Foto: Coloures-pic/fotolia.de

Die Energiewende stellt inzwischen eine gesellschaftliche Herausforderung dar, deren Komplexität in den vergangenen Jahren zugenommen hat und durch Windparks, Biogasanlagen und Solarparks in der Landschaft sichtbarer geworden ist. Die Raumwirksamkeit der Energiewende geht indes über physisch-materielle Veränderungen weit hinaus.

Foto: rh2010/stock.adobe.com

Im Modedesign werden ganz unterschiedliche Kompetenzen zusammengeführt, um etwas Neues zu schaffen. Das geschieht zunehmend über spezialisierte digitale Plattformen. Das Zusammenspiel verschiedener Plattformen in kreativen Design-Prozessen – die „Plattform-Ökologie“ – und das Zusammenspiel von Online und Offline-Interaktion, untersucht die Forschungsabteilung „Dynamiken von Wirtschaftsräumen“ in ihrem Leitprojekt.

Foto: urbans78/stock.adobe.com

Verkehr, Energie, Kommunikation – wie kommen Infrastrukturnetze dazu als „kritische Infrastrukturen” eingestuft zu werden? In ihrem Leitprojekt untersucht die Forschungsabteilung „Institutionenwandel und regionale Gemeinschaftsgüter” die Konstruktion von Kritikalität. Städtische Klimaanpassung und die Energiewende dienen als Untersuchungsfelder.

Foto: dusanpetkovic1/stock.adobe.com

Digitalisierung ist mehr als Breitbandversorgung. Wie nutzen und gestalten Dörfer digitale Technologien, um ihre Probleme zu lösen? Wer sind die Treiber und welche Probleme treten auf? Die Forschungsabteilung „Kommunikations- und Wissensdynamiken im Raum“ fragt in ihrem Leitprojekt nach den Wegen der Digitalisierung im ländlichen Raum.

Im Forschungsprojekt untersucht, wie strukturschwache Städte Zuwanderungspolitiken formulieren, welche Konflikte im Umgang mit Zuwanderung entstehen und wie mit migrationsbezogenen Segregationsprozessen umgegangen wird.

Foto: flashpics/stock.adobe.com

Lange stand in der historischen Forschung zu DDR und BRD der Systemgegensatz im Vordergrund. Doch es gab auch parallele Entwicklungen. Die Historische Forschungsstelle untersucht in ihrem Leitprojekt die Entwicklung sozialräumlicher Disparitäten in beiden deutschen Staaten und spürt dabei Unterschieden wie auch Gemeinsamkeiten nach.

© Rawpixel.com/fotolia.de
© Rawpixel.com/fotolia.de

Das IRS erforscht die Raumbezüge und Raumkontexte sozialen Handelns in ihrer Prozesshaftigkeit und ihrer historischen Dimension mit sozialwissenschaftlichen Methoden. In besonderem Fokus stehen die soziale Konstruktion von Räumen und handlungstheoretische Zugänge.

© pogonici/shutterstock.com

Die Komplexität von Raum, sozialem Handeln und (sozio-räumlichen) Transformationsprozessen zu beschreiben und zu analysieren sowie deren wechselseitige Beziehungen zu verstehen, sind Kernanliegen der IRS-Forschung.

Aktuelles

04. Dezember | 2019

Küstenstädte sind in besonderer Weise vom Klimawandel betroffen. Zugleich gehören Städte oft zu den Pionieren der Klimapolitik, sowohl im Klimaschutz, also der Vermeidung von Treibhausgasemissionen, als auch in der Klimaanpassung. Ein neues Forschungsprojekt nimmt mehrere mittelgroße Küstenstädte im Nord- und Ostseeraum in den Blick, die sich als Pioniere der städtischen Klimapolitik positioniert haben. Es hat das Ziel, das gegenseitige Lernen der Städte zu unterstützen und herauszufinden, wie erfolgreiche lokale Projekte sich transferieren lassen. mehr Info

27. November | 2019

Die Problemlagen vieler ländlicher Räume sind weithin bekannt: In mehr als der Hälfte der Regionen Deutschlands schrumpft die Bevölkerung, wovon der ländliche Raum besonders stark betroffen ist. Ertragreiche Beschäftigungsmöglichkeiten und wirtschaftliche Wertschöpfung wachsen überwiegend in den Ballungsräumen. Mit dem Vorhaben „WIR! Wandel durch Innovation in der Region“ fördert das BMBF zielgerichtet innovative Wertschöpfungsansätze in ländlichen Räumen. Die Forschungsabteilung „Institutionenwandel und regionale Gemeinschaftsgüter“ des IRS ist an einem Projekt im Rahmen dieser Maßnahme beteiligt. mehr Info

16. Oktober | 2019

Cities are routinely eulogized as harbingers of progress and emancipation, as the locus of innovation and creativity. And, in fact, the historical record of cities in engendering artistic, scientific or societal creativity from the ancient Greece polis over Renaissance Florence, Modern Art Paris to New York’s ‘Warhol Economy’ is impressive. More recently, though, discords began to mingle with the harmonious choir praising the allegedly greatest invention of humanity. The fixation with the unique affordances of urban places, as the critique maintains, has systematically impoverished our understanding of creativity in the periphery. To rectify this urban bias, a veritable stream of research initiatives has been launched more recently to push the focus of scholarly debate on creativity from center to periphery, from the urban to the rural. In addition to an international conference in Berlin on November 21 and 22, the issue is addressed in a special issue of "Industry and Innovation" guest edited by Gernot Graber (University of the Built Environment and Metropolitan Development, Hamburg) and Oliver Ibert (IRS and Brandenburg University of Technology, Cottbus). mehr Info

02. Oktober | 2019

Als die DDR-Führung in den letzten Jahren vor 1989 die historischen Innenstädte immer mehr verfallen ließ, formierten sich in vielen Städten Bürgerinitiativen, die dagegen Widerstand leisteten. Ihre Aktivitäten könnten sogar zum Ende der DDR beigetragen haben. Im Forschungsprojekt „StadtWende“ untersucht die Historische Forschungsstelle des IRS im Verbund mit mehreren Partneruniversitäten diese Bürgerinitiativen. Als Teil einer umfangreichen Öffentlichkeitsarbeit wurde die Website stadtwende.de (Beta-Version) online geschaltet, die das Wirken der aktiven DDR-Bürgerinnen und Bürger nach und nach dokumentiert, u.a. mit Fotos, Filmen und Interviewsequenzen sowie zukünftig mit einer interaktiven Karte. Am 13. November 2019 wird die Forschungsfrage des Projekts zudem beim 47. Brandenburger Regionalgespräch diskutiert, unter anderem mit Zeitzeugen, Aktiven der Bürgerrechtsbewegung und Fachleuten aus dem IRS und darüber hinaus. mehr Info

25. September | 2019

„Das Gebaute ist [...] immer das Ergebnis eines kollektiven Zusammenwirkens vieler Menschen, die unterschiedliche Berufe ausüben und unterschiedliche Aufgaben haben. Der Architekt ist einer von ihnen!“ So heißt es in einer Broschüre des Bundes der Architekten der DDR aus dem Jahr 1980 zur Beschreibung des Architektenberufs und der Ausbildung zum Architekten bzw. zur Architektin. Wie dieses „kollektive Zusammenwirken“ im Bauwesen der DDR in Form der Architekten- und Planerkollektive aussah, welche Kontrollorgane es bestimmten und wie dabei kreative Architekturentwürfe entstehen konnten, wurde am 10. September 2019 bei einem eintägigen Workshop mit ausgewiesenen Fachleuten am IRS in Erkner besprochen. mehr Info


Publikationen

30. September | 2019

Der Zusammenhang zwischen Stadtentwicklung und Migration wird kontrovers diskutiert. Wie kann Stadtpolitik mit Zuwanderung umgehen? Manfred Kühn vom IRS und Sybille Münch, Juniorprofessorin für Theory of Public Policy an der Leuphana Universität Lüneburg, haben als Gasteditoren ein Themenheft zu dieser Frage in der Fachzeitschrift „disP- The Planning Review“ herausgegeben (disP 218 - 3/2019). mehr Info

16. Juli | 2019

Vor wenigen Tagen berichtete die von der Bundesregierung eingesetzte Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ von erheblichen regionalen Unterschieden. Vor allem ländliche Regionen leiden demnach unter vergleichsweise schlechten Bildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten, geringeren Einkommen und einer schlechten Versorgung mit öffentlichen und privaten Dienstleistungen. Dieser Befund lässt sich auf ländliche Regionen vieler europäischer Länder übertragen. In vielen Regionen ist der Wegfall von Arztpraxen, Dorfläden, Schulen und öffentlichen Ansprechpartnern und Angeboten zu beobachten. In dieser Situation ruhen Erwartungen auf einem relativ neuen Akteurstyp, den sogenannten Sozialunternehmen. In einem neu erschienenen Buch werden Sozialunternehmen und ihre Rolle in ländlichen Räumen beleuchtet. mehr Info

06. Dezember | 2018

Im Vorfeld der UN-Klimakonferenz, die gerade in Katowice stattfindet, führte die polnische Regierung vorübergehende Grenzkontrollen ein. Begründung: Die öffentliche Sicherheit sei durch ausländische Aktivisten bedroht. Die abwehrende Haltung gegen eine offene Auseinandersetzung mit dem Klimawandel ist nicht nur repräsentativ für die aktuelle Regierungspolitik in Polen, sondern auch für einen kulturellen Kontext, in welchem Klimaschutz eine sehr geringe Priorität hat. Ist Klimaschutz also eine Kulturfrage? Der Kulturwissenschaftler und Soziologe Dr. Thorsten Heimann sagt „ja“. In seinem Buch „Culture, Space and Climate Change – Vulnerability and Resilience in European Coastal Areas”, das heute bei Routledge erscheint, zeigt er, wie kulturelle Hintergründe Klimaschutz und Klimaanpassung hemmen und fördern. mehr Info

Weitere Publikationen

Call for Papers

7-8 May 2020
Energy Futures Conference - Emerging Pathways in an Uncertain World!
To apply for a presentation, please submit your 250-word abstracts to the session organizers by 15 December 2019.

Mehr Info

Podcast Society@Space

Episode 2: Müssen wir für den Klimaschutz das Wachstum überwinden?

Der Sozialwissenschaftler Timmo Krüger forscht am IRS über den Kohleausstieg. In der zweiten Episode des Podcasts Society@Space erklärt er, warum die Idee einer Postwachstumsgesellschaft für ihn eine überzeugende Forschungs- und Handlungsperspektive ist, und was er selbst tut um seinen Ressourcenverbrauch zu verringern.