogatschow (Belarus)

Viele strukturschwache ländliche Regionen in Deutschland und Europa sind geprägt von demografischen, wirtschaftlichen und sozial-kulturellen Herausforderungen – darunter unter anderem die Sicherung der Daseinsvorsorge, der Umgang mit leerstehenden Gebäuden oder die Vitalisierung des rückläufigen Vereinslebens. Um Wissen und Erfahrungen mit belarussischen Experten der ländlichen Entwicklung zu teilen und innovative Ansätze für eine nachhaltige Entwicklung ländlicher Räume zu diskutieren, hat Dr. Tobias Federwisch am 19.04.2018 in Rogatschow (Belarus) ein Seminar mit dem Titel „Ländliche Räume in Deutschland. Innovative Impulse für eine nachhaltige Entwicklung“ durchgeführt. mehr Info

28. Mai | 2018
Ausstellung zu Leben und Werk des Architekten und Stadtplaners Egon Hartmann in Erfurt

Im Beisein des thüringischen Landtagspräsidenten Christian Carius, der IRS-Direktorin Prof. Dr. Heiderose Kilper sowie vieler Weggefährten, Stadthistoriker und Museumsfachleute aus Erfurt, Mainz und München wurde am 2. Mai 2018 eine vom IRS entwickelte und gestaltete Ausstellung zu Leben und Werk des Architekten und Stadtplaners Egon Hartmann (1919–2009) eröffnet. Bis zum 3. Juni 2018 ist sie im Landtag des Freistaates Thüringen zu sehen und gewährt den Besucher/-innen Einblicke in ein bewegtes Leben, das von den Kontrasten und Extremen des 20. Jahrhunderts geprägt war und dem baulichen und planerischen Erbe dieser Epoche einen markanten Stempel aufdrückte. mehr Info


Publikationen

04. Juni | 2018

Der Umgang mit migrationsbedingter kultureller Vielfalt gehört zu den größten Herausforderungen von Kommunen in Deutschland. Trotz der hohen stadtpolitischen und gesellschaftlichen Relevanz fehlte bislang eine systematisierende Betrachtung zum Stand der wissenschaftlichen Diskussion zu diesem Thema. Diese Lücke zu schließen war das Ziel einer heute erscheinenden Studie, die von der Bertelsmann Stiftung in Auftrag gegeben und von Wissenschaftlerinnen des Leibniz-Instituts für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) und der Technischen Universität Berlin erstellt wurde. Darin analysierten sie, auf welche Herausforderungen Städte reagieren müssen, welche Widerstände und Konflikte zu erkennen sind und wie diese überwunden werden können. mehr Info

22. März | 2018
Aufsatz zu Sozialunternehmen in ländlichen Räumen im "Journal of Rural Studies"

Obgleich Sozialunternehmen einhellig die Fähigkeit zugesprochen wird, neuartige Lösungen für soziale Problemlagen in ländlichen Räumen zu entwickeln und zu etablieren, bestehen in der Forschung noch große Wissenslücken zu den Fragen, wie deren innovative Praxis genau aussieht und welche Charakteristika ihrer unternehmerischen Tätigkeit sie in besonderem Maße zur Problemlösung qualifiziert. Basierend auf Forschungen im EU-Projekt "RurInno" hat Dr. Ralph Richter diese Desiderate in einem Aufsatz im „Journal of Rural Studies“ adressiert. mehr Info

18. Januar | 2018

Vulnerabilität und Resilienz sind seit rund 50 Jahren etablierte Konzepte, um die Bedrohungen und Schutzmechanismen von unterschiedlichsten Systemen zu analysieren. Vielfältige Anwendung finden sie beispielsweise in der Erforschung von Gefährdungen durch Naturkatastrophen, aber auch in Bezug auf wirtschaftliche, politische oder soziale Krisen. Moderne sozialwissenschaftliche Perspektiven auf Vulnerabilität und Resilienz betonen, dass Gefahren keine objektiv bestimmbaren Größen sind, sondern Systeme ¬– etwa Gesellschaften, Personen oder Städte – durch interne Faktoren individuell unterschiedlich vulnerabel gegenüber der „gleichen“ Gefahr sind. Ein Special Issue des „International Journal of Mass Emergencies and Disasters“, das von Prof. Margarethe Kusenbach (University of South Florida) und Prof. Gabriela Christmann (IRS) herausgegeben wurde, wirft nun einen detaillierten Blick auf den Zusammenhang von sozialer Marginalisierung und Gefährdung. mehr Info

Weitere Publikationen